Okt 032014
 

Nach einem mongolischen Frühstück mit Hirse in Milchtee, süßem Joghurtbrot und anderem Gebäck geht es im Bus 3 Stunden Fahrt entfernt in die Wüste.
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Wir werden auf Wüstenschiffe verfrachtet und schaukeln mehr als eine Stunde durch die Dünen, ehe wir an unserer Oase ankommen.
Auf dem Weg sehen wir, dass die Chinesen mit allem Geld machen, selbst mit reichlich vorhandenem Sand.
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Am Anfang lachen alle noch, aber alle bekommen Aua im Allerwertesten. Ich steige vor dem Ziel und den Schmerzen ab und laufe nebenher wie der Karawanenführer. Der weiß schon, warum er nicht auch auf einem Kamel sitzt.
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Begrüßt werden wir von Brian, der sich und die bereits eingetroffenen Franzosen mit rosa Sandschützern für die Füße ausgestattet hat.
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Wüste ist es eigentlich nicht ganz, denn es wachsen noch viele Pflanzen dort, wo unsere Zelte stehen.
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Aber ein kleiner Fußmarsch bringt uns auf die Dünen zurück, wo vor allem die niemals erwachsen werdenden Jungs mit zwei Schlitten den Abhang heruntersausentrudeln. Macht trotzdem Spaß.
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Abends gibt es zwar nur Nudelsuppe aus Pappbechern, aber am Morgen bekommen wir ein ausgiebiges Frühstück mit Toast, Tomaten und salzigem Milchtee. Der gehört so, angeblich kann man davon mehr trinken als von süßem. Und wenn der Mongole auf dem Pferd oder Kamel schwitzt, braucht er schließlich reichlich Elektrolyte.
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Der vorüberziehende Schafhirte hat am Tag vorher diese Kochstelle ausgehoben.
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Am Ende werden wir von einem alten, umgebauten Militärfahrzeug abgeholt. Nach dem Ritt wissen wir, warum es den Namen Surfcar hat, denn es fühlt sich so an, als würde man auf den Dünen wellenreiten.
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Es ist besser als eine Achterbahnfahrt, denn die Geschwindigkeit führt dazu, dass alle aus den Sitzen gerissen werden. Brandon aus Alabama sagt hinterher lapidar:“That was the most interesting ride on a watermelon I ever had.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.
Leider haben wir für die Rückfahrt nach Beijing nur einen am Tag fahrenden Zug bekommen. Im Schlafwagen. Machen wir nicht noch mal, denn man kann kaum etwas von der Gegend sehen, durch die wir fahren.
Und die ist durchaus sehenswert.
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Nach sechseinhalb Stunden hat uns Beijing wieder. Endlich raus aus den Klamotten, aus denen der Sand rieselt. Schön war´s!
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 3. Oktober 2014  No Responses »
Okt 022014
 

Die Goldene Woche, der Tag um den 1. Oktober, die Ausrufung der VR China ist 65 Jahre her, hat auch uns ein paar freie Tage beschert, die wir in der inneren Mongolei verbringen. Der Rest, der nicht innen ist, liegt außerhalb Chinas und dafür benötigt man ein Visum.
Also innere. Alle Chinesen haben frei (außer den Dienstleistern mal wieder) und die Wochenenden vor und nach den eigentlich nur drei freien Tagen werden umarrangiert, so dass alle 7 Tage am Stück haben, um Verwandte und Freunde zu besuchen.
Wir schlafen im Wagen eines Zuges, bis wir morgens um 5 in HuHeHaoTe, so der chinesische Name für die innermongolische Hauptstadt Hohhot, von einem Fahrer unseres per Internet ausgesuchten Hostels in Empfang genommen werden. Dort dürfen wir erstmal weiterschlafen.
Die Kinder bekommen ein 4-Bed-Dorm, das mit einer Stoffbespannung verkleidet ist. Man fühlt sich in ein Bild versetzt, das durch unscharfes Kucken 3D-Bilder im Hirn zeigt.
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Aber wir schlafen im Anda-Hostel nur und besuchen am Tag das brutal große Museum der Inneren Mongolei.
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Von außen sieht es wie das Grasland aus, in das wir am nächsten Tag fahren, nur dass es hier aus Kunststoff ist.
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Wenn es auch lange nicht so bergig ist, erinnert es entfernt an das, was man von Bildern aus Tibet kennt. Die Stupas aus Steinen sind mit ähnlichen Fahnen verziert, nur dass oben die Standarte der Mongolenfürsten Kublai und Dshengis Khan stecken. Sie erinnert an Feuer, das heiligste Element der Mongolen, in das nichts geworfen werden darf, um es nicht zu verunreinigen. Blau ist die Farbe der Mongolei.
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Unsere Reise machen wir mit etwa 20 Leuten aus mehreren Nationen, Italienern, Kanadiern, Amerikanern, Franzosen, HK-Chinesen, und wir heben den Altersdurchschnitt trotz unserer Kinder und einer Schulfreundin von Martje nicht unwesentlich.
Hier sind einige mit dem Kuhscheiße-Sammeln für das Lagerfeuer bereits fertig.
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Und hier unser Sohn beim Kuhscheiße-Schmeißen mit einem der andern „Jungs“.
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Am Nachmittag geht es erst zum Reiten. Für unsere mit etwas Erfahrung ausgestatteten Kinder ist die Stunde etwas langweilig.
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Wir Erwachsenen erkunden die Gegend und finden ein paar Feriendörfer für die chinesischen Touristen.
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Selbstverständlich wird heutzutage nicht in Holzstangen gebaut, sondern mit Stahl. Verziert wird schließlich doch mit Holz.
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Das Wohnmobil Dshengis Khans mag so ähnlich ausgesehen haben.
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Am Nachmittag gibt´s Bogenschießen für alle.
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Das wohlverdiente Abendbrot – HotPot. Hammel und Hühnchen in Kohl und Tofu mit Nudeln.
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Nach dem Sonnenuntergang lassen wir uns von der gesammelten Kuhscheiße einräuchern und steigen dann in die Jurten, die von unten mit demselben Brennstoff beheizt werden. Trotz eigens mitgebrachter Schlafsäcke frieren wir etwas.
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Leider müssen wir dich hierlassen, du kleiner Fisch, morgen geht es in die Wüste, dort hast du noch viel weniger Überlebens-Chance als hier.
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 2. Oktober 2014  No Responses »