Okt 072018
 

Das Schöne an den Ferien ist, dass man mit seinen Kindern Zeit verbringen kann. Solveigh kam von selbst auf die Idee, eine Busreise zu machen. Die Spezial-8 (特8) fährt einmal den ganzen 3. Ring entlang und das Gute daran ist, dass es ein Doppeldecker-Bus ist. Man kann oben ganz vorn sitzen und sieht so in fast 2 Stunden Fahrzeit eine ganze Menge von der Stadt. Es wird vor allem im Südwesten viel gebaut. Im letzten Jahr wurden hier heruntergekommene Hutongs abgerissen, jetzt wird aufgebaut.
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Als wir am Fernsehturm vorbei kamen, verfielen wir auf die Idee, ihn uns von Nahem anzusehen. In all den Jahren war ich zwar öfter dran vorbeigefahren, hatte mich aber nicht in direkte Nähe begeben. Am Fuß des Turmes ist ein Aquarium mit Pinguinen und Seelöwen. Teuer (120RMB) und Tierquälerei, so sagen viele.
to the top
Für 90 RMB kommt man hoch, für 268 RMB bekommt man mittags Lunch und die Fahrt nach oben. Wir kauften normale Eintrittskarten und hofften, dass er nicht umkippt, während wir oben sind. Eine deutliche Beule im Beton konnten wir von unten bereits ausmachen. Ich glaube aber, das ist beim Bau bereits falsch gelaufen.
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tower
Bei 238 m hält der Fahrstuhl an. Obwohl es unten kaum windig war, war es oben recht ungemütlich.
HOLLYWOOD_SMQ2
Aber der Blick ist atemberaubend. Noch mal ein ganzes Stück besser als vom Gipfel des Duftberges. Von unserem Haus kann man den Turm nicht sehen, also konnten wir auch nur Häuser in unserer Nähe ausmachen.
BJ_view_tvtower
Auf dem Gitter sind entfernte Ziele in Kilometer und Richtung angegeben. Bis nach Köln sind es 11210 km, das stelle man sich mal vor. Wir wohnen sogar noch mal 12 km weiter weg.
kolner dom
Der Blick auf den vor allem im Frühling wunderschönen YuYuanTan-Park.
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Auf der nach Westen gelegenen Seite steht ein Schrei-Instruument: Wer hier hineinruft, soll glücklich werden, sagt das Schild.
schrei
Bei Solveigh klappte es 100%.
happy SMQ
Ein Stockwerk tiefer gibt es verschiedene Attraktionen, die mit dem Fernsehen zu tun haben (alles kostet Geld). Man kann sich als Moderator im Fernsehstudio fotografieren lassen. Oder mit VR-Brille gefährliche Situationen erleben.
smoke weed ecerydaY
Man erfährt in 226m auch, wo man sich befindet. Finde ich lustig.
You are here
Am Ein-/Ausgang zeigen einem zwei Drachen den Weg.
Drache
Von unserer Stadtrundfahrt der letzte Eindruck.
toyhouse

