Jun 032014
 


Bei meinem letzten Ausflug zieht mich ein Stand mit Kügelchen magnetisch an, die ich noch nie gesehen habe. Ein kleines Bild verrät auch einem nicht Schriftzeichenkundigen, dass es sich um Schildkröteneier handelt. Wahrscheinlich schmecken sie nicht mal besonders gut. Im Internet kursieren verschieden Meinungen und im Restaurant habe ich diese Spezialität noch nie gesehen.
Was wir aber regelmäßig sehen, ist das hier:

Sojabohnen und Erdnüsse, in Salzwasser eingelegt werden zum Knabbern beim Bier gereicht, damit man nicht so leicht besoffen wird. Oder als Vorspeise, wobei eine Reihenfolge gibt es eigentlich nicht. Der Nachtisch kann schon mal als Erstes kommen und der Salat zum Schluss. Wenn Essen auf dem Tisch steht, wird gegessen.

Äpfel sind kaum noch gute zu bekommen, mein Apfelhändler (denn auf dem Markt hat jeder nur eine oder zwei Obst- oder Gemüsesorten) verkauft jetzt Aprikosen. Mango haben Saison und Kirschen.
Oder diese leckersaftigen Kugeln, die ziemlich sauer sind und einen Kern wie von Kirschen in der Mitte haben.

Oder Lychee-Früchte, die man so in Deutschland noch nie gegessen hat. Leider ist das nichts für unterwegs, weil einem hinterher die Finger verklebt sind vor lauter Fruchtzucker.

Also was das Essen angeht, können wir uns wirklich nicht beschweren.

Hier gibt es vielleicht diese Fische, von Heerscharen von Köchen zubereitet. Bevor die Kunden kommen, gibt es wie auch beim Frisör eine Einweisung vom Chef.

Ich esse trotzdem lieber hier. Wenn wir aus dem Fenster schauen können wir sehen, ob noch ein Platz frei ist. Tagsüber ist alles fein zusammengeräumt und die „Restaurant“-Betreiber passen vom Zelt aus auf, dass nichts gestohlen wird.

Dass man Lebensmittel nicht immer essen muss, preisen gerade immer wieder Raspelverkäufer an, die manchmal sogar selber die Gurken im Gesicht tragen. Für die Haut soll es ja ein Jungbrunnen sein.

 3. Juni 2014  No Responses »
Mai 082014
 

Jeden Morgen bekommen meine Kinder und Steffi ein Pausenbrot mit in die Schule. Brot nicht wirklich, das wurde nicht oft gegessen. Je nachdem, was saisonal angeboten wird, sind die Basics meist die selben: Apfel, Karotte, Gurke. Übrigens ist hier mein dank mitgebrachtem Roggenmehl, das es in China nicht gibt, selbstgebackenes Schwarzbrot zu sehen. Pausenbrot

In der Schule gibt es die Mensa, in der immer 3 Gerichte angeboten werden. Das Essen ist nicht schlecht, aber wie Mensa-Futter eben so ist. Die europäischen Gerichte sind nicht immer gut, weil die Köche Chinesen sind, aber das lokale Essen ist meist sehr schmackhaft.

Meine Lieblingsspeise on the Road ist, auch wegen des wärmer werdenden Wetters, LiangPi, das ich an fahrenden Straßenständen für 5 bis 7 Kuai bekomme: Nudelplatten, die am Stand in Streifen geschnitten werden, eine Sesampaste, wer mag Chilisoße, Gurkenschnipsel, Stücke von aus Soya hergestelltem Brot und etwas Essig werden gemischt und in Plastikschalen mit Stäbchen gereicht. Alles kalt und sehr erfrischend.LiangPi

 8. Mai 2014  No Responses »
Mrz 052014
 

Mehr als eine Stunde Fahr(rad)zeit entfernt ist ein Tempel, der offenbar für die Religion nicht mehr gebraucht wird. In den Häusern sind Shops untergebracht und auf der Freifläche bieten Händler ihre antiken und auch nicht so alten Habseligkeiten zum Kauf an. Ich wär ja nicht so bald dahin gefahren, hätte Sandra von der Fotogruppe diese Örtlichkeit nicht entdeckt und uns nahegebracht.

