Apr 072010
 

Jetzt ist es zwar noch nicht amtlich, weil die Unterschrift des Ministerpräsidenten noch fehlt, aber es sieht so aus, als würden wir noch länger hiesige Landesflaggen futtern können – Schl.-Holst. hat einer Verlängerung des Vertrags von Steffi nach Monaten des Wartens doch noch zugestimmt. Ich weiß, es klingt verrückt, aber wir freuen uns. Man versteht es nicht, wenn man Iran sonst nur aus den wenig schönen Meldungen der Medien kennt. Aber mit den Chefs dieses Landes wollen wir ja auch nicht zu Abend essen.
Wir wollen lieber noch über viele weitere Bazaare spazieren und in der Menge baden.
Dies ist eine alte Karawanserai, die jetzt für den Bazaar als Lager und Verkaufsräume genutzt wird.

Und diese gehört zu den 999 Caravanseraien, die Shah Abbas bauen ließ, um den Handel zu stärken und seine Überlegenheit in der Welt zu zeigen. Er sagte zu seinem Wesir: Bau mir 1000 Raststationen in meinem Reich, jeweils im Abstand von einem Kameltagesritt. Der Wesir antwortete: Chef, lass mich lieber 999 Caravanseraien bauen. – Wieso das, du Harfgushnakonande (Ungehorsamer)? – Oh du Herrscher über alle Gäubigen, die Menschen werden dich mehr ehren, wenn sie hören, dass es nohsad-o-navad-o-no (=999) Gebäude sind, als wenn man sagt, er hat hezar (1000) bauen lassen. – Und so wurde es schließlich gemacht.
In dieser ist jetzt ein Restaurant untergebracht, und in den Nischen, wo früher geschlafen oder Vieh getränkt wurde, kann man jetzt prima speisen.

Das sind die ganz wichtigen Leute; die bringen nämlich in den überfüllten Gängen die Waren vom Lager zu den Läden.

Hier werden nur Dattelerzeugnisse verkauft. Kaum zu glauben, wieviele Dattelsorten es gibt.

Diesen Kessel haben wir uns für das standesgemäße Reiskochen zugelegt.
Hier wird übrigens auf den Einsatz von Taschenrechnern verzichtet, man rechnet noch mit dem Abakus und ich muss sagen, das geht meistens sogar schneller. Aber Zeit ist nicht das, was man hier zu wenig hat. In dem hinteren Lager fast eines jeden Ladens gibt es einen Fahrstuhl, der nur aus einer Plattform besteht, die elektrisch betrieben in den Keller oder/und ins Obergeschoss fährt.

Ich weiß nicht, ob jetzt noch Licht in den Laden kommt, im Sommer dürfte man über die Schuhjalousie glücklich sein.
Dies sind Torshi – in Essig eingelegte Gemüse, die zu fast keinem Essen fehlen dürfen.
Kermanshah-Bazaar
Dieser Wolle-für-Teppiche-Verkäufer hat uns ausdrücklich gebeten, ihm einen Abzug zu schicken, vermutlich, damit er unser Bild rahmen und an (ja welche eigentlich) Wand zu hängen. So wie´s aussieht, wäre es besser, ich beeil mich mal mit dem Entwickeln…Hier lernt JanIngmar, wie man Siebe für die Baustelle oder für den Bäckerbetrieb herstellt.

Und nach dem Bazaarbesuch ist man müde und geht in den Bergen spazieren. Auf dem Weg dahin kann man sich Dicke Bohnen oder sauer eingelegte Früchte zum Naschen kaufen.Und die Kinder haben ihren Spaß mit einem handbetriebenen Karussell.

 7. April 2010  Add comments

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muss sein

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