 7. Oktober 2018  Kommentare deaktiviert für Noch ´ne freie Sicht
Okt 062018
 

In dieser Golden Week, den Tagen um den Nationalfeiertag, wenn die meisten Chinesen (und wir auch) frei haben, haben wir wunderbare Sonnenaufgänge und spektakulär blauen Himmel. Die Luftverschmutzungswerte liegen zwischen erträglich und minimal.
Mittwoch sind Steffi und ich ganz gutgläubig in die Bahn gestiegen, weil wir den mit 27 Grad schönen Tag auf den Duftbergen verbringen wollten. Da es inzwischen eine Metro-Haltestation gibt, dachte ich, es wäre eine gute Idee, die Bahn zu benutzen. Leider dachten das gefühlt 100.000-e von Chinesen ebenfalls. In Bagou muss man die Station verlassen und in die Überlandbahn umsteigen. Dort waren Schlangen von Menschen im Zickzack vor den Toren aufgefädelt. Alles gut organisiert mit etlichen Ordnern.
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Wir wollten schon zurück, aber das hätte auch Wartezeit bedeutet. Ein gerufener Taxifahrer weigerte sich, uns zu fahren – zu viel Stau. Steffi erinnerte sich an die Erzählung einer Kollegin, die an ähnlichem Tag das gleiche vorgehabt hatte. Sie kam wegen Stau zu spät an den Duftbergen an, kehrte um und stand dann noch mal Stunden auf der Rückfahrt im Stau fest. Dank Metro waren wir trotz Anstehen zwei Stunden nach Losfahren am Ziel.
Im Park fanden wir nach links weg schnell eine Wanderstrecke ohne Treppen, die relativ wenig belaufen wurde und trotzdem einen schönen Blick auf das Tal und Peking bot. Die meisten Leute wandern wohl Richtung Sessellift und lassen sich hochbringen oder laufen parallel dazu nach oben.
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Da wollten wir hin.
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Und je höher wir kamen, desto besser wurde die Sicht.
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Blick auf den Sommerpalast.
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Der Sommerpalast und das Olympiazentrum in einer Linie.
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Hier der Überblick über die ganze Stadt. Wer es in ganzer Pracht sehen will, muss bei flickr (klick aufs Bild) den download-Button bedienen. (20.000 x 1.600 Pixel, 6,5 MB)
Pano_Beijing_s
Trotz der Menschenmassen ist es erhebend, die Stadt so vor einem ausgebreitet zu sehen. Kein Wunder, dass alle hierher wollten.
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Zeit für Selfies.
selfie
Der Aufstieg macht hungrig. Zum Glück kann man oben Bechersuppe kaufen. Heißwasser gibt es umsonst, auch wenn man seine eigene mitbringt.
yummy tuetensuppe
Süßigkeiten werden rumgereicht.
tanghu2
Die Anstrengung macht natürlich auch müde.
vater und sohn2
Regeneration mal anders:
vater und sohn
Solche Bäume stehen ganz viele rum.
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Am Ende hatten wir in der Bahn noch eine weitere Begegnung mit Chinesen. Diese drei Damen hatten einen aufregenden Tag gehabt, Kaulquappen gefunden und in ihrer Flasche mitgenommen.
eine Kaulquappe!
Ein toller Tag.
fuxk off

 6. Oktober 2018  No Responses »
Sep 292018
 

Alle Leute sagen: Heute ist Smog. Schlimm!
Keiner sagt: Gestern war Smog. Heute ist alles wieder gut.
Apropos: Der Bürgermeister von Peking will in 4 Jahren Peking smogfrei haben. Was auch immer smogfrei in seinen Augen bedeutet. Trotz allem:
Gestern:
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Heute:
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Auch heute:
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 29. September 2018  No Responses »
Sep 282018
 

Eines meiner Projekte ist jetzt endlich fertig geworden.
Seit einiger Zeit sah man an Pfosten, Bänken und vor allem Gehsteigen im Stadtbild immer mal wieder Aufkleber, die sowohl Frauenfotos als auch Telefonnummern zierten.
Die Haltbarkeit solcher Klebewerke war nie besonders lang. Manchmal kann der Straßenreiniger was dagegen ausrichten, aber ich glaube, die haben sich angesichts der Mengen an Aufklebern irgendwann geweigert, sie abzukratzen. Da die Dinger aus Papier sind, erledigt sich das Problem nach einer Weile von selbst. Regen, den wir hier selten haben, wäre natürlich dem Reinigungsvorgang noch weiter zuträglich.
Aufkleber