Er hier spricht ein bisschen Englisch und wich uns eine Weile nicht von der Pelle.L1058173

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Die blauen Dinger an seinen Ärmchen sind Ärmelschoner. Häufig sieht man Leute, die auf der Straße arbeiten müssen, damit. Wer kann sich schon leisten, den Mantel oder das Jäckchen immerzu waschen zu lassen? Abends wird der Überzug abgemacht und alles ist (fast) noch wie neu.L1058182_1

„Bevor das Spiel verkauft wird, spielen wir noch schnell ne Runde.“ Muss ein tolles Spiel sein, wenn es von hunderttausenden Menschen jeden Tag gespielt wird, oder? Im Ernst, ich wollte eines dieser chinesischen Schachspiele kaufen, aber die Steine sollten umgerechnet 100 € kosten. Ich finde bestimmt noch welche für 10 € in unserem ZuoJiaZhuang-Markt um die Ecke. Oder ich druck mir erstmal Steine Papiere aus und lern die Regeln.L1058190_1

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Überhaupt sind die meisten Sachen schwer überteuert, aber ein paar Hinstellchen ergattere ich doch. Diese Minikürbisse für 5 ¥ das Stück sind Handschmeichler und Glücksbringer in einem:L1058193_1

Mao und MickeyMouse können gut nebeneinander koexistieren.L1058195_1

Mao ist in diesem Tempel überall zu sehen. Ob er sich als Atheist und Religionsabschaffer vorgestellt hat, mal in einem Tempel als Vollpfosten ausgestellt zu werden?L1058200_1

Ernsthaft kaufen Leute diese Scherben. Wer weiß, welche Qing-, Ming- oder Ling-Dynastie mit diesem Ding anfing, mag einen Wert darin sehen. Ich habe zum Glück keine Ahnung davon.L1058202_1

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Das Rote Buch ganz oft und die einzige Schallplatte (wahrscheinlich die Nationalhymne).L1058220_1

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Und zum Mittag gibt es Bratnudeln mit Spinat. Dies ist der Nachbarstand, an dem es Essen in Styroporboxen zum Mitnehmen gibt.L1058233_1

Unser Essen kommt auf Tellern. Wie an vielen Ständen, die keine Möglichkeit zum Abwaschen des Geschirrs haben, ist der Teller in eine Plastiktüte eingepackt. Die wird dann einfach weggeschmissen und der Teller kann vom Nächsten benutzt werden.L1058242_2

 5. März 2014  No Responses »
Mrz 032014
 

Alles Rote bringt hierzulande Glück. Und merkwürdigerweise ist gerade Erdbeerzeit. Ich weiß nicht, wo sie herkommen, aber sie sind wohl aus China. Wer sonst würde sich die Mühe machen, sie nach Himmelsrichtungen auszurichten und so auf dem Markt feilzubieten? Sie sind sogar sehr schmackhaft. Ich erinnere mich noch gut an unser letztes Jahr in Iran, wo an der Straße chinesische Erdbeeren angeboten wurden und uns abgeraten wurde, zuzuschlagen, denn sie seien mit Cadmium versetzt, um so schön rot zu werden. Die, die wir kaufen, sind so mittelrot. Ich glaube aber nicht, dass wir Gefahr laufen, leuchtende Beispiele von chinesischer Lebensmittelvergiftung zu werden. Well, one never knows. X1000595

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 3. März 2014  No Responses »
Nov 202013
 

