Sep 012013
 

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Gestern war die Einschulung der Erstklässler vor großem Publikum. Selbst der neu einberufene Botschafter war nebst Frau anwesend, was irgendwie normal war, denn ein Kind war von ihnen. Steffi machte ihre Sache sehr gut, finde ich und auch Kollegen lobten die Veranstaltung.

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Die beiden Geistlichen der christlichen deutschen Kirchen veranstalten einen ökumenischen Gottesdienst zur Einschulung und es versteht sich von selbst, dass wir einen Gegenbesuch machen. Zumal es die erste Gelegenheit ist, die deutsche Botschaft mal von innen zu sehen. Da es kein Kirchengebäude gibt, teilen sich die Protestanten und die Katholiken den Europasaal der Botschaft.

Bei schönstem Wetter radeln wir ohne Kinder hin. Die machen ohne uns unsere Wohnumgegend unsicher und Martje ist noch mit einem Schulkameraden verabredet. Die Kinder können sich wirklich so frei wie in Deutschland, viele Alteingesessene sagen gar wesentlich sicherer, bewegen. Inzwischen würden sie auch ohne uns nach Hause finden, Geld fürs Taxi haben sie immer dabei.DSCF7743

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Nach dem Gottesdienst, der sehr lebhaft und kindgerecht stattfindet, gehen wir rüber zum benachbarten Jenny Lou´s Supermarkt, der reichlich westliche Produkte hat. Selbst Käse, der von den Chinesen nicht viel gegessen wird (wer mag schon Milch, die solange stehen gelassen wird, bis sie schlecht und fest geworden ist?) ist zu Preisen 20-30% über den deutschen dort zu bekommen.DSCF7759

Über WC-Reiniger für 22 € pro Flasche muss man sich allerdings wundern, wenn das chinesische Pendant für unter 2 € direkt daneben steht? Im Grunde schüttet man es doch nur ins Klo.DSCF7757

Die alkoholische Abteilung ist auch sehr gut ausgestattet, im Botschaftsviertel wird wohl ordentlich getrunken. Alle möglichen vor allem deutsche Biere und Weine aller Provenienzen.

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In der Konditorei in unserem Viertel ist man auch ganz vornehm und macht toll aussehende Torten.DSCF7762

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Nach dem kulturellen Abendmahl machen wir einen Zug nach Carrefour, unserem Leibundmagen-Supermarkt, und finden eine Straße, in der das Leben tobt, alt wie jung sind draußen. Steffi sagt: „Ich fühle mich wie in einer Filmkulisse, ich würde mich nicht wundern, wenn James Bond auf einem Motorrad angeschossen kommt und von Gangstern verfolgt wird.“ Aber nur lautlose Elektroroller á la Vespa machen den Anschein, Jagd auf uns zu machen. Die Stadt ist durch die unglaubliche Menge an E-Bikes gar nicht besonders laut, laut sind nur die Menschen darauf.

Wir finden, das wir richtig viel Glück gehabt haben, dass wir die Dachbodenwohnung in genau diesem Viertel gefunden haben. Hier wird es uns lange nicht langweilig werden und hungrig schon gar nicht.

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 1. September 2013  Add comments

  One Response to “Einschulung und mehr”

  1. Im Jenny Lou waren wir oft einkaufen. Jetzt kennt Ihr alles zum Leben. Viel Spass beim Erkunden der Umgebung. Wann geht’s zum ersten Mal an die Mauer?
    LG
    Min und Andreas

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