Aufkleber

Aufkleber3

Daher hat man sich entschlossen, kurzerhand das unerwünschte Machwerk in Gehsteigfarbe überzupinseln.
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Irgendwann nach Wochen sieht man nicht mehr die Werbung an sich, denn auch unter der Farbe wischen sich die Papiere mit der Zeit fort.
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Schätzungsweise seit einem Jahr lagen an stark frequentierten Plätzen dann Visitenkarten aus. Die wurden meist von 2 Personen wie Hänsel und Gretel beiläufig während der Fahrt vom e-Roller abgeworfen.
Ich nehme an, dass es sich um wirkliche „Visiten“karten handelt, die Damen kommen bei Anruf zu einem nach Hause.
Als alter Sammler und Jäger hat sich bei mir eine schöne Sammlung zusammengefunden, die ich hier gerne ausstelle.
Ein bisschen musste ich an die StarWars-Karten meines Sohnes denken, die irgendwann so wertvoll waren, dass er sie ohne Verlust wieder verkaufen konnte.
Daher auch der Blog-Titel. Meine sind allerdings unverkäuflich;-)

Das letzte Kärtchen habe ich erst vor ein paar Tagen gefunden, und es scheint so zu sein, dass es entweder streng bestraft wird, oder die Visitenkarten sind ausgegangen.
Jedenfalls lagen lange keine mehr auf der Straße.
Der Anfang war ja noch ganz harmlos und ich finde nicht, dass es nicht jugendfrei wäre (immerhin haben die Damen ihr Höschen noch an und ein Nipplegate kommt auch nicht vor); trotzdem:
Wenn jemand nackte Tatsachen nicht gut vertragen kann, möge er bitte nicht weiterlesenkucken.
Den anderen viel Vergnügen!

Das erste Bild ist die Vorderseite, das darauf folgende die Rückseite usw.
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 28. September 2018  No Responses »
Sep 242018
 

Es ist ja in Deutschland nicht viel anders: Nahezu niemand geht noch in den Laden, um etwas zu kaufen; eher wählt man gemütlich am Computer die Wunschware und lässt sie sich nach Hause liefern. Die meisten brauchen noch nicht einmal mehr einen Computer, sondern macht das übers Smartfon. Das kann statt auf dem Sofa auch irgendwo sein.
pause
metro
Wir sind ja selber keine Heiligen, sondern fragen unseren Sohn auch oft, ob er dies oder jenes bestellen kann. Viele Sachen bekommt man ja schon gar nicht mehr in Geschäften. Also liegen auch bei uns vor der Tür Päckchen rum oder es klopft immer mal wieder und jemand ruft „KuaiDi!“, was soviel heißt wie Expresslieferung.
Wie kommen die Pakete denn nur zu uns? Schon in 2015 gab es bei uns gegenüber einen Laden, an dem Pakete angeliefert wurden und den Bürgersteig verstopften. Im Zuge der Verschönerung Pekings gibt es den nicht mehr.
Pakete
Schöner ist es in dieser Beziehung nicht geworden, denn die zunehmende Anzahl von Paketen soll ja trotzdem zugestellt werden. Also werden weitere Gehwege gefunden, auf denen man seine Lieferungen sortiert oder der Kunde sie gar entgegennehmen kann.
Zum Beispiel vor dem Kempinski.
paketdienst
Oder in der Nähe der Verbotenen Stadt:
PANO-PAKETE
Unter Brücken ist es nicht so heiß.
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Alles wird mit Dreirädern befördert, die so gefährlich für uns Radfahrer sind, weil die Fahrer nämlich auch dauernd auf ihr Handy starren und die Aufbauten scharfkantig sind. Ich möchte nie mit so einem zusammenstoßen. Die Fahrer stehen unter einem wahnsinnigen Druck, weil es ja kuaidi heißt und nicht mandi, Langsamlieferung.
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Hier ein paar Bilder von vor der Zentralen Kunstakademie. Denn die Studenten wollen ja auch beliefert werden, wohnen aber auf dem Campus oder haben hier nur einen Arbeitsraum.
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 24. September 2018  No Responses »
Sep 172018
 

Wenn andere richtig wichtige Dinge zu erledigen haben, zieht es uns am Wochenende zum Wandern in die umliegende Bergwelt.
wedding