Seit einigen Tagen freue ich mich bereits auf den Kochkurs, für den ich mich vor 2 Wochen angemeldet habe. Er wird ausgerichtet in einem umgebauten Häuschen in einem Hutong, das sind die kleinen Viertel mit meist eingeschossigen Gebäuden, die um einen kleinen Hof gruppiert sind. Die Lokalität heißt entsprechend.DSCF3427

Von der Dachterrasse aus bekommt man einen guten Eindruck von der Gedrängtheit der Häuser, in den Gassen kann man für eine Weile verloren gehen und eine bestimmte Adresse ist nur mit guter Ortsbeschreibung zu finden.DSCF3420

Pano Hutong

Auch einige andere Deutsche wollen chinesisch kochen lernen. Weil wir nicht überpünktlich kommen, werden Ingrid und ich in die internationale Gruppe gesteckt. Sophia aus der Mongolei, unser chef, spricht ein breites Amerikanisch. Sie erklärt uns die fünf Geschmacksrichtungen, von heißen und kalten Zutaten, bringt uns bei, wie wir fingerkuppenfreundlich mit dem Großen Hackemesser kleine Schnipsel aus Karotte und Sellerie machen, und rührt um, wenn es bei uns nicht schnell genug geht. Mein Ziel ist, mal für meine Familie chinesisch zu kochen, ohne dass jemand mit Stäbchen im Essen rührt und mäkelt.

Die Speisekarte: Schmorhuhn mit Shiitakepilzen und Karotten, Lilienknospen mit Sellerie und gebratene Glasnudeln nach Sechuan-Art.DSCF3397

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Das Essen schmeckt super. Die Verdauungsfahrt bringt uns an den Beihai-See, in den selbst bei winterlichen Temperaturen um die 6 Grad noch Unerschrockene gleiten und 10 Minuten ihre Runden drehen. Ich hab meine Badehose vergessen, so´n Mist.DSCF3438

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Und wieder haben wir in Beijing Gegenden entdeckt, die es sich öfter zu besuchen lohnt.DSCF3443

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 20. November 2013  No Responses »
Okt 152013
 

Obwohl wir schon mehr als zwei Monat hier wohnen, haben wir erst vor kurzem die nahgelegene Markthalle für Obst, Gemüse und Haushaltswaren von jemandem gezeigt bekommen, der gar nicht in unserem Viertel wohnt. Am besten nimmt man Ohrstöpsel mit, denn es ist laut. Es wird noch einige Zeit dauern, bis wir all die geheimnisvollen Nüsse, Gemüsesorten, Obst und vor allem Gewürze kennen. Von traditionellen Heilmitteln gar nicht zu reden.DSCF8545

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Schon mal größere Radieschen gesehen?L1056435

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Am Doufu-Stand:DSCF8544

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Die Geldstapel im Vordergrund sind selbstverständlich nicht echt, statt Mao zieren Kaiser und Gelehrte das fast wertlose Papier, das gekauft wird, um bei Beerdigungen und Totenfesten verbrannt zu werden. Ich stelle mir vor, die Geister im Jenseits lassen sich von in Rauch aufgegangenen Blüten täuschen und verschaffen dem Verstorbenen ein angenehmes (Weiter-)Leben.L1056437

Ist ihr Sitz vielleicht aus weißem Porzellan?L1056436

Hier kaufte ich nach der unverbindlichen Teezeremonie den besten schwarzen Tee, den Herr Zhang hat, für umgerechnet 60 € pro Pfund:L1056424

Draußen vor der Halle wird Kleidung und Tand verkauft.L1056419

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 15. Oktober 2013  No Responses »
Sep 152013
 

Es ist doch komisch: Die Chinesen sind unglaublich auf Äußerlichkeiten aus, was ihr Zuhause angeht, alles soll möglichst keimfrei sein, schön und bei der Wahl ihrer Lebensmittel wird ein Eifer an den Tag gelegt, der seines Gleichen sucht.

