Feb 072016
 

Das Chinese New Year 2016 (CNY) des Affen dauert vom 8. Februar 2016 bis zum 28. Januar 2017.
Chinese New Year
Das hängt zur Zeit an vielen Bushaltestellen. Da weiß man schon, was in den nächsten Tagen hier abgeht.

Das chinesische Neujahr (Chinesisches Frühlingsfest), das größte und wichtigste Familienfest in China, richtet sich nach dem chinesischen traditionellen Bauernkalender. Es beginnt mit dem neuen Mond des ersten Monats des neuen Jahres. Obwohl in China inzwischen offiziell auch der gregorianische Kalender gilt, wird das Neujahrsfest immer noch nach dem Mondkalender und als traditionelles chinesisches Fest gefeiert. Offiziell gibt es drei freie Tage für die Bevölkerung, die Feierlichkeiten dauern bis zum 15. Tag des neuen Jahres und enden mit dem Laternenfest.
Man lässt Fenster und Türen offen, um das Glück während des Festes herein zu lassen und lässt die Lichter in der Nacht brennen, um dem Glück den Weg ins Haus zu leuchten und böse Geister abzuschrecken. Unglück vermeidet man, indem keine neue Schuhe während der Neujahrestage gekauft werden, denn das Wort Schuh (鞋子, Xiézi) ist dem Wort für schlecht, böse und ungesund (邪, Xié) sehr ähnlich. Die Haare während der Festlichkeiten zu schneiden bringt ebenfalls Unglück, da das Wort Haar (髮 / 发, Fà) und das Wort Glück (發 / 发, Fā) dasselbe ist und man sich dieses wegschneiden würde.
Der Lion Dance (oftmals fälschlicherweise auch als Drachen-Tanz bezeichnet) gilt als glücksbringendes Ritual – wohlhabende Familien oder auch zunehmend Firmen engagieren solche Artisten.
Millionen von Chinesen reisen für die Festtage zurück in ihre Heimatdörfer zu ihren Familien und Verwandten. Es ist jährlich weltweit auch wegen der hohen Anzahl an auswärtigen Arbeitern die größte Völkerwanderung. Keine Feier lähmt ein Land dermaßen, wie China es mit den Neujahrsfeierlichkeiten erlebt.
Mit den privaten und öffentlichen Transportmitteln, vor allem den Zügen, werden über 1,5 Milliarden Einzelreisen während der Festtage registriert.
Hierfür nehmen sie meist ihren gesamten Jahresurlaub in Anspruch, um mindestens zwei Wochen im Kreis der Familie zu verbringen. Während dieser Zeit gibt es zusätzlich drei offizielle Feiertage. Das Neujahrsfest wird durch bestimmte Bräuche und Rituale zelebriert und dauert ohne die Vorbereitungsphase 15 Tage.

Die Vorbereitung
Bereits einige Zeit vor dem tatsächlichen Jahreswechsel beginnen im gesamten Land die Vorbereitungen für die 15-tägige Neujahrsfeier. dabei wird das ganze Haus traditionsgemäß gesäubert und geschmückt. Zur Dekoration und während der gesamten Zeremonie dominiert die Farbe rot. Diese steht in China für „Glück und Wohlstand“. Des Weiteren werden die Wände der Wohnungen mit dem chinesischen Zeichen „Glück“ bemalt.
Chinese New Year
Lange Spruchbänder schmücken die Wohnungen. Diese werden meist umgedreht an die Türen gehangen, da das chinesische Wort „dao“ sowohl umdrehen als auch ankommen bedeutet. Trotz der kalten Temperaturen in dieser Jahreszeit werden alle Türen und Fenster offen gelassen, um das „Glück herein zu lassen“. Auch wird in den Tagen zuvor neue Kleidung eingekauft, zum Friseur gegangen und einiges erneuert, um das Alte von dem vergangenen Jahr hinter sich zu lassen.
Ein weiteres Ritual ist die Opferung von süßem Reis an den Küchengott. Der Legende nach verlässt dieser eine Woche vor dem Jahreswechsel das Haus, um dem Himmel die Geschehnisse aus dem vergangenen Jahr zu berichten. Dabei soll der geopferte, süße Reis für positive Nachrichten sorgen.
Chinese New Year
Auch im Himmel dominiert die Farbe Rot.

