Apr 022014
 

Mit Ingrid und ihrer angereisten Verwandtschaft darf ich bei hochherrschaftlichem Wetter zum Sommerpalast mitfahren, wo ich auch noch nicht gewesen bin, obwohl man ihn ganz einfach mit der U-Bahn erreichen kann. Ingrid ist ganz stolz, mit dem eigenen Auto, das sie erst seit etwa einer Woche haben, fahren zu können. Das ist natürlich ein schöner Luxus, den wir uns nicht leisten werden. Na, wer weiß. Um wenigstens mal ein Auto leihen zu können, mache ich ja jetzt den chinesischen Führerschein. Wie das geht, schreibe ich, wenn ich ihn bestehen sollte.

Um einen riesigen See herum angelegt liegt der Palast da, an den Berg herangebaut. Von ganz oben hat man einen schönen Blick über den See und Beijing.L1058574_CF

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Ganz besonders ist es, mit einem frisch zur Welt gekommenen Erdenbürger unterwegs zu sein. Dauernd muss man anhalten, weil jemand streicheln oder anfassen will und vielleicht ein Foto als Erinnerung. Hat mich sehr an unsere Erfahrung in Iran erinnert, auch wenn unsere nicht mehr so klein waren.

Es ist übrigens ganz modern, Brillen zu tragen, die keine Gläser haben. Modisches Accessoire eben. Ich frage mich, wann dieser Trend nach Europa kommt.L1058545_CF

Von so nah bekommt man die Dachreiter selten zu sehen. Nur Gebäude, die des Kaisers sind, dürfen alle 7 Figuren tragen, gewöhnliche Häuser müssen sich meist mit 5 oder 3 begnügen, wenn sie denn überhaupt welche haben. Auch die Hakenkreuze sieht man hier sehr schön.L1058530

Irgendwie kann ich diesmal nur Postkartenbilder machen, es ist alles so schön hier. Der Drache ist gegen das Angefasstwerden so begittert, Sonst wäre er wohl komplett blank gerieben. L1058526

Und hier haben wir noch mal einen Camouflage-Baum, es scheint also doch keine Neuzüchtung zu sein.L1058520

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Die Prinzessin war auch da.L1058512

 2. April 2014  No Responses »
Mrz 052014
 

Mehr als eine Stunde Fahr(rad)zeit entfernt ist ein Tempel, der offenbar für die Religion nicht mehr gebraucht wird. In den Häusern sind Shops untergebracht und auf der Freifläche bieten Händler ihre antiken und auch nicht so alten Habseligkeiten zum Kauf an. Ich wär ja nicht so bald dahin gefahren, hätte Sandra von der Fotogruppe diese Örtlichkeit nicht entdeckt und uns nahegebracht.

Er hier spricht ein bisschen Englisch und wich uns eine Weile nicht von der Pelle.L1058173

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Die blauen Dinger an seinen Ärmchen sind Ärmelschoner. Häufig sieht man Leute, die auf der Straße arbeiten müssen, damit. Wer kann sich schon leisten, den Mantel oder das Jäckchen immerzu waschen zu lassen? Abends wird der Überzug abgemacht und alles ist (fast) noch wie neu.L1058182_1

„Bevor das Spiel verkauft wird, spielen wir noch schnell ne Runde.“ Muss ein tolles Spiel sein, wenn es von hunderttausenden Menschen jeden Tag gespielt wird, oder? Im Ernst, ich wollte eines dieser chinesischen Schachspiele kaufen, aber die Steine sollten umgerechnet 100 € kosten. Ich finde bestimmt noch welche für 10 € in unserem ZuoJiaZhuang-Markt um die Ecke. Oder ich druck mir erstmal Steine Papiere aus und lern die Regeln.L1058190_1

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Überhaupt sind die meisten Sachen schwer überteuert, aber ein paar Hinstellchen ergattere ich doch. Diese Minikürbisse für 5 ¥ das Stück sind Handschmeichler und Glücksbringer in einem:L1058193_1

