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Fotoprojekt: Face Matters

Am letzten Wochenende nahmen wir an einem Fotoprojekt teil.
Mo Lang und Jay haben ein Fotostudio mit noch zwei anderen Fotografen. Seit 2-3 jahren machen sie Portraits von Leuten, die Bock darauf haben, anschließend ihre Ausdrucke zu Kunst zu verarbeiten. Inzwischen haben sich mehr als 170 Menschen dafür gefunden.
„Alles geht“ ist die Devise.
Unsere Ergebnisse:
SQ-Art

JU-Art

Und hier ist noch mal eine Art Prospekt für die, die es interessiert. Wer Lust hat, selber daran teilzunehmen, soll sich bei Jay melden.
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Die Termine sind immer am Sonntag nachmittags. Hier das Plakat mit dem QR-Code für WeChat:
Face matters

Leere Stadt

Gaanz langsam scheint die Stadt wieder etwas zu beleben. Ich glaube, auch die Beijinger haben keine Lust mehr, die meiste Zeit in der Bude zu verbringen. Im PageOne-Buchladen:
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Von unserem Dach aus scheint die Welt in Ordnung, wenn man von den Masken absieht.
Tischtennis

Man könnte denken, es sei alles fast wieder beim Alten. Aber Samstags sieht es jedoch sonst hier viel voller aus.
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Im 798, dem Kunstviertel waren denn auch noch nicht viele Leute zu sehen. Was soll man hier auch, da nahezu alle Gallerien geschlossen sind. Touristen gibt es auch nicht mehr viele.
Die Straßenfegerin wartet darauf, dass jemand kommt und was auf den Boden schmeißt. Die Reinigung der Straßen scheint jedenfalls gesichert, auch wenn die anderen Arbeitenden gehalten sind, noch weiter zu Hause zu bleiben.
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Die chinesischen Schulen, so hört man, werden ihren Betrieb wohl nicht vor April wieder aufnehmen. Die Deutsche Schule ist wie die anderen internationalen Schulen mind. bis zum 16. 3. geschlossen. Wir haben daher den Deutschlandaufenthalt unserer Kinder verlängert.
Wenn sie Mitte März wieder einreisen , werden sie wahrscheinlich nicht in Quarantäne müssen. Die Erziehungsbehörde besteht nach derzeitigem Stand aber darauf, dass sie 14 Tage die Schule nicht betreten dürfen. Die Schule ist da weiter gefragt, die Online-Beschulung weiterzuführen, bis alle wieder da sind.

Ich hatte es schon einmal geschrieben, dass die Menschen mit den gesichertsten Arbeitsplätzen die Paketboten sind. Sie haben auch noch weitgehend freie Fahrt.
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Da die Wohngebiete abgesperrt sind, liefert mancher seine Waren über die neu errichteten Wände aus. Man verabredet sich per Telefon und dann wird ein Paket rübergeschmissen.
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Wasserträger ist auch ein krisensicherer Job.
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Wie gesagt, im Kunstviertel habe ich es noch nie so leer gesehen. Vor dem Goethe-Institut allerdings, neben dem ein neues staatliches Museum frisch gebaut wird, ist reichlich Platz für sportliche Aktivitäten.
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Das neu enstehende Museum wird für 5 Jahre eine umfangreiche Picasso-Sammlung zeigen. Mein Freund Heyou soll dort als Assistent des Kurators anfangen. Ich hoffe, die Eröffnung noch miterleben zu dürfen. Im Moment sind die Fertigstellungsarbeiten nämlich auf Eis gelegt.
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Für die chinesische Wirtschaft ist dieser Stillstand eine Riesenscheißekacke. Am meisten tun mir die ganzen kleinen Geschäfte leid, die jetzt schon zwei Monate geschlossen haben müssen. In Hongkong höre ich, wird pro Person 10.000 HKD in bar ausgegeben, damit die Menschen nicht untergehen und die Wirtschaft am Laufen halten.
In China wird das sicher nicht passieren, da kann Supermario noch so betteln.
super mario

Mittags im Restaurant.
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Die Menschen kommen manchmal auf komische Gedanken.
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Panorama aus dem 27. Stockwerk

