Apr 092018
 

Eine der schönsten, wenn nicht die schönste Ausstellung (O-Ton Steffi), die wir jemals gesehen haben, ist die seit Ende März bis August zu sehende Ausstellung von Werken Olafur Eliassons im Red Brick Museum. 2 der Exponate hatte ich vor etwa 2 Jahren schon mal gesehen, aber jetzt sind noch mal einige Kunstwerke dazugekommen. Und die Location ist wie gemacht, seine Installationen in rechtem Licht zu zeigen. Das ist nicht ganz richtig formuliert, denn das richtige Licht bringt Eliasson meistens gleich mit. Die Werke spielen mit Wasser, Licht und Farbe auf eine Art, wie man sie selten zu sehen bekommt. Alles ist relativ technisch, aber geheimnisvoll zugleich und die Elemente, die man auf Island zu sehen erwartet, sind hier bestens präsentiert und verwandelt. Die einfache und effektvolle Architektur des Museums komplettiert den Eindruck.
red-brick
Eliasson in Beijing
Gleich im ersten Raum ist ein ca. 10 Meter messender Halbkreis, der unter einem Spiegel in 7 Metern Höhe hängt. Von innen strahlt ein Lichtband und taucht den ganzen Raum in ein schwer zu ertragendes oranges Licht. Mein etwas ungenaues Panorama des Raums gibt den Eindruck nur schlecht wider.
Eliasson in Beijing
Kugeln, die teilweise überkopf spiegeln, Wände aus Regen, der so fein ist, dass man glaubt, so etwas noch nie erlebt zu haben (selbst in Norddeutschland nicht), Schattentheater in einem runden Riesenraum und mehr. Ich kann es nur empfehlen. Bis 25. August 2018. Leider ist es relativ teuer: 160 RMB für Erwachsene und 120 RMB für Schüler. Auch am ersten Donnerstag im Monat ist nicht wie üblich freier Eintritt.
red-ball
Eliasson in Beijing
Eliasson in Beijing
Eliasson in Beijing
Eliasson in Beijing
Eliasson in Beijing

 9. April 2018  No Responses »
Apr 072018
 

Wer weiß schon, wo ZhangJiaJie ist? Der Ort in Hunan gibt dem Park, dessen Landschaft dem Avatar-Film als Inspiration diente, seinen Namen. Der Park an sich heißt WuLingYuan. Im Ort gleichen Namens hatten wir uns eingemietet.
avatar
Für 4 Tage bezahlt man ein relativ hohes Eintrittsgeld (etwa 40 €), darf dafür aber auch die Busse im Park benutzen.
welcome
Was man hauptsächlich sehen möchte, sind die spektakulären Ausblicke von oben. Dort muss man erstmal hinkommen, wofür es verschiedene Möglichkeiten gibt: per Kabinenseilbahn, per Aufzug oder man wandert stundenlang bergauf. Die strombetriebenen Wege sind natürlich extra zu bezahlen und mit 10 € pro Richtung auch nicht ganz billig.
Pano_WulingYuan_16
Ach ja, man kann sich auch von 2 Trägern wie ein Kaiser in Bambusstühlen hochbringen lassen:
traeger01
Wir hatten super Wetter, nicht zu kalt, nicht zu warm, die Sicht war ganz ok.
Martje hatte uns zu der Reise geraten; sie war auf der Klassenfahrt schon hier gewesen und hatte die gegenüberliegenden Berge vor lauter Nebel nicht sehen können.
Pano_WulingYuan_06_wide
Pano_WulingYuan_03
Pano_Photograph_2
top-view
Im Fahrstuhl, der einen in einer Minute die knapp 300 m nach oben bringt:
mobiles-fahrstuhl
Der Fahrstuhl in der APP:
fahrstuhlsmartphone
Der Ausblick von oben, wenn man ein so hübsches Mädchen dabei hat.
smq_wulingyuan
Damit die Berge nicht zusammenbrechen, haben die Chinesen an den entsprechenden Stellen kleine Stöcke zur Abstützung angebracht. Ganz schön schlau!
stock