Am vergangenen Wochenende waren wir im Gebiet um Miyun. Am ebenso benannten Stausee wurden wir in einer 6 Leute zählenden Reisegruppe aus den Taxen entlassen und liefen ca. 7 Stunden den einen Berg hoch, durchs Tal auf den nächsten Berg, von dort fast immer auf der verfallenen Mauer mit noch nicht ganz verfallenen Türmen entlang zurück ins Dorf, wo wir gestartet sind.
SQ-mauer

15 km, 750 Höhenmeter Unterschied. Meine Beine schmerzen 2 Tage danach noch immer wie Wackelpudding, falls ihr versteht, was ich meine.
Start und Ziel:
hund

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Zum Glück war es bedeckt; auch wenn man viel unter einem Blätterdach unterwegs ist, ist es doch im Sommer schnell zu heiß.
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Solche Bäume hab ich vorher noch nie gesehen.
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Und Gottesanbeterinnen kommen auch nicht so oft in meinem Leben vor.
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Die Wege wurden von Olaf, unserem ortskundigen Anführer freigemacht, denn der Pfad war voller Spinnengewebe.
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Auf der ganzen Tour haben wir außer uns selbst niemanden getroffen. Die Route ist von Vorwanderern mit bunten Bändern oder auf Äste gesteckte Plasikflaschen gekennzeichnet, trotzdem würde ich mich nicht alleine hierher wagen.
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Vermutlich kann man nicht wirklich verloren gehen, aber wenn der Vordermann weg ist und keinen Krach macht, weiß man oft nicht, welchen Pfad man gehen soll. Der Blick von oben war gigantisch, da die Luft sehr sauber war.
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Kurz vorm Ziel wurden Esskastanien, Datteln und Walnüsse verkauft.
datteln

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Das Tollste war, dass wir im Anschluss an die Anstrengung im See baden konnten. Das ist gar nicht so selbstverständlich, da das Miyun Reservoir Trinkwasser für die Stadt bereitstellt. Aber es ist ja auch nicht der Hauptstausee, in dem wir geschwommen sind. Und ich hab nicht reingepinkelt, Ehrenwort!
Pano Yuemengshan08see

Und zum Abschluss gab es Grillfisch und Lachs-Sashimi!
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Ich kann jedem, der einigermaßen zu Fuß ist, empfehlen, eine Wanderung in den Bergen um Peking zu machen. Egal wie das Wetter ist, es ist immer etwas Besonderes. Bei Sonne und guter Luft ist es natürlich am Besondersten…
yunmengshan

pano01 - Miyun Reservoir

 17. September 2018  No Responses »
Aug 282018
 

So schlimm die Veränderungen in unserer Wahlheimat auch sind, so resistent sind die Chinesen doch in Bezug auf ihre Gewohnheiten.
Die meisten kleinen Straßenrestaurants, in denen wir so gern gegessen haben, sind verschwunden. Manche Dienstleister wie Schuster, Schlüsseldienst oder Fahrradmonteur sind noch an ihrem Platz, haben aber ihre Schlechtwetterausstattung eingebüßt. Ein Regen-/Sonnenschirm ist scheinbar das einzige, was noch geduldet wird.
Aber die fliegenden Händler, die schnell Reißaus nehmen können, wenn die Obrigkeit anrückt, sind wieder da.
Streetfood
Beliebt sind weiterhin Pfannkuchen mit Füllung oder Bratnudelgerichte.
streetfood
Wenn man sie findet, kann man für 13 Kuai = 1,60€ eine sättigende Mahlzeit bekommen. Unsere Kinder waren ja von den Preisen für außerhalb von Supermärkten gekaufte Softdrinks und Fastfood sowieso entsetzt.