Ein kleines großes Panorama von unserer Dachterasse, damit nicht immer nur was Schlechtes über Beijing berichtet wird. Heute ist die Sicht gut und Smog fast nicht vorhanden.
Klick macht groß auf flickr.
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Links der organische erleuchtete Humpen in der Ferne ist das WangJingSoho, entworfen von Zaha Hadid (R.I.P.)
Die nahegelegenen Gebäude sind irgendwelche Bürogebäude und ein Hotel (ich nenne es das Vier-Kronen-Hotel).
Die hell beleuchtete Kreuzung ist die SanYuan-Brücke. Dort fahren wir mit dem Fahrrad entlang, um zur Schule zu kommen.
Rechter Hand liegt die Gegend um die Deutsche Schule, die ja nun immerhin für ihre Lehrer wieder geöffnet ist. Ein leichter Bogen links neben dem Hochhaus mit dem dreiecckigen erleuchteten Deckel markiert das Dach des Kempinski-Hotels (ca. 2/3 von links), das der Schule fast gegenüber liegt. Die Schule wird leider verdeckt.
Daran schließt sich rechts der Central Business District (CBD) an.
Fast ganz rechts im Bild kann man die „Unterhose“, das CCTV-Gebäude von Rem Kolhaas und links davon das z.Zt. höchste Gebäude Beijings, das ZhongGuoZun sehen.
Enjoy!

Ein ganz besonderes Chinese New Year

Dieses Jahr ist das Mondfest wieder was ganz besonderes. Feuerwerk darf in Peking ja schon lange nicht mehr in die Luft geschossen werden, obwohl ich vorgestern Nacht ein paar Böller gehört habe. Aber das kann der Wind auch von weit hergetragen haben. Diesmal könnte man es auch das Maskenfest nennen, denn ich sehe draußen und drinnen, wo viele Menschen zusammenkommen, nur ganz wenige ohne Maske gehen. Ich bin heute auch schon von Leuten angesprochen worden, ich trüge gar keine Maske, was denn los sein?
Ich bin noch nicht hysterisch genug, möchte ich antworten, wenn ich denn die chinesischen Worte dafür hätte. Ich halte mich an die Aussagen der deutschen Nachrichten, die sagen, es sei nicht sehr gefährlich. Außerdem mag ich es nicht, eine Maske zu tragen.
Ein neuer Trend, der auch zu der Hysterie passt, ist das Einschweißen von Lebensmitteln. Am Fleischstand mag es ja noch sinnvoll sein, bei Gemüse bin ich nicht so sicher. Dabei sind wir gerade dabei, die Verwendung von Plastiktüten auf das absolut notwendige Maß zu reduzieren. Wird wieder schwerer.
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Einer konnte entwischen:
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Andere Supermärkte, die vorher zur Selbstbedienung waren, sind jetzt auf Glastheke umgestellt worden und man kommt nur noch an die Ware, wenn man sich in die Schlange stellt und das Gewünschte ordert.
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Schöne neue Welt.

Der Schuster macht um diese Zeit immer Urlaub.
Der Schuster macht Urlaub

Der Eingang zur WangFuJing, dem Einkaufsboulevard Pekings. Tote Hose würde ich sagen.
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DongZhiMen an der U-Bahn-Station. Als bedeutender Verkehrsknotenpunkt sieht er ziemlich verwaist aus. Ab und zu fährt mal ein Auto.
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Geschmückt ist überall schön. Durch den leichten Smog kommt das Rot besonders gut zur Geltung.
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Die NanLuoGuXiang quillt normalerweise auch nur so über von Menschen.
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Der HouHai-See ist auch nicht zum Eisvergnügen freigegeben. Das war vorgestern noch anders.
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Auch in den Hutongs ist nicht viel los.
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Hier kann man sehen, was mit Verkehrssündern gemacht wird: Die Nummernschilder werden reihum als abschreckendes Beispiel auf LED-Tafeln angezeigt. Immerhin sind es keine abgeschlagenen Köpfe auf Fahnenmasten. Das Virus macht dem Staat natürlich einen gehörigen Strich durch die Rechnung: alle tragen Masken, also sind die Gesichtserkennungskameras zur Zeit wertlos.
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Ich bin heute auch noch zum Verbotenen Platz gefahren. Das Parlament liegt auf der Westseite.
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Ah, Peking ist doch nicht von der Grünen Wolke heimgesucht worden.
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Das TianAnMen und die Verbotene Stadt und auch einige Mauerabschnitte sind für Touristen geschlossen.
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Grounded – Hausarrest