Es muss ein Uniformierter vor dem Tore stehen, dann ist die chinesische Seele glücklich. Wir verstehen nicht, wie unser Soldat bei dem Job derart nett und freundlich bleiben kann. Es ist so sinnlos, dort zu stehen. Das Tor macht nämlich wieder jemand anderer auf. Aber wie sagt man so schön? Tatsache mit 4 Buchstaben: I-S-S-O!DSCF7923

Da ist übrigens aus Google maps mal ein Bild von unserem Building 1 und dem Dachboden. Das Viertelchen rechts oben, das um die Ecke geht, ist unser Pekinggarten. Dachterrasse

Es ist meistens schön ruhig dort oben, Straßenlärm ist als Rauschen zwar ständig zu vernehmen, aber lästig ist es nicht. Es gibt unangenehmere Straßengeräusche: An was weder die Kinder, noch weniger aber Steffi sich gewöhnen kann, sind die Geräusche beim Abhusten, die man ständig hört. Da wird hochgezogen, gehustet, geröchelt und schließlich gespuckt, dass es keine Freude ist. Steffi regt sich immer auf, woraufhin ich sage: „Das hat gar keinen Sinn, erstens versteht dich keiner, und zweitens versteht es auch keiner, selbst wenn sie es verstünden.“  Es ist nämlich egal, welche Altersstufe, welches Geschlecht, es machen alle. Die Älteren natürlich mehr, weil die Schleimproduktion größer ist. Vielleicht ist es sogar gesund, sein Rachensekret dauernd loszuwerden, aber eklig ist es schon. „Die sind da völlig hemmungslos!“ Aber die Straße ist des Chinesen Wohnzimmer, da kann er machen, was er will. Und ich auch.

Es kommt schon mal vor, dass genau da Reifen gewechselt werden, wo der Platten auftrat. Und wenn es an der Ampel ist. Die Heckklappe wird aufgemacht, ein paar Koffer als Warnrechteck hingestellt und dann wird der Wagen gehoben.  DSCF7776

Oben sieht es ganz gemütlich aus, aber unter dem Tisch knirschen die Füße über Erdnuss-Schalen und Hühnerknöchelchen. Es wird alles einfach fallen gelassen, schließlich sind überall orangebekittelte Müllfeger zu sehen, die den kleinsten Fitzel mit Dattelpalmbesen entsorgen.DSCF7916DSCF7917

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Nun gut, manchmal arbeiten sie auch nicht und schauen beim Spielen zu oder wagen selbst mal eine Karte.DSCF7985

Liebesäpfel, -weintrauben und -tomaten.DSCF7928

Letzte Woche war Smog. Wir trösten uns damit, dass irgendeine deutsche Firma (ich hörte Siemens) untersucht hat, wie der Lungenzustand vor und nach 3 Jahren Aufenthalt in Peking war: angeblich kein Unterschied. Mir haben auch schon mal die Augen getränt, aber ich kann bisher nicht beklagen, dass man den Dreck schmeckt. Vor einigen Jahren vor der Olympiade gab es nach Angaben von Alteingesessenen nur 2-3 Tage/Jahr, an denen man die umgebenden Berge sehen konnte. Wir hatten schon so oft Blick auf die Bergkämme, es mögen 8, 9 Tage gewesen sein. Also scheint die Luftverschmutzung insgesamt abzunehmen.

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Ob sie Stachel- oder Igelfrucht heißt – keine Ahnung. Das Stachelige drumherum ist hart wie Stein, innen ist eine furchtbar stinkende einen Kern umhüllende Fruchtmasse, die ganz anders schmeckt als der Gestank vermuten lässt.DSCF7982

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Hygiene wird in Peking groß geschrieben (Kloflausch zum Aufkleben):DSCF7992

Hier trainieren Kinder Fußball und feiern ihre Geburtstagsparties, wenn die Eltern es sich leisten können.DSCF7971