Der Vorabend / Die Neujahrsnacht
Am Vorabend des Neujahrfestes versammeln sich mehrere Generationen der Familie, meist bei dem Familienältesten, in der Wohnung. Dabei findet vorerst ein gemeinsames Festessen statt bei dem traditionell Hühnchen und Fisch serviert wird. Die Kinder bekommen an diesem Abend Geldgeschenke in roten Umschlägen. Nach dem Essen sitzt man gemeinsam in einer geselligen Runde. Bereits ab 23.00 Uhr wird dann das Haus verlassen, um das vergangene Jahr hinaus zu tragen. Anschließend geht man wieder zurück ins Haus und öffnet Fenster und Türen. Somit soll das Glück des neuen Jahres hinein gelangen.
Ab 23.00 Uhr beginnt das Feuerwerk und dauert bis spät in die Nacht an. Dabei wird mit viel Lärm und Krach das neue Jahr gefeiert. Nach dem Feuerwerk geht man zurück nach Hause, um die letzte Nacht des Jahres durch zu wachen. Eine schlaflose Neujahrsnacht beschert den Eltern ein langes Leben. Dabei wird jede Ecke des Hauses mit Lichtern beleuchtet, um Dämonen keine Zuflucht zu gewähren.

Der Neujahrstag
Der erste Tag im neuen Jahr (chinesisch: Zhēngyuè Chūyī) wird im Kreis der Familie des Mannes gefeiert. Dabei wird am Morgen der gegenseitige Neujahressegen ausgetauscht. Anschließend bekommen nun die unverheirateten Familienmitglieder Geldgeschenke in roten Umschlägen. Nach dem gemeinsamen Essen folgt die Respekterweisung und das Gedenken an die Vorahnen. Dies geschieht je nach Ethnie durch bestimmte Zeremonien und Verbrennung von Räucherstäbchen vor einer Ahnentafel.

Der zweite Tag
An dem zweiten Tag wird die Familie der Frau besucht. Erneut findet ein gemeinsames Festessen statt. Zusätzlich gilt der Tag als Geburtstag der Hunde. Somit wird hier dem Hund als Haustier viel Aufmerksamkeit zugesprochen.
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Der dritte und vierte Tag
Die darauf folgenden zwei Tage werden mit Besuchen von entfernten Verwandten und Bekannten verbracht. Da es bei solchen Zusammenkünften von Großfamilien häufig zu Auseinandersetzungen kommen kann, nennt man diesen Tag auch „Chìkou“ (= „freier Mund“, „Streit“).
Ist jedoch in einer Familie ein Angehöriger verstorben, so muss der Besuch für drei Jahre entfallen. Somit erweist das chinesische Volk den gebührenden Respekt gegenüber den Toten. Anstelle werden die Gedenkstätten und Gräber der Verstorbenen aufgesucht.

Der fünfte Tag
Am fünften Tag wird häufig in Nordchina der Morgen mit „Jiaozi“ (=Maultaschen) zum Frühstück begonnen. Des Weiteren widmet man sich an diesem Tag dem chinesischen Gott „Caischen“, welcher für Wohlstand steht. Dabei handelt es sich um einen ursprünglichen Volkshelden, der später zu einem Gott berufen wurde.

Der sechste und achte Tag
An diesen beiden Tagen handelt es sich um Ruhetage.

Der siebte Tag
„Jedermanns Geburtstag“ (chinesisch: „Rénrì“). So nennt man den siebten Tag nach Neujahr. Hintergrund hierfür ist, dass früher in China auf individuelle Geburtstage kein Wert gelegt wurde. Somit sah man an diesem Tag das Altern von allen, um ein Jahr. Dies gab den Bauern die Möglichkeit zu feiern.
Heute tritt durch den modernen Wandel der individuelle Geburtstag in den Vordergrund, wodurch der Tag nicht mehr ausgiebig gefeiert wird.