Mao und MickeyMouse können gut nebeneinander koexistieren.L1058195_1

Mao ist in diesem Tempel überall zu sehen. Ob er sich als Atheist und Religionsabschaffer vorgestellt hat, mal in einem Tempel als Vollpfosten ausgestellt zu werden?L1058200_1

Ernsthaft kaufen Leute diese Scherben. Wer weiß, welche Qing-, Ming- oder Ling-Dynastie mit diesem Ding anfing, mag einen Wert darin sehen. Ich habe zum Glück keine Ahnung davon.L1058202_1

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Das Rote Buch ganz oft und die einzige Schallplatte (wahrscheinlich die Nationalhymne).L1058220_1

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Und zum Mittag gibt es Bratnudeln mit Spinat. Dies ist der Nachbarstand, an dem es Essen in Styroporboxen zum Mitnehmen gibt.L1058233_1

Unser Essen kommt auf Tellern. Wie an vielen Ständen, die keine Möglichkeit zum Abwaschen des Geschirrs haben, ist der Teller in eine Plastiktüte eingepackt. Die wird dann einfach weggeschmissen und der Teller kann vom Nächsten benutzt werden.L1058242_2

 5. März 2014  No Responses »
Feb 102014
 

Kälte, strahlend blauer Himmel, Wochenende.

Wir waren bisher nur am Rande des angeblich größten Platzes der Welt. Mich interessiert die Fläche ja als Architekt und Dithmarscher gleichermaßen, denn als ich in Heide zur Schule ging, galt der Heider Marktplatz als der größte innerstädtische Platz Europas; als wir in Iran lebten, besuchten wir mehrere Male den Naghshe Jahan in Esfahan, der der zweitgrößte Platz der Welt sein soll. Und jetzt ist Beijjing dran. Um noch ein paar andere Superlative zu zitieren: Iran das Land mit den zweitmeisten Hinrichtungen weltweit, China die meisten. Wo sich Dithmarschen dabei unterbringen lässt, sei mal dahingestellt.

Wir reisen also mit Bus und der U-Bahn an, was eine dumme Idee war, weil es über eine Stunde länger als mit dem Fahrrad dauert. Immerhin frieren wir nicht. Um auf den Platz zu kommen, müssen wir einen Zollstationen ähnlichen Checkpoint ablaufen. Das ist uns aus der U-Bahn schon bekannt, denn jeder Metro-Eingang hat einen Röntgenapparat wie auf dem Flughafen. Ohne Sicherheitscheck keine Reise im Untergrund.L1057876

Ich bin jetzt mal faul und zitiere aus dem Bericht von Steffi von der Internetseite ihrer ehemaligen Schule:

„Nach dem Tod Maos wurde für seinen Leichnam auf dem Platz ein riesengroßes Mao-Soleum errichtet. So bebaut kann man die wahre Größe des 39,6 ha großen Platzes nicht ganz so wahrnehmen, wie ich es erwartet hatte. Beeindruckend war es trotzdem!Pano_Tiananmen

Auf dem Bild oben stehe ich schon auf dem Platz und schaue nach Norden auf das Tor des Platzes des Himmlischen Friedens. Dieses Tor ist auch der Haupteingang zur Verbotenen Stadt, dem Kaiserpalast in Peking. Es ist der Ort, von dem aus Mao Zedong am 1. Oktober 1949 die Volksrepublik China proklamierte. Deshalb erscheint das Tor auch im Staatswappen der Volksrepublik China.

Das Tor wurde während der Bauarbeiten an der Palastanlage im Jahr 1417 erbaut und am Ende der Ming-Dynastie niedergebrannt. Während der Qing-Dynastie wurde es erneut aufgebaut. Im Dezember 1969 wurde dann das originale, baufällige Tor komplett abgerissen. Es wurde bis April 1970 bis auf wenige Details originalgetreu nachgebaut. Von diesem Neubau ahnte allerdings kein Mensch etwas, weil die chinesische Regierung es geheim hielt. Bis zum Jahr 2000 dachten alle in der Welt, das Tor sei nur renoviert worden. So lange konnte der Abriss geheim gehalten werden.