Und auch das ist Peking, unweit unserer Wohnung. DSCF7808

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Familienausflug:DSCF7972

 15. September 2013  No Responses »
Sep 082013
 

Es lässt sich nicht sagen, dass wir eine Alltagsroutine entwickelt hätten. Wir entdecken noch jeden Tag Neues, und auch Jan Ingmar, Solveigh und Martje haben Gefallen daran, die Gegend zu erkunden. In der Schule sind sie komplett integriert und auf der Welcome-Party vom ersten Moment an verschwunden, bis wir sie zum Ende der Veranstaltung per Mobile zu uns rufen müssen. Für uns alle wird die Schule zum Dreh- und Angelpunkt werden, denn hier finden Chinesisch- und Sport-Kurse und Kulturveranstaltungen für alle Interessierten statt. Das Gelände sollte mal die Deutsche Botschaft beherbergen und bietet Botschaftsmitarbeitern im gelben Gebäude Wohnraum, weshalb es wie exterritoriales Gelände behandelt wird. Und man spürt eine herzliche Atmosphäre unter allen Mitarbeitern und Besuchern. Hier ist Klein-Deutschland, ein (vielleicht sogar heileres) Stück Heimat. Jan Ingmar sagt: „Die Schule ist geil. Man wird sofort nett aufgenommen.“Pano_DSP Willkommen

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Die Schule geht an zwei Tagen für sie bis um 15:35, an den anderen Tagen haben sie noch bis um 13:10. In der nächsten Woche starten die AG´s, dann haben unsere Kinder an den meisten Nachmittagen bis halb vier etwas vor, manchmal auch später. Besonders Sport hat ihnen bisher gefehlt, obwohl es Sportunterricht gibt. Hoffentlich kommt unser Trampolin bald, damit es auf dem Dach aufgebaut werden kann.D7K_5973_1

Recht oft nutzen wir den Pool, der im Nachbargebäude umsonst von uns mitbenutzt werden darf. Ich habe mir angewöhnt, auf dem Laufband im Fitness-Studio, wenn es geht, täglich 20-25 min geradeaus zu laufen. Ein Park in der Nähe ist leider nicht vorhanden. Fast alle Parks nehmen Eintritt. Es kostet jedoch nicht viel, und man kann Jahreskarten für 10 € oder so kaufen. Ich habe auch gehört, dass die Rasenflächen in der Regel nicht betreten werden dürfen, wenn aber doch, dann nicht zum Spielen. Die Wege sind alle gepflastert, in Teheran war es sehr ähnlich.

Mit den Kindern haben wir ausgemacht, dass wir abwechselnd chinesisch und europäisch essen, wegen der Kosten hoffe ich aber, dass sie sich an die chinesische Kost gewöhnen. Wir entdecken immer wieder Früchte, die wir noch nie gegessen haben, zum Beispiel eine Pflaumenart, die etwa wie Apfel schmeckt, oder Unbekanntes, das Fleisch, Tofu oder Pilz sein kann. Wann wird endlich die Neugier überwiegen statt „Mag ich nicht!“, ohne am Essen auch nur gerochen zu haben? Sicher sieht vieles nicht appetitlich aus für unsere Augen. Und Hühnerfüße werde ich auch nicht so bald essen. Oder (Schild-)Kröte, Raupen und Schlange.

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 8. September 2013  No Responses »
Aug 252013
 

Auch wenn wir noch keine eigenen Töpfe haben und notdürftig mit den uns von der Schulpatengruppe zur Verfügung gestellten Küchendingen begnügen müssen, gehen wir doch eigentlich zu oft essen. Es schmeckt aber auch! Unsere Kinder, die bekanntlich in Deutschland schon krüsch waren, haben es hier noch schwerer und müssen sich erst langsam an die chinesische Kost gewöhnen.DSCF7273

Ich hoffe, das Mensa-Essen, bei dem auch immer ein lokales Gericht dabei ist, hilft den Kids, einen kosmopolitischen Geschmack zu entwickeln. Manchmal schmeckt es ihnen jetzt auch schon ohne Zwang.L1055854