Dieser blöde Corona-Virus. Da will man mal im ruhigen Peking ein paar schöne Tage verbringen, denn nur an Chinese New Year ist es hier so schön menschenleer, da kommt diese Krankheit aus Wuhan um die Ecke.
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Wir sind zwar nicht in Quarantäne so wie die inzwischen über 60 Millionen Menschen in der Provins Hubei, aber es fühlt sich ein bisschen so an. Es geht fast kein Mensch mehr ohne Maske aus dem Haus. Tempelmärkte sind abgesagt. Museen geschlossen. Wir können froh sein, dass noch Geschäfte des täglichen Bedarfs offen sind. Hausarrest im Paradies.
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Seit der Virus nach Silvester ausbrach, sind wir wenig beunruhigt gewesen, denn allein in Deutschland sterben an der Grippekrankheit jedes Jahr 20.000 Menschen. Aktuell sind es in China knapp 50, die durch Corona den Tod gefunden haben. Aber China ist insofern natürlich besonders, weil so viele Menschen auf einem Fleck leben. Die Reiselust der Chinesen ist auch ein Problem. Die chinesischen Behörden reagierten gegenüber 2002 mit dem SARS-Virus rasend schnell und wie in den Nachrichten zu lesen ist, bauen sie bereits das 2. Krankenhaus in der Rekordzeit von 14 Tagen.

Die Verwandte eines Kollegen von Steffi arbeitet in Wuhan in dem Krankenhaus, in dem die meisten Infizierte behandelt werden. Als das Virus bekannt wurde, verließen alle Ayis, die Reinigungskräfte und sonstigen Helfer ihren Arbeitsplatz. Seitdem müssen die Verwaltungsmitarbeiter im Krankenhaus wohnen und dort auch Dienst am Patienten tun.

Die Chinesen haben eigentlich Glück, dass gerade nationale Feiertage sind. Das ganze Land ist sowieso im Ausnahmezustand und die wenigsten müssen arbeiten. Aber in 10 Tagen ist der Zustand wieder vorbei – was dann? Die Krankheit ist dann bestimmt noch nicht besiegt.
Ich selber leide abkliingend seit unserem Myanmar-Urlaub an einer Erkältung und muss noch oft husten. Auch mein Sohn quält sich noch etwas damit. In der Öffentlichkeit trauen wir uns schon nicht mehr, uns zu räuspern, damit wir nicht von maskierten Gesichtern böse angeschaut werden.
Wir können nur hoffen, dass das Virus möglichst schnell ausgerottet wird, selbst wenn wir nicht in Gefahr sind, daran zu erkranken.

Immer wieder Hutongs

Hutongs haben es uns allen angetan. Die kleinen Gassen, in denen die meisten Häuser keine sanitären Enrichtungen haben außer vielleicht einen Wasserhahn, ziehen einen magisch an. Wie auch nicht, geben sie uns doch einen Einblick in das Leben von vor 50 Jahren oder mehr. Sicher haben auch hier Smartphones Einzug gehalten, aber wichtig ist etwas anderes. Zusammenleben.
Zuletzt habe ich die Hutongs nordöstlich des Himmelstempels „entdeckt“. Wenn man so mit dem Fahrrad hier herumfährt, kann man sich durchaus verfahren. Man findet immer auch wieder heraus, denn das Gebiet, das zwischen 20- und mehrstöckigen Häusern liegt, ist nicht riesig, und die Himmelsrichtung verliert man durch den zumeist rechtwinkligen Straßenaufbau auch nicht so leicht.
Im Stadtentwicklungsmuseum kann man erahnen, wie viele dieser niedrigen Bauten es im Innenstadtbereich noch gibt. Viele werden abgerissen und originalgetreu wieder aufgebaut. Der orangerote Teil ist die Verbotene Stadt, das Zentrum Beijings.
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Man muss sich wundern, wie viele Autos in diesen schmalen Gassen noch Platz finden. Ich würde jedenfalls nicht gerne hier einparken müssen. Man ist mit einem elektroberiebenem Dreirad meist besser bedient.
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Hier ein Bild aus dem WuDaoYing-Hutong von vor zwei Jahren.
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Die Leute hier machen es sich schon ganz nett. Überall gibt es kleine Gärten, Sitzecken oder Taubenställe.
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Die Farbe Grau muss man allerdings mögen.
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Ein anderer Hutong, den viele gar nicht kennen, liegt unweit der Deutschen Schule hinter der Amerikanischen Botschaft. An einem See gelegen, wo man für 40 RMB einen Platz zum Angeln mieten kann, liegt ein zur westlichen Lebensart krass gegenteiliger Wohnort. Teile davon werden schon seit einiger Zeit abgerissen. Es ist nur noch eine Frage von einigen Jahren, bis es das hier nicht mehr geben wird.
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Wie gesagt, ein großer Teil des Lebens findet draußen statt.
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Hutong an der DSP