Ich stehe also nur vor einem Nachbau. Schade, was? …aber mit dem Erhalt historischer Gebäude haben es die Chinesen viele, viele Jahre nicht so gesehen wie wir in Europa. Leider sind dadurch viele bis dahin erhalten gebliebene alte Gebäude unwiederbringlich verschwunden. So gesehen ist es doch ganz gut, dass sie dieses Tor wenigstens wieder nachgebaut haben!

Das Tor hat eine Gesamthöhe von 33,7 Metern und spielt eine zentrale Rolle in der chinesischen Geschichte. Am Tor des himmlischen Friedens wurden Proklamationen des Kaisers verlesen und hier brachte der Kaiser Opfer dar, wenn er den Palast verließ. Man sagt, dass die kaiserliche Seele vor seiner Geburt vom Himmel durch dieses Tor in die „Verbotene Stadt“ schwebte.“L1057896

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Vorne ist das Qianmen, das Südtor zu sehen, das aus 1419 datiert und zur ersten Stadtmauer gehörte. Hindurchgehen kann man tagsüber noch, die angrenzenden Mauern sind durch mobile weiße Zäune, die das Gesamtstraßenbild dominieren, ersetzt worden. Der Platz soll 1.000.000 Menschen bequem Platz bieten, wenn er es denn dürfte. Man könnte eine solche Menschenansammlung sogar relativ bequem in Schach halten, wie wir von 1998 wissen. L1057900

Schön ist der Platz allenfalls an seinen altertümlichen Toren, mit dem Konkurrent aus Esfahan kann er lange nicht mithalten, denn er ist nicht als durchgehende Fläche erlebbar (hier zwei Parolen-Videowände, dort das Mausoleum, da eine Siegessäule.) Wahrscheinlich hatte Mao angeordnet, seinen Leichnam zu verbrennen, um ein Bauwerk hier zu verhindern, aber höchstwahrscheinlich nicht. Auf seinen Wunsch gehört hat man jedenfalls nicht.

Alles ist hier gemacht, um sich selbst wie eine kleine Wurst zu fühlen und von China als großartiger Nation zu denken. Damit haben die Chinesen uns gegenüber einen Riesenvorteil, denn sie sind Teil dieser überlegenen Nation. Ich komm da nur raus, indem ich auch groß denke. Als Weltbürger bin ich ja ebenfalls Teilhaber des menschlichen Kulturguts und kann mir wieder auf die Schulter klopfen.L1057906

Dieser Punkt am Qianmen, an der diese Plakette im Fußboden eingearbeitet ist, soll der Ursprung der Highways Chinas sein. Das werden wir bei Gelegenheit mal überprüfen. Ich glaube, uns wird da auch viel weisgemacht.L1057919

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Im Süden geht die Achse der Stadt mit der Qianmen Da Jie weiter, einer Straße, die mal zu einem Hutong-Stadtviertel gehörte und komplett abgerissen wurde, um im alten Stil errichtete Geschäftshäuser hinzuklotzen. Darin befinden sich jetzt Starbucks, H&M Zara und ähnliche Läden. Nur die alte Straßenbahn und lebensgroße Bronzefiguren erinnern noch an die vergangenen Zeiten.L1057946

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 10. Februar 2014  No Responses »
Mai 252013
 

Dies ist der Bericht über das nicht enden wollende Bemühen, die richtige Kamera zu besitzen und zu benutzen.

Das Fazit vorab: Eine solche wurde noch nicht gefunden. Aber es gibt Anwärter. Und ich habe oder hatte sie alle!

2006 wurden die 6-Megapixel-Kameras bezahlbar. Davor war das digitale Bildermachen nichts als Knipsen. Nicht, dass die Fotos schlecht waren, aber man sah ihnen das Digitale an. Ich weiß den Preis nicht mehr genau, aber etwas um die 300 € war uns eine Fujifilm S6500fd Bridgekamera wert. 28mm-Weitwinkel, Zoom bis 300mm, Makro, Video, Gesichtserkennung, eine Kamera für jedes Motiv. Selbst 2 Jahre in Iran habe ich damit alles um mich herum mit schönem Ergebnis abgelichtet. Auch Belichtungen bis 50×70 cm Größe sehen fast so aus wie von 35mm-Film.DSCF8615Aber das Fotografieren fühlt sich eben nicht so an wie mit meiner Nikon FM Film-Spiegelreflex.