Vor den besseren Restaurants, die wir uns auch nicht oft leisten können, stehen schick angezogene, manchmal befrackte Parkeinweiser, die den Cayenne oder Bentley in die Lücke weisen. Zum Antritt des Dienstes gibt es einen Appell, bei dem die Bediensteten auf 3000 Jahre Pekingente schwören müssen oder so. Sehr militärisch.L1055827_1

Übrigens erzählte eine chinesische Freundin, dass unter den fünf wichtigsten Wünschen der Deutschen ESSEN an erster Stelle steht. Auf der Liste der Chinesen ist essen gar nicht erwähnt, weil es so selbstverständlich ist, dass niemand sich vorstellen kann, es gäbe nichts. Das war mal anders, als unter Mao Millionen verhungert sind, weil auf dem Fünfjahresplan das Falsche stand.

Traditionell wird morgens eher deftig gegessen, was meine Marmeladenfrühstücke zur Ausnahme macht.DSCF7289

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Da wir gar nicht wissen, was wir bestellen, zeigen wir entweder auf die Teller der schmatzend und schlürfend Genießenden und deuten an, das gleiche zu wollen. Oder wir fragen nach der Bilderkarte, die manchmal auch an der Wand hängt und wählen von dort.L1055687_1

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Auf dem Teller links häufen sich kleingeschnittene Kartoffeln, die kurz mit Gemüseschnipseln frittiert werden: chinesische Pommes.L1055857_1

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Im Jiaozi=Maultaschen-Restaurant:DSCF7537

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Und zum Schluss ein Bild, das man sonst nie zu Gesicht bekommt: nach dem Essen, wenn die Teller leer sind.L1055858_1

 25. August 2013  No Responses »
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Am zweiten Abend geht es ins Pekingenten-Restaurant, von dem wir in Finnland schon gehört haben. Auf dem runden Tisch, an dem 14 Stühle dicht an dicht stehen, findet sich eine Glasplatte auf Kugellagern, so dass jeder sich die nach und nach kommenden Beilagenteller zu sich drehen kann. Kein Vergleich mit einem chinesischen Restaurant in Deutschland sei erlaubt. Auch nicht, was die Lautstärke angeht. Denn Chinesen lieben Lärm. Neben unserem Tisch schreit eine Kellnerin der anderen quer durch den Raum etwas zu, mit kreissägenheller Stimme. Die Ente wird aber nicht von den Kellnerinnnen gebracht, dafür ist einer der Köchen zuständig. Auf einem kleinen Wagen liegt sie bereit, um in feine Scheibchen zerteilt zu werden. Auch der Kopf wird in der Mitte durchgeschnitten und hübsch drapiert. Es wird eben alles verwertet, was das Tier zu bieten hat. Gedämpfte Brotfladen werden dann mit Beilagen, Entenstreifen und fermentierter, eingedickter Weizensoße gefüllt .

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Die Ente und der Koch

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Frittierte feinstgeschnittene Kartoffeln, chinesische Pommes eben

Der Weg zurück ins Botschaftsviertel, in dem unser Hotel und die Schule liegen, führt an einem Kanal entlang, in dem geangelt wird, und an dessen Ufer Chinesen laut klatschend ihre Fitnessübungen abwalken oder ihr Tai Qi Programm absolvieren.

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Gibt´s heut Fisch?

Essen ist gemessen an Deutschen Preisen günstig: für das Sattwerden in einer kleinen Garküche in einer Seitenstraße wird man etwa 2-3 Euro los, ein Getränk kostet noch mal 60 ct.

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Im Pekingentenrestaurant war es bestimmt teurer, aber mehr als 20 € muss man für die Delikatesse dort kaum zahlen. Und das ist weltberühmt!

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Straßengemüse

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Obst

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Teigtaschen

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Warum zu Hause kochen?

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Himmel

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Hölle – Please enjoy shopping

 4. Juni 2013  No Responses »