Rat befolgen: Do watch! Da wang!
do-watch
Wenn man genug von der Natur an sich gesehen hat, kann man das auch auf im Park verteilten Bildschirmen tun ;-))
Pano_WulingYuan_14

 7. April 2018  Kommentare deaktiviert für ZhangJiaJie oder so – Avatarberge
Feb 272018
 

während des chinesischem Neujahr sind wir noch nie woanders als in Beijing geblieben. Es ist ruhig, fast gespenstisch, aber dort, wo Touristen normalerweise hingehen, sind noch mal mehr Chinesen als während der Wochenenden.
CNY
Auf den Märkten wurde vorher noch mal eingekauft, was das Zeugs hält. Schließlich will niemand darben müssen, wenn die meisten Geschäfte geschlossen haben, weil alle in ihre Heimat fahren, um die Familien zu besuchen. Leider schließt auch unser Obst- und Gemüsemarkt für mehr als eine Woche.
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Manche Sachen gibt es nur in dieser Jahreszeit wie dieses Gebäck.
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Auch Glückssymbole bekommt man nicht das ganze Jahr über.
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Bevor man für einen Monat sich nicht mehr die Haare schneiden lassen soll, geht man auf dem Rückweg noch schnell beim Putzer vorbei.
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Und in den Hutongs ist es ganz normal, sich noch mal schnell die Zähne auf der Straße zu putzen.
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Neue Autos und Möbel werden besonders häufig zum Neujahr angeschafft.
neues auto
Und die Kinder bekommen alle reichlich Geschenke. Normalerweise Geld. Aber auch die Erwachsenen gehen nicht leer aus. Es ist ein bisschen wie ein 13. Monatsgehalt. Jeder Angestellte bekommt von seiner Firma einen Hongbao = Rotes Paket, ein Umschlag mit Geld. Wir haben den Guards an der Haustür und unserer Putzhilfe ebenfalls etwas zugesteckt. Jetzt sind alle noch zuvorkommender, hab ich das Gefühl.
ballons
Dann hängt der Himmel voller Lampions.
lampions2
lampions

 27. Februar 2018  Kommentare deaktiviert für Chinese New Year 2018 revisited
Feb 232018
 

In den Chinese-New-Year-(CNY)-Ferien in China unterwegs zu sein, heißt was zu erleben.
Man trifft lauter andere Touristen mit asiatischen Gesichtszügen, die ihr Leben bereichert sehen, wenn sie abends ihren Freunden einen Ausländer, den sie getroffen haben, zeigen können. Da spiele ich gerne mit, weil ich ja auch gerne Freunden die Menschen zeige, die ich getroffen habe.
Dies ist einer der Straßenkehrer vor dem Tor der Verbotenen Stadt.
Der Straßenfeger und ich
Der Musicman.
Music
Typische chinesische Familie.
Ausflugsbekanntschaft
Was gibt es dorthin zu winken?
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Die beiden sind ihrer Mama beim Verkaufen behilflich.
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Die Wache der Verbotenen Stadt lüftet ihre Stiefel.
stiefel
Der Sohn vom Offizier der Garde der Verbotenen Stadt fährt auf dem Trainingsplatz mit seinem offenen Porsche Streife. (Mama hat die Fernbedienung.)
KLEINER PRINZ
Manchmal hat man ein Bedürfnis. Kinder dürfen dann.
Männeken Pis
Für die meisten Menschen ist es etwas ganz Besonderes, Peking zu sehen.
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Im Jahr des Hundes kann man auch im Winterschlafanzug gehen.
Schlafanzug vor der Verbotenen Stadt
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HCNY
Kind im Fahrradkorb.
im-Fahrradkorb
Gut Nacht!