2010 nahm ich 12.000.000 Iranische Rial (damals etwa 900 €)  in ein Fotogeschäft in der Khiabane Taleghani mit und erstand mit Hilfe meines persischen Freundes Alireza eine Nikon D90 mit 18-105mm-Zoom.DSC_1209Solch eine schöne Kamera, damit machte das Knipsen wieder richtig Spaß. Sogar Videos lassen sich damit drehen, 2010 ein von Canon vorgemachtes Novum an DSLR. Leider konnte ich meine alten Objektive nicht daran benutzen.

Die nächste Ergänzung des Fuhrparks war ebenfalls in Teheran ein gebrauchtes 12-24mm Weitwinkelzoom für 7.000.000. Das war knapp mein Halbtags-Monatslohn. Ich hab noch gedacht: Jetzt drehst du durch, mehr als halb so viel wie für die Kamera ausgeben, und dann benutzt du es vielleicht kaum. Aber für enge Straßen und Gebäudeinnenaufnahmen ist das ein klasse Objektiv. DSC_0245

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Ein 35mm-Objektiv mit großer Lichtöffnung kam als (vor-)letztes.

Als wir nach Deutschland zurückkehrten, kam der Nachfolger mit Namen D7000 auf den Markt. Mehr Pixel (16MP), mehr Knöpfe, mehr Gewicht und der Möglichkeit, alle Objektive seit den 80er Jahren mit manuellem Fokus zu verwenden. Haben wollen! Als klar war, ich würde noch 500 € für die „alte“ D90 mit 18-105er bekommen können, schlug ich für 450 € Aufpreis zu. Dass meine Frau mich nicht schlug, freute mich. Also der Riesen-Sprung war das jetzt nicht, aber es ist eine Kamera, mit der man auch in ein paar Jahren noch ausreichend gute Fotos machen kann.Denn ich habe Bilder mit 24 MP gesehen, die scheißer aussehen als 12 MP-Dateien.

Ach ja, inzwischen wollte ich mehr Reichweite, also „holte“ ich mir das 18-200mm Zoom von Nikon.D7K_9822-002

Das dicke, lange und schwere Zoom, das schon ausfährt, wenn man es nur zum Erdboden richtet, ist auch nicht schlecht, aber natürlich mit Kamera nicht grade leicht und so kam es mir gelegen, dass ich gebraucht eine Fujifilm X100, auf die ich schon Monate lang geschielt hatte, für 700 € erstehen konnte. In der ersten Woche merkte ich, dass die Farben so komisch sind und das Ding repariert werden muss. Machte fast nix, denn ich hatte ja den Kaufbeleg vom Mediamarkt und damit Garantieanspruch mitgekauft. Nach drei Wochen beschwerte ich mich, und man stellte fest, dass kein Begleitschreiben dabei gewesen war und die Kamera deshalb ereignislos in der Werkstatt rumgelegen hatte. Sie hatte das Sticky-Shutter-Problem, eine Kinderkrankheit, die auf Garantie durch Austausch des  Objektivs beseitigt wurde. Aber als sie wiederkam, konnte ich endlich sehen, was für ausgezeichnete Bildqualität sie liefert – vor allem für Personenfotos, aber auch alles andere. Nur Zoom-Zoom kann sie nicht. Und sie ist absolut lautlos, selbst nicht schwerhörige Omas fragen: „Wann machst du denn endlich?“ Dabei hab ich schon 5 zauberhafte Portraits im Kästchen…

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Bevor die X100 ins Haus kam, hatte ich bei einem Freund schon mal eine Leica M8.2 in die bebenden Fingerchen bekommen. Er hütete sie (zu Recht) pedantisch vor seinen Kindern und auch ich hatte Respekt vor seinem Metallklotz im Werte von 2000 €. Aber wenn man auf den Auslöser drückt, was für ein Gefühl, welch Klang! Was ich noch nicht wusste: die Objektive sind auch noch mal um die 1000 € aufwärts teuer – pro Stück. Ich befand damals, das bräuchte ich nicht. Aber immer wieder musste ich an die Kamera meiner Tante, die als Fotografin innerhalb der Familie sogar den Namen Photo bekommen hatte, denken: eine M3 von Leica, gekauft 1959, die sie noch immer besitzt und bei der gerade erst der Verschluss erneuert wurde.

