Jan 132011
 

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Nach dem herzlichen Abschied fuhren wir von Shiraz aus durch die Berge des Zagrosgebirges an den persischen Golf. Die Straßen sind in der Regel sehr gut. Wenn es eine Autobahn gibt, dann führt eine zweispurige Straße in die eine Richtung und in manchmal 500 m Entfernung eine andere zurück. Wenn man umdrehen muss, nimmt man eine Ausfahrt auf der linken Seite und per U-Turn kehrt man um. Platz ist selten das Problem in diesem Land.PanoEbene DSC_7887DSC_7922DSCF0338AWenn es noch etwas in diesem Land reichlich gibt, dann ist es Plastik. Auf dem Weg kommt man an riesigen landwirtschaftlichen Flächen vorbei, wo mit Plastikschläuchen versucht wird, die wertvollen Pflanzen vorm Austrocknen zu schützen.DSC_7885

Abends erreichten wir den persischen Golf. An der letzten Möglichkeit, ans Wasser zu gelangen, ließen wir die Salzluft auf uns wirken, denn danach..DSC_7944

..führt die Straße für etwa 50 km an Raffinerieanlagen vorbei, die Entgasungsschornsteine tragen haushohe Flammen und alles ist hell erleuchtet. Die Raffinerie in Hemmingstedt, die ich für riesig hielt, ist ein Kinderspielzeug dagegen.DSC_7945

Und endlich waren wir in Bandar-e Lengeh, wo es am Nachmittag des darauffolgenden Tages mit der norwegischen Personen-Fähre auf die Insel ging.PanoSchiffKishDSC_8032DSC_8057 Kish ist klein, man kann an einem Tag mit gemieteten Fahrrädern die Insel umrunden, wenn man nicht auf halbem Weg mit einem Platten liegenbleibt, wie es uns passiert ist. So kamen die Kinder noch mal zum Baden. Steffi durfte als Frau natürlich nicht. Machte sie aber trotzdem, als keiner kuckte. Es gibt nah dem Hauptstrand ein abgeteiltes Stück Strand, wo Frauen fern von Männerblicken sogar oben ohne baden können.DSC_7992

Zum Glück hatte unser erster Taxifahrer uns seine Nummer gegeben, so dass zwei von uns mit Rädern im Auto zurückfahren konnten. Die Reifenreparatur mussten wir natürlich auch bezahlen.DSC_8063

Und am nächsten Tag war Weihnachten! Geschenke gab es nur kleine Sachen (Spielkonsole für die Hand, MP3-Player und Playmobil).

Kish ist eine zollfreie Zone und die Stadt ist vollgestopft mit mehrstöckigen Passagen, in denen man alles, was Dubai auch zu bieten hat, kaufen kann. Die Preise sind dennoch nicht besonders günstig, das Essen vor allem ist etwa doppelt so teuer wie in Tehran. Das Weihnachtsessen bestand leider statt aus Ente mit Maronen aus Hähnchenkebab.

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Am nächsten Tag nutzten wir die Dienste unseres Fahrers noch mal, um die Insel komplett zu umrunden und uns das vor Jahrzehnten gestrandete griechische Schiff anzuschauenDSC_8078

und die alten Bäume in Baghu zu besichtigen.DSC_8110

Gebaut wird eine Hotelanlage neben der nächsten, die Stützen für die Deckenschalung bestehen wie vor 50 Jahren aus Baumstämmen.DSC_8134

Im Hafen von Bandar-e Lengeh wurde uns nochmal deutlich, dass wir ganz nah an Saudi-Arabien sind, die Menschen sind deutlich dunkler als im Norden Irans.DSC_8166DSC_8162DSC_8168

Schön war es schon, aber nochmal müssen wir nicht nach Kish. Es ist uns einfach zu künstlich und zu kommerziell.DSC_8175

 13. Januar 2011  Add comments

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muss sein

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