 23. Februar 2018  No Responses »
Feb 212018
 

Nun, da Steffi während der Chinesischen Neujahrsferien in Deutschland ist und die Kinder nicht den ganzen Tag vor den amerikanischen Serien hängen oder über den Schulbüchern zusammenbrechen sollen, entschließen wir uns zu einem Ausflug nach TianJin. Dort hat u. a. das weltberühmte niederländische Architekturbüro MRDRV in einer Rekordzeit von 3 Jahren eine öffentliche Bücherei gebaut, die ihresgleichen sucht. Die Bilder im Internet sind spektakulär und wir erwarten ein eiförmiges Raumschiff, das in der nur etwa 120 km entfernten 12Millionenstadt Tianjin gelandet ist. Weit gefehlt.
Aber der Reihe nach.
Um 6 Uhr stehen wir auf, um rechtzeitig an der U-Bahn zu sein.
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In etwa einer halben Stunde sind wir dann am Südbahnhof, wo wir Karten für den nächsten Zug kaufen. Hier waren wir schon einmal nach Qingdao losgefahren.
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Normalerweise muss man immer lange im Voraus buchen und bekommt oft trotzdem nur schwer Fahrkarten, aber nach TianJin ist es einfach. Die Züge fahren im Halb- bis Viertelstundentakt. Eine Karte einfache Fahrt kostet 55 RMB.
Bis wir im Zug sitzen, ist es trotzdem nach Neun Uhr, denn wir müssen wie immer auf Bahnhöfen durch die Große Sicherheitskontrolle. Eine halbe Stunde später haben wir die 120 km bereits hinter uns gebracht. Es ist schon toll, mit 300 Stundenkilometern durch die Landschaft zu rasen.
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TianJin ist ein aufstrebendes Millionenstädtchen, angeblich nach nach BJ, Shanghai und GuangZhou (schon mal gehört?) die viertgrößte Stadt Chinas, was die Stadtbewohnerzahl betrifft. Etwas mehr als 12 Mio. Wir streifen erst durch die Innenstadt, die noch aus der Zeit um 1900 einige europäische Bauten aufweist Niederländer, Engländer, Franzosen, Deutsche, Österreich-Ungarn haben hier ihre Konzessionen gehabt und ganze Viertel aufgebaut.
Das Touristeninformationszentrum lassen wir aus.
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Andere Touristen genießen die kulinarischen Spezialitäten TianJins. Pfannkuchen.
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Oder gedämpften Nachtisch.
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Tianjin Waterfront
TianJin hat einen Fluss und ist unweit des Meeres. Eine Bootsfahrt findet aus Klimagründen nicht statt.
Wir haben im Internet natürlich vorab recherchiert, wie man zu der im November 2017 eröffneten Bibliothek kommt, fanden aber nur lapidar die Ortsangabe „in Tianjin“.
Taxifahrer winken ab – zu weit. Passanten helfen, schließlich fahren wir mit DiDi, dem Ruftaxidienst für 100 RMB die 45 km nach Binhai. In dieser zu TJ gehörenden Trabantenstadt liegt etwas abseits das TianJin BeiHai New Area Cultural Center.
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Unter einem gemeinsamen Dach sind 5 Häuser in ebensolcher Geschwindigkeit errichtet worden wie unser Anziehungspunkt. Häuser ist ein schwaches Wort für die gewaltigen Hallen, in denen Kunstmuseen, Veranstaltungszentren und Kinos untergebracht sind.
So sieht es von der Nicht-Eingangsseite aus.
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10.000 Besucher sollen pro Tag kommen und einen Blick werfen. Die Schlange am Eingang bestätigt diese Zahl.
Nach 20 Minuten sind wir auch am Eingang und werden aufgefordert, erstmal unsere Kameras wegzuschließen. Fotografieren nicht erlaubt. Außer mit Handys natürlich.
Tianjin binhai library by MVRDV
Die Bücher an den Stellen, wo man offensichtlich nicht hinkommt, sind auf Alu gedruckte Attrappen. Die Architekkten hatten vorgesehen, dass man von hinten an die Objekte der Begierde gelangt, aber irgendwelche (Sicherheits-)Bedenken haben wohl verhindert, dass man so Zugriff erlangt.
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Tianjin binhai library by MVRDV
Die Leseräume und angrenzenden Bücherregalräume sind noch etwas leer.
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Aber überall sieht man vor allem Familien, die ihren Kindern den Wert des gedruckten Buchs zeigen.
Die Zeit schreitet nunmal voran und so findet man solche und andere Medienkonsumenten.
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 21. Februar 2018  Kommentare deaktiviert für Bücherei von TianJin
Dez 122017
 