Und beim so durch die Gegend surfen stolperte mein Auge über die Annonce einer M8 für 1.290 €. Ich hatte grade Geld aus einem Fond auf der Bank liegen. Warum soll Geld nutzlos sein? Angeschrieben, telefoniert, für schließlich 1.150 hatte ich sie dann.

Als ich das Geld überwiesen hatte und meiner Frau den Kauf beichten musste, hüpfte ich trotzdem noch vor Freude auf und ab. Sie konnte mir nicht böse sein.

Nur waren Leica und ich ohne Objektiv. Meinen Leica-Freund C. angerufen, nur um mich zu bedanken, zu informieren oder zu beschweren, dass er mich infiziert hatte. Und zu fragen, was denn als erstes Objektiv sinnvoll sei. Da bot er mir eine seiner Linsen für die Übergangszeit zur Leihgabe an. Welch edle Tat! Er gab mir sogar 2 mit: ein 3.8/24mm Leica-Objektiv und eines von Voigtländer mit extremem Winkel: 15mm, Blende 4,5. Das Leicaglas kostet gebraucht noch 1.800 €. Ich war froh, es wieder heil zurückgeben zu können. Meine Hände gehorchten allerdings nur mühsam. Nur wer so was mal selber in der Hand hatte, weiß, was für ein schönes Stück Handwerkskunst das ist.

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Zum Glück gab es mal von Minolta Objektive für Leicas, die den echten in der Qualität nicht nachstehen. Daher habe ich jetzt je ein 40 mm und ein 28 mm M-Rokkor, das 15 mm Voigtländer von meinem Leica-Freund und ein 21 mm Voigtländer, Blende 4, das ein Spanier wohl wegen der Finanzkrise billig loswerden musste. Ich hab keine Endrechnung gemacht – vorsichtshalber. Aber es ist weniger als ein gebrauchtes M9-Gehäuse von Leica (der nächste Traum Albtraum meiner Frau).

Im Grunde sind die digitalen Leicas Scheiß-Kameras (die neueste M 10 für 6200 € mag besser sein). Die Automatik ist mit Einschränkung zu gebrauchen, das manuelle Fokussieren dauert ziemlich lange, wenn man es denn schafft. Videos kann man schon gar nicht damit drehen. Ich denke manchmal: „Ob das Bild denn wohl was geworden ist?“ Beurteilen kann man nämlich an der Kamera nicht viel, denn der Bildschirm auf der Rückseite  ist kaum zum Bilderkucken geeignet (meiner hat auch noch einen Fleck, der aussieht wie ein Kaffeerand). Aber wenn ich die Bilder dann im Rechner betrachte und etwas bearbeite, dann staune ich, dass 10 Megapixel besser sein können als 12 MP von der Fujifilm und 16 MP aus der Nikon. Es liegt wohl hauptsächlich an den Objektiven. So kommt  es vor, dass ich mich öfter frage, wann ich denn endlich wieder mal mit der M8 ein Bild machen kann, weil es so ist wie einen Film zu belichten.

Da steh ich nun, ich armer Tor, mit 3 Kameras, zwischen denen ich mich nicht entscheiden kann. Aber alle drei haben ihre eigenen Einsatzgebiete. Die, welche in jedem Licht die besten Bilder macht, ist die Fujifilm X100. Für das schnelle Scharfstellen und Auslösen ist die D7000 zuständig. Die, mit der ich am liebsten fotografiere, ist die Leica.

Ich weiß, dass ich nicht ganz schier bin (denn ich verdiene kein Geld mit dem Equipment), aber es gibt immer noch Leute, die verrückter sind, oder?

P.S.: Verneinende Kommentare werden gnadenlos gelöscht.

 25. Mai 2013  1 Response »