Es ist noch immer so warm, dass man froh ist, sich in der Mittagshitze zurückziehen zu können und ein Nickerchen zu machen.
Im Decathlon, dem Fitnessartikeldiscounter, sind alle Zelte besetzt gewesen. Hier ist man sogar AC-verwöhnt. (Air-Conditioning)
Samstag im Decathlon
Aber es geht eigentlich fast überall, wo eine Fläche rumliegt. Wenn man noch einen Bordstein findet, um so besser, dann muss man kein Kopfkissen mitbringen. Und ich finde angesichts der Smartphone-Flut beruhigend, dass noch echte Zeitungen gelesen werden.
ZEITUNG
Der Parkwächter an unserem Wohngebiet hat es sich gemütlich eingerichtet. Oft sitzt er da mit Freunden und spielt Karten oder trinkt Tee. Gemessen daran, dass die Arbeit bestimmt nicht gut bezahlt wird, ist es für ihn ganz kommodig.
PARKWAECHTER

 28. August 2018  No Responses »
Aug 242018
 

Natürlicherweise haben wir Menschen alle die gleichen Bedürfnisse, aber die Ausführung unterscheidet sich doch teilweise ganz erheblich.
Hocktoiletten werden von Frauen allgemein als hygienischer empfunden, was sicher auch richtig ist. Kontaktloses Bezahlen kommt ja daher auch immer mehr in Mode.
Ich versuche zu vermeiden, mein großes Geschäft auf öffentlichen Toiletten zu erledigen, aber pinkeln ist normal kein Problem – Pissoirs gibt es fast überall. Auch da muss mann nicht andocken.
Hutong-Klo

Wer eine schwache Blase hat, braucht in China überhaupt keine Angst zu haben, mal nicht rechtzeitig zum Örtchen zu kommen, es gibt buchstäblich an jeder Straßenecke eines.
Klo

Zu Hause versehen manche Chinesen vor allem für die kalte Jahreszeit die Toilette mit Schonbezügen. Wir haben noch keinen montiert.
Klopolster
Geschweige denn gekauft.
klobrille

In Deutschland hilft man mit aufgedruckten Fliegen oder Fußballtoren nach, um die Zielgenauigkeit zu erhöhen.
tor!!

Hier in China habe ich wirklich fantasievoll gestaltete Toiletten gesehen. Meine liebste ist in der Guijie, sie ist von außen komplett verspiegelt, so dass Frauen sich die Lippen auf der Straße nachziehen können.
Klo ChaoYangMenLu

Schön ist auch der Toilettenschlauch im 798.
Klo

In Deutschland kommt man auf so fantasievolle Klopapiernamen wie „Happy End“ (bei Penny erhältlich), in China ist der Gebrauch entweder des Englischen oder des Zellstoffs nicht so geläufig. Merkwürdig, dass meine Kamera auf diesem Foto ein Gesicht erkannt haben wollte.
Klopapier

In Deutschland rühmt man sich, möglichst keine Bäume für die Herstellung von Papier zu verwenden, der Zellstoff hier in China ist aus 100% Holz.
Ich will mich nicht als Besserwisser aufspielen, immerhin sind die Deutschen die größten Plastikverbraucher pro Kopf, aber muss man denn Bäume fällen, um sich den Hintern zu wischen?

 24. August 2018  2 Responses »
Mai 222018
 

Heute mal lauter überwiegend einfarbige Bilder.
Fangen wir mit rot an. Übergangsmode (Winter—> Frühling) Die Mode in China hebt sich deutlich von der in Europa ab. Ich finds gut.
fur shoes

Das ist zwar nicht überwiegend rot, aber sonst kriegten wir das kleinste Aquarium der Welt schießlich nicht zu sehen.
the smallest aquarium

Im Schnapsladen. (Nicht dass ich da oft bin)
Smoke
Noch mehr Rauch im YongHeGong Lama Tempel.
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Ausstellung im CAFAM, dem Museum der Kunstakademie, meinem liebsten Museum in Beijing.
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Das TianAnMen bekommt neue Lichter.
Pano_TianAnMen

Gehen wir mal zu blau.
Vor ein paar Tagen war hier hauptsächlich Gelb zu sehen..
Blue4