Heute war ich wieder auf dem Kleidermarkt. Kurz vor Weihnachten, wegen Geschenken. Es war kalt, den ganzen Tag unter Null, teils zweistellig.
Auf der ersten Brücke hinter der U-Bahnstation sitzt immer ein Bettler ohne Arme. Der Arme muss wohl mal in ein furchtbares Feuer geraten sein, denn auch am Hals und im Gesicht hat er diese typischen Vernarbungen. Im Sommer hat es mich nicht sehr gewundert, aber heute saß er wieder mit freiem Oberkörper da, vermutlich um mehr Mitleid erregen zu können. Meines hat er auch so.
Bettler ohne Arme

Um die Mittagszeit gibt es trotz des Radikalschlags zur Vertreibung der Nicht-Pekinger, genug fliegende Händler, um satt werden zu können.
Zuckerwaren
Suesskartoffeln
Maronen

Immer wieder erstaunlich, wie die gepackten Klamotten transportiert werden.
Kleidertransport

Man kann allerdings auch seine alte Kleidung reparieren lassen.
Dahongmen
Oder seine Schuhe.
Dahongmen

Vom Nachhauseweg:
Liangmaqiao

 12. Dezember 2017  No Responses »
Dez 112017
 

Im Winter wird es ja in Beijing richtig kalt. Immerhin erreichen die Temperaturen nicht oft minus 20 Grad, so dass wir durchaus gerne das Haus verlassen. Smog hin oder her, meistens ist das Wetter gut, die Luft riecht mäßig nach Kohle.
Was kann man denn nun in Peking machen, wenn es kalt ist? Immerhin ist die Straße das Zuhause der Chinesen.
Als erstes fällt mir da ein: Shoppen gehen. Damit die Hände nicht so kalt werden, wenn man die Mall betritt, werden Samtpolster an die Griffe geklettet. Sehr zuvorkommend.
Leck mich nicht
An nicht ganz so exquisiten Märkten sind gar nicht erst Türen, die man öffnen muss. Vorhänge aus Plastik wehren im Sommer Fliegen ab, im Winter kommen Steppdecken dazu. Sie sind aus dem Material, aus dem auch die Mäntel der Guards und Wertstoffsammler sind. Ein einziger Mantel wiegt 3 Kilo.
Markteingang
Wenn es gut läuft, findet sich ein Outfit, das nicht nur oberflächlich zusammenpasst.
Rot
Und wenn es noch dazu gut aussieht, soll es die ganze Welt wissen.
Selfie
Manchmal reicht Kleidung nicht, dann muss auch ein Windschutz noch sein.
Windschutz
Ich bin ja nicht so für die Haute Couture, mir liegen Schrauben mehr.
Schrauben
Unser Compound bereitet sich auf die Brandgefahr vor.
Feuerlöscher
Ich gehe noch mal auf den Markt in TuanJieHu, wo ein Uhrmacher sitzt, der keine Arme hat. Am 31.12. schließt dieser Markt mit 4 Hallen, weil auch er im Zuge der Beautification weichen muss. Der Uhrmacher weiß noch nicht, wohin er ausweichen muss. Als ich mit ihm sprach, war er noch ganz gut gelaunt.
Uhrmacher ohne Arme
Uhrmacher ohne Arme
Oder man geht ins Warme, z.B. ins Red Brick Museum, wo gerade Andres Serrano, einem US-Amerikanischen Fotografen mit großartigen Serien ausstellt. Seine Chinesen in traditionellen Hochzeitskleidern fand ich jetz nicht so dolle, aber die Bilder von Obdachlosen oder die religiösen Bilder waren sehr sehenswert. Die Hängung ist jedenfalls super.
Serrano
Das Museum ist auf jeden Fall eine Taxifahrt wert.
Redbrickmuseum
Und heute scheint die Sonne mal wieder ganz besonders schön auf die Gräser am LiangMaHe, was zu einem Spaziergang einlädt.
graeser am liangmahe4