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Die Menschen sind in der Regel freundlich und versuchen auch schon mal, ihren Unmut über die Stadtverwaltung oder die Regierung mit uns zu teilen. Leider komme ich mangels Sprachfertigkeiten nicht in tiefere Gesprächsgewässer. Hier wurde mir Opa gezeigt, der grade beim Essen einer Suppe mit Plastikschürze beschäftigt war.
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Wie verbringt man 10 Tage in Beijing?

Was kann man alles sehen, wenn man nur 10 Tage in Beijing zur Verfügung hat? Reicht es für die meisten Sehenswürdigkeiten aus?
Ich weiß, dass japanische Touristen in 10 bis 14 Tagen ganz Europa bereisen und damit ganz zufrieden sind. Beijing ist dagegen ja klein, auch wenn dessen Bevölkerungszahl immerhin 1/30 von Europa beträgt. Wieviel kann man nun schaffen, wenn man bei einer Familie wohnt, die schon 6 Jahre in Beijing lebt? So, dass man es trotzdem noch als Urlaub erlebt und nicht als Hetzerei?
Tag 1:
Wieder einmal verstehe ich am Flughafen nicht, warum der Wartebereich immer in Milchglas ausgeführt ist, so dass man nicht frühzeitig sehen kann, wer kommt.
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Angekommen morgens um 9 darf man sich nicht verleiten lassen, sich ein wenig auf dem Bett auszuruhen, weil man dann womöglich den Tag verschläft und die Nacht über wach durch die Wohnung tigert. Also nach der obligatorischen Anmeldung bei der Polizei, die ich diesmal in etwas einer Stunde rekordverdächtig schnell erledigte, kann ich mit den Gästen die nähere Umgebung zu Fuß erkunden.
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Jedes chinesische Kaufhaus hat im Dachgeschoss oder im Keller einen Imbissbereich, wo man sich aus einer Vielzahl von Essensvarianten seinen persönlichen Liebling aussuchen kann.
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Danach fahren wir mit dem Bus zum 798, dem zu einem Kunst/Kommerzgebiet umgewandeltes Indutriegelände, auf dem einst Radiobauteile gefertigt wurden.
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Auch für mich ist es nie langweilig, hier durchzulaufen, weil sich immer etwas neues finden lässt. Hier haben uns die riesenhaften Fotos von Leila Alaoui aus ihrer marokkanischen Heimat beeindruckt.
798 Leila Alaoui
Tag 2:
Der beste Einstieg in das noch unbekannte Peking ist ein Besuch in der Beijing Planning Exhibition Hall, die in den meisten Reiseführern nur erwähnt wird.
Hier hatte ich vor Jahren schon mal meine Begeisterung geteilt. man bekommt gut einen Überblick über die Riesenhaftigkeit der Stadt und sieht gut, wie sie organisiert ist. Für mich immer fast die erste Attraktion mit Neuankömmlingen.
Danach geht es durch die QianmenDaJie, die Dashilar und die LiuLiCheng, ein zwar renoviertes, aber in Teilen noch ursprüngliches Gebiet südlich des Verbotenen Platzes.
Dashilar Seitenstraße
Der letzte Punkt ist das National Center for Performing Arts, das von Wasser umgebene Ei, in dem Opern und Konzerte stattfinden. Manchmal kann man es von innen besichtigen, ohne eine Veranstaltung zu besuchen. Das Glück hatten wir nicht.
Am Abend ging es zur Feier anlässlich der Deutschen Einheit.
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Tag 3:
Diesen Tag verbringen unsere Gäste alleine. Die Verbotene Stadt schließt für die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag. Ich kann gerade noch morgens Eintritts-Karten online für den letzten Tag ergattern.
Am Abend die Besichtigung der Deutschen Schule bei der Lesung von zwei Titanic-Redakteuren.