Blue1

Der Nio EP9, neue Automarke aus China.
NIO_ep9

Im Watercube.
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Am Watercube.
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Im Hutong.
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Beijing + blau = Himmelstempel
TianTan-Sonne-Gegenlicht

Die Käfigvögel werden regelmäßig ins Grün gebracht:
cages

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Am Flughafen ist alle abgeholzte Fläche mit grünen Netzen abgedeckt, damit die Erosion nicht zu stark ist.
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Gold darf nicht fehlen (Buddha aus Shanghai):
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Howgh! Der Fotograf hat gesprochen.
Der Photograph

 22. Mai 2018  No Responses »
Mai 022018
 

Die Toten Hosen werden in Beijing spielen! Auf einem Festival, das an der Mauer stattfindet!
Steffi und ich hatten sie vor mehr als 20 Jahren in der Alsterdorfer Sporthalle gesehen. Der Ton war schlecht abgemischt und alle Jugendlichen vor uns waren einen Kopf größer als ich (lt. Pass 1 Meter 84)
Leider haben sie sich den wohl einzigen Tag in diesem Monat ausgesucht, an dem es kalt ist und durchgehend regnet. Sollte es also wieder so ein Reinfall werden?
Nicht, dass es nicht beeindruckend gewesen war. Wir freuten uns mal vorsichtshalber darauf, zumal wir es mit einem Haufen netter Menschen erleben durften.
campino
Wir kamen an, als die erste Band bereits begonnen hatte und mussten noch warten, da wir VIP-Armbänder zu bekommen hatten.
In der Zwischenzeit gaben sie Plastiktütenmäntel an uns aus, die wir bis dahin dem Wetterbericht geglaubt hatten, dass es besser wird.
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Als wir um die Ecke auf das Gelände kamen, fanden wir ein Gelände vor, das vielleicht 20.000 Leute bequem verkraften kann. Letztlich waren nachher nur 1.000 gekommen.
Wie man mit der Besucherzahl bei einem Preis von etwa 70 Euro pro Karte ein Festival dieser Qualität ausrichten kann, ist mir ein Rätsel. Allein die Reise der Hosen dürfte soviel gekostet haben. Na, wie Campino beim Konzert sagte, sie hätten 30 Jahre gebraucht, um endlich hier spielen zu dürfen; da haben sie vielleicht Geld mitgebracht.
Landschaftlich sehr schön gelegen, aber weil die Wolken so tief hingen, war die Mauer von Badaling nur einmal kurz bei der Anfahrt zu sehen gewesen.
Pano-YuGong-YiShan
Macht nix, die Musik entschädigte voll dafür.
Die anderen Bands kannten wir allesamt nicht, aber gefallen haben sie uns alle.
Außer den Toten Hosen (D) spielten Tortoise (USA), Mouse on the Keys (JP), The Notwist(D), ReTros (CN).
Bevor die Hosen an die Reihe kamen, waren hauptsächlich Chinesen auf dem Gelände. Alle mit guter Laune.
Das Gelände war voll mit Sicherheitskräften, die den Sicherheitsgraben vom VIP-Bereich zur „normalen“ Wiese absperrten. Aber selbst die genossen, dort sein zu dürfen.
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pano_zaun
Es hatte sogar jemand ein Regencape aus Wacken dabei!
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Buddha
Nach und nach wurde alles durchnässter, aber die Laune sank nicht.
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Manch einer schaffte es, nicht vermatscht zu sein.
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Und mit der Dunkelheit kam der vermeintliche Hauptact. Der Sound war besser als in Hamburg und besser gesehen haben wir auch dank VIP-Bereich.
Die Toten Hosen in China
Es war wirklich schön.
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Der Schluss war so, wie Konzerte in China immer ablaufen. Zur festgesetzten Zeit werden alle höflich gebeten, zu gehen, wir setzten uns in den Bus und fuhren in die Stadt zurück. Kein Stress, aber auch kein Zögern. Organisieren können die Chinesen.

 2. Mai 2018  1 Response »