Feb 082016
 

Aus einer Auswahl von etwa 40.000 Fotos habe ich seit 365 Tagen ein Foto des Tages gezeigt.
Das Jahr ist nun vorüber und Zeit, Bilanz zu ziehen.

Ich habe besser sehen gelernt.
Auch wenn die Menge an Fotos den Eindruck macht, ich habe gar nichts anderes getan als zu knipsen, habe ich doch oft erst geschaut und gewartet, bis ich wusste, wann der Auslöser betätigt werden muss.
Trotzdem hatte ich oft am Ende des Tages mehr als ein gutes Bild; manchmal hatte ich abends keines, das wirklich gut genug war und ich nahm das beste der schlechten Bilder; manchmal hatte ich gar keins und musste mir kurz vor dem Schlafengehen noch etwas überlegen.

Durch diesen selbstauferlegten Zwang (nach Goethes Motto Pflicht, wo man liebt, was man sich selbst befiehlt) kann ich auf 365 Bilder zurückblicken, mit denen ich ganz zufrieden bin.

Seit ein paar Tagen bin ich von dieser Aufgabe befreit, erwische mich aber immer noch dabei, dass ich Situationen werte, ob sie geeignet wären, dem Bild des Tages Modell zu stehen.
Meine Hoffnung ist, dass im nächsten Jahr aus weniger geknipsten Fotos trotzdem 365 gute übrigbleiben.

Nachdem ich zwei(!) Rückmeldungen erhalten habe, die mich ermuntert haben, weiterzumachen (meine liebe Frau unerwähnt gelassen), mach ich natürlich weiter.
Trotzdem will ich mich nicht zwingen müssen, JEDEN Tag etwas zu zeigen. Manchmal wird es kein Bild geben, an anderen Tagen mehrere.
Es sind dann Bilder, die keine eigenen Beitrag „wert“ sind, ich aber auch nicht will, dass sie auf der Festplatte Staub ansetzen.

Nach langem Nachdenken habe ich entschieden, die Rubrik BonBon zu nennen, denn bon heißt gut und das ist ja wohl nicht so schlecht, vor allem, wenn es zweimal kommt.
Außerdem soll man ja Süßigkeiten nicht jeden Tag in sich reinstopfen.
Also schaut gelegentlich auf den Menüeintrag oben rechts und genießt, wenn etwas bon ist.

 8. Februar 2016  Add comments

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