 11. Dezember 2017  Kommentare deaktiviert für Was man im Winter in BJ tun kann
Nov 162017
 

Raucher
Das Wetter und vor allem die Luftreinheit am letzten Wochenende waren herrlich und Steffi hatte Geschäftsbesuch ihrer Kollegen aus der Ostasienregion. Perfekter Tag für einen Ausflug zur Mauer. Sogar Martje wollte mit. Eigentlich wollten wir nach Jingshanling, wo wir vorletztes Jahr schon mal bis Simatai gewandert waren. Leider ist dieser Abschnitt nicht geöffnet. Auf Anraten des Fahrers ließen wir uns nach JianKou bringen. Dort waren wir noch nicht, also konnten alle überrascht werden. Am kleinen Parkplatz sahen wir, dass auch dies keine offizielle Route ist.
nicht öffentlich
Der Aufstieg geht auf einem kleinen steilen Pfad an lauter Gestrüpp entlang.
Strauchwerk in JianKou2
Jiankou Unterholz2
Es gab auch farbiges Strauchwerk.
Jiankou Unterholz
Man kann schon sehen, dass es Freude macht, mal in die Natur zu verschwinden. Bis man etwas anderes als Gebüsch sieht, dauert etwa eine Stunde Aufstieg.
MJQ
Von hier präsentierte sich die Mauer in bestem Licht.
Mond über JianKou
Ein bisschen noch, dann lehnt eine Holzleiter an Der Mauer. Eventuell soll man pro Person 5 RMB Leiterbenutzungsgebühr zahlen, aber es war kein Eintreiber dort. Trotz Wochenende war es nicht voll, so dass es sich wohl nicht lohnt, in der Kälte auf zahlende Kunden zu warten.
Aufgang JianKou
Dann wurde das Laufen einfacher. Aber trotzdem hatte ich am Ende einen Muskelkater, der sich gewaschen hat. Noch heute, 5 Tage nach dem Ausflug, spüre ich meine Waden schmerzhaft. Dabei bin ich nicht einmal hier hochgelaufen, sondern habe die Abkürzung benutzt.
JianKou Mauer
JianKou Mauer
JianKou Mauer
Turm X
So sah es auf der Mauer aus. Mit ein bisschen Arbeit in Photoshop (bzw. Affinity Photo) kann man erkennen, dass die Bäume noch Farbe haben.
Winter
Herbst
Es ist teilweise sehr steil.
Steil
Abstieg nach Mutianyu
Je näher wir MuTianYu kommen, desto mehr Personen begegnen uns. Hier ist die Stelle, an der es für von MuTianYu Kommende nicht weitergeht. Außer, wenn man das zugemauerte Tor umklettert.
Grenze
Zeit für Selfies.
Selfiezeit
Beziehungsweise Helfies.
X1002068JU
Zurückblickend kann man sich freuen, was man geleistet hat.
Kuck mal
Am Ende landet man in MutianYu, wo man entweder eine Seilbahnkapsel oder eine Rutsche besteigen kann, um nach unten zu kommen. Ein Stück davon kann man auch in einer Rikscha befördert werden.
Mutianyu
Oder Laufen. Das dauerte noch mal eine halbe Stunde. Am Ende kann man im Burger King oder anderen Restaurants was essen. Davon gibt es kein Bild.