Tag 4+5:
Wir fahren mit einem Taxi nach HuangHuaCheng, genau genommen nach XiShuiYu, wo wir in dem kleinen Gasthaus DeRunJu 3 Zimmer belegen. Der Park, in dem sich einige Mauerabschnitte befinden, ist ganz neu ausgebaut und für das 70jährige Bestehen der Volksrepublik herausgeputzt worden.
XiShuiYu
Am Abend sitzen die Gäste auf der Dachterrasse und singen Karaoke.
Karaoke an der Mauer
Morgens ruft uns der Tofu-Mann aus dem Bett.
Der Doufu-Mann
Auf der Mauer ist es voll. Viele Gruppen haben hier ihre Treffen und müssen Aufgaben bewältigen.
Teambuilding
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Teambuilding3
Die Mauerlandschaft sieht in jedem Licht gut aus.
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Es gibt einiges Skurriles zu sehen und zu hören. Die Schreie, die durch die Landschaft gellen, sind von Leuten, die für eine überdimensionale Trompete eine App bemühen und damit, je nachdem wie laut und wie lange sie hier hereinschreien, eine Fontäne im See in die Höhe zu treiben. Das war es dann mit der Ruhe im Paradies.
Trompete treibt Fontäne an
Die Mauer besetzt den Bergkamm wie ein Drache.
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Im Ort hat neben der Tradition auch Innovation einen Platz.
Roboter
Das Wichtigste bleibt jedoch der Mensch. Selten hatten wir so aufmerksame Gastgeber wie in unserer Unterkunft.
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Das Wetter blieb die ganzen Tage gut. Wir essen ja auch immer alles auf.
Aufgegessen

Tag 6:
Weil Brillen in Peking unschlagbar günstig sind und eine Ersatzbrille schnell (3 Tage für eine Gleitsichtbrille) gemacht ist, begeben wir uns mit Fahrrädern zum PanJiaYuan. Dort ist das Brillenzentrum Beijings und ganz in der Nähe ein Trödelmarkt.
Auch hier ist schwer geschmückt.
Fahnen
Serien-Ölbilder kann man für ca. 30 Euro erstehen. Wahrscheinlich kann man den Preis noch drücken.
Bilder in Öl
Und Maoplastiken allerorten in Plasig und hinter Glas.
Mao in Alabaster und Plastik
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Hmm.
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Im 80.Stock im CBD.
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Tag 7:
Ein Tag im Lama-Tempel und den Hutongs.
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Gerade ist die Gegend um den Lamatempel renoviert worden mit breiten Bürgersteigen und neuen Fassaden.
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Mittags esen wir im Dali-Restaurant. Hier gibt es gutes Essen ohne Speisekarte. Einfach überraschen lassen.
Granatapfel-Dali
Danach schauen wir uns die Hockney-Ausstellung im XiaoLiang-Hutong an. Sie ist mit fast 25 Euro zwar ziemlich teuer, aber eine Jahreskarte ist nur unwesentlich teurer. So können wir noch öfter im MWoods-Museum kucken gehen. Er hat sich auch mit der Verbotenen Stadt beschäftigt.
Hockney

Tag 8:
Einen ganzen Tag kann man im Himmelstempel verbringen. Inklusive Tennis-Spielen.
Und zuschauen wie andere Sport machen.
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Himmelstempel

Tag 9:
Ein Ausflug ins CAFAM, das Museum der Kunsthochschule ist immer interessant, allein schon wegen des Gebäudes.
Die Kunst ist natürlich auch ganz schön.
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Tag 10:
Abflug. Zaijian!

Das war es, was in 10 Tagen in etwa machbar ist. Besuch ist für mich immer ein Ansporn, die Stadt noch besser kennenzulernen. Beijing ist nie langweilig.
Um die Frage am Anfang zu beantworten: Nein, 10 Tage reichen nicht.