Feb 282013
 

Als ich vom Sport komme, erzählt Steffi, was sie im Internet über China gelesen hat. Da gibt es eine einfache Familie, deren Sohn unverschuldet einen Motorradunfall hatte, der ihn querschnittsgelähmt machte. Da das Schmerzensgeld  für den Krankenhausaufenthalt bereits aufgebraucht wurde, entschieden sich die Eltern, ihren Sohn nach Hause zu nehmen. Das Besondere daran ist, dass der gelähmte Junge nicht einmal mehr alleine atmen kann. Zwei Jahre beatmen die Eltern ihren Sohn mit einem Notfall-Luftspender, wie man sie im Rettungswagen findet. Ihre Hände verkrüppeln durch das Drücken auf diesen Beutel, bis sie eigentlich aus Schrotteilen eine Maschine bauen, die ihre Arbeit übernimmt. Das Schmieröl verpestet die Raumluft, die der Kranke einatmet, bis die Stromrechnung klarmacht, das die Eltern dafür kein Geld haben. Schließlich haben beide ihre Arbeit aufgegeben, um ihren Sohn pflegen zu können. Endlich erfährt die Öffentlichkeit von den Verhältnissen und ein Aufschrei geht durch China: Dass so etwas in unserem Land möglich ist, wo für alle für alles gesorgt sein soll.

Es findet sich ein Sponsor für eine neuentwickelte batteriebetriebene Beatmungsmaschine samt Stromkosten. Happy End. Happy End? Ein Leberkranker hat sich aus seiner Not heraus eine Blutreinigungsmaschine gebaut und macht seine Dialyse selbst. Da fallen wohl einige Menschen durch die Maschen des Sozialgefüges. Vielleicht gibt es das auch gar nicht mehr und alles ist vom Kapitammunismus hinweggespart worden.

 28. Februar 2013  No Responses »