 16. November 2017  No Responses »
Nov 062017
 

So sieht es aus, wenn die Geschäfte abgerissen sind, die Inhaber aber weiter Geschäfte machen müssen.
XP2J0129
Auch hier wird abgerissen, aber daneben muss der frisch geerntete Kohl verkauft werden.
kohl
Höchstwahrscheinlich ist dies ein Kohlgericht:
parkwächtermittag
Die Art, Kinder zu tragen, ist in China vielfältig; viele tragen sie vor dem Bauch auf einer umgeschnallten Plattform, manche stecken sie ins Körbchen.
Ayi und Sunzi
korb
Ein kleiner Rückblick auf den Sommer:
popo

 6. November 2017  No Responses »
Okt 312017
 

Als Künstler muss es einen mit großer Freude erfüllen, wenn über 500 Jahre alte Druckwerke von Albrecht Dürer öffentlich in Beijing zu sehen sind. Ganz öffentlich zwar nicht, denn die Bilder hängen im Atrium der Residenz des Botschafters, sozusagen in seinem erweitertem Wohnzimmer. Diese Räume werden häufig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zuletzt sind wir dort gelustwandelt, als die Feier zum Tag der Deutschen Einheit begangen wurde. Für uns mit der Deutschen Schule Verbundenen hatte es noch größere Anziehungskraft, weil in der Kunst-AG der 3. und 4. Klassen, die unsere Freundin Carola als Kunstlehrerin betreut hatte, fast monumentale Gemälde entstanden waren, die dort einem größeren Publikum vorgestellt wurden.
Botschaft
Botschaft

Ich hatte Glück, über Beziehungen für die Dürer-Ausstellung eine Einladung zu bekommen.
Außer mir kamen noch mehr Leute mit Hunger und Durst Rang und Namen. Man hatte „sündhaft teure“ Intercom-Geräte ausgegeben, um die jeweils in unbekannter Sprache gehaltenen Reden verfolgen zu können. Man bat vor den Reden darum, die Mickeymäuse aufzusetzen, erst danach würden Rettungsringe und Schwimmwesten ausgegeben. Na dann.
Botschaft
Der Botschafter Michael Clauß und Frau Daniela:
Botschaft
Die Sammlerin Annabel Yang und der Kurator Thomas Eller:
Botschaft
Die Kunstwerke :
Botschaft
Botschaft
Die meisten der ausgestellten Drucke waren nicht größer als Postkarten. Dafür von einer außergewöhnlichen Qualität, sprich Detailreichtum. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es wirklich wie beworben Holzschnitt-Drucke sind, dazu sind sie einfach zu fein. Aber wer weiß. Ich wollte den Kurator noch fragen, aber dann war er zu beschäftigt. Und schließlich gab es Essen, was ich gar nicht erwartet hatte, was mich aber freute, weil es grad Zeit fürs Abendbrot war.
Vertreibung aus dem Paradies:
Botschaft
Es gab nicht Hasenbraten, wie bei Dürers vermutet, sondern Pekingente.
Botschaft
Und andere feine Speisen.
Botschaft
Die Ausstellung ist erst ein Teil einer größeren Ausstellung, bei der auch chinesische zeitgenössische Künstler ausgestellt werden sollen. Einer hatte einen recht großen Druck, der einen Jungbrunnen darstellen sollte, beigesteuert. Das war das einzige Bild eines anderen Künstlers. Es war im Stile von Lucas Cranach als digital art gestaltet.

An der notwendigen Zusammenstellung der Kunstwerke für die große Ausstellung arbeite man noch; ein Flyer wurde trotzdem schon mal verteilt. Dieser in zwei Sprachen, Englisch und Chinesisch. Warum nicht auch in Deutsch, zumal das Goethe-Institut und die Deutsche Botschaft Haupt-Sponsoren sind und die Sammlerin angab, Deutsch gelernt zu haben?

Ich habe daraus gelernt: Alle kochen nur mit Wasser. Und das, bevor alles gar ist.
Und: Kunst alleine zieht noch keine Massen an. Nur wenn es auch Essen gibt.

Ein Dank gilt dem Botschafter/Frau und der Deutschen Botschaft Peking. Für Kunst und Essen.

 31. Oktober 2017  No Responses »