Der neunte Tag
Am neunten Tag wird der „Jadekönig des Himmels“ (chinesisch: „Tiāngōng“) angebetet. In einem Ritual mit Räucherstäbchen wird vorrangig um Glück und Geld gebeten.

Der zehnte bis zwölfte Tag
In den letzten Tagen vor dem abschließenden Laternenfest finden die Feierlichkeiten allmählich ein Ende. Hauptsächlich werden enge Freunde und Verwandte zum Abendessen eingeladen oder ausgeführt. Anschließend lässt man den Abend mit Gesellschaftsspielen wie „Mah-Jiang“ oder Schach abklingen.

Der dreizehnte und vierzehnte Tag
Diese beiden Tage werden für die Vorbereitung des anstehenden Laternenfestes genutzt.
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Der fünfzehnte Tag
Am letzten Tag des chinesischen Neujahrfestes wird das Laternenfest (chinesisch: „Yuánxiāojié“) gefeiert. Dabei werden gemeinsam Laternen gebastelt und meist mit Tierkreiszeichen, Pflanzen, Fabelwesen, symbolhaftigen Tieren, Rätseln, etc. bemalt. Sie bestehen häufig aus lackiertem Holz, Papier, Horn, Pergament und Perlmutt. Die aufwändig gefertigten Laternen werden vor die Häuser und Höfe gehängt. Auch wird an diesem Tag „Tangyuan“ gegessen. Das sind Klößchen aus klebrigem Reismehl mit einer süßen Füllung. Die Familien gehen anschließend gemeinsam durch die Straßen und bewundern das Lichtspektakel. Zudem versuchen sie die aufgemalten Rätsel zu entziffern, da ihnen ein Geschenk von dem Besitzer zusteht.
Symbolisch steht die Laterne in China für die Hoffnung auf bessere Zeiten, Erfolg und Glück.
Nach dem Laternenfest endet die 15-tägige Neujahrsfeier in China.

Die Legende vom Ursprung des Neujahrfestes
Bis heute ist nicht bekannt, wann das erste Neujahrfest gefeiert wurde. Geht man jedoch der Legende nach, hat die Feier ihren Ursprung im Sieg über das Ungeheuer „Nian“.
Diese besagt, dass das Monster Nian im Meer lebte. Äußerlich ähnelte sein Kopf einem Löwen und sein Körper einem Stier. Nian war so stark, dass nur durch sein Gebrüll die Erde anfing zu beben. Ernährt hat es sich sowohl von Tieren als auch von Menschen.
Eines Tages als das Ungeheuer im Meer keine Nahrung mehr fand, kam es in die naheliegenden Dörfer. Die Menschen versperrten alle Türen und Fenster, vertrieben alle Schafe und Rinder und flohen tief in die Berge.
Irgendwann bemerkten die Einwohner, dass sich Nian vor drei Sachen fürchtete: der Farbe rot, Feuer und Krach. Somit entschlossen sie sich, das Monster zu vertreiben, indem man es erschrak. Die Menschen hingen ein Brett aus Pfirsichholz an ihre Haustüren,man entzündete Feuer vor dem Haus und machte viel Lärm.
Als sich Nian eines Nachts wieder an das Dorf näherte, sah es die Farbe, das Feuer und vernahm den Krach. Es erschrak und floh zurück ins Meer. Fortan wurde es nie wieder gesehen.
Zum Andenken feierte man jedes Jahr zur gleichen Zeit ein Fest, welches sich zu dem heutigen chinesischen Neujahr-, Frühlingsfest entwickelte.
(Zum größten Teil aus dem Internet zusammengeklauter Text, leicht fehlerkorrigiert und gekürzt)

 7. Februar 2016  Add comments

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muss sein

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