Mai 222018
 

Heute mal lauter überwiegend einfarbige Bilder.
Fangen wir mit rot an. Übergangsmode (Winter—> Frühling) Die Mode in China hebt sich deutlich von der in Europa ab. Ich finds gut.
fur shoes

Das ist zwar nicht überwiegend rot, aber sonst kriegten wir das kleinste Aquarium der Welt schießlich nicht zu sehen.
the smallest aquarium

Im Schnapsladen. (Nicht dass ich da oft bin)
Smoke
Noch mehr Rauch im YongHeGong Lama Tempel.
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Ausstellung im CAFAM, dem Museum der Kunstakademie, meinem liebsten Museum in Beijing.
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Das TianAnMen bekommt neue Lichter.
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Gehen wir mal zu blau.
Vor ein paar Tagen war hier hauptsächlich Gelb zu sehen..
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Der Nio EP9, neue Automarke aus China.
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Im Watercube.
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Am Watercube.
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Im Hutong.
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Beijing + blau = Himmelstempel
TianTan-Sonne-Gegenlicht

Die Käfigvögel werden regelmäßig ins Grün gebracht:
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Am Flughafen ist alle abgeholzte Fläche mit grünen Netzen abgedeckt, damit die Erosion nicht zu stark ist.
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Gold darf nicht fehlen (Buddha aus Shanghai):
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Howgh! Der Fotograf hat gesprochen.
Der Photograph

 22. Mai 2018  No Responses »
Mai 022018
 

Die Toten Hosen werden in Beijing spielen! Auf einem Festival, das an der Mauer stattfindet!
Steffi und ich hatten sie vor mehr als 20 Jahren in der Alsterdorfer Sporthalle gesehen. Der Ton war schlecht abgemischt und alle Jugendlichen vor uns waren einen Kopf größer als ich (lt. Pass 1 Meter 84)
Leider haben sie sich den wohl einzigen Tag in diesem Monat ausgesucht, an dem es kalt ist und durchgehend regnet. Sollte es also wieder so ein Reinfall werden?
Nicht, dass es nicht beeindruckend gewesen war. Wir freuten uns mal vorsichtshalber darauf, zumal wir es mit einem Haufen netter Menschen erleben durften.
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Wir kamen an, als die erste Band bereits begonnen hatte und mussten noch warten, da wir VIP-Armbänder zu bekommen hatten.
In der Zwischenzeit gaben sie Plastiktütenmäntel an uns aus, die wir bis dahin dem Wetterbericht geglaubt hatten, dass es besser wird.
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Als wir um die Ecke auf das Gelände kamen, fanden wir ein Gelände vor, das vielleicht 20.000 Leute bequem verkraften kann. Letztlich waren nachher nur 1.000 gekommen.
Wie man mit der Besucherzahl bei einem Preis von etwa 70 Euro pro Karte ein Festival dieser Qualität ausrichten kann, ist mir ein Rätsel. Allein die Reise der Hosen dürfte soviel gekostet haben. Na, wie Campino beim Konzert sagte, sie hätten 30 Jahre gebraucht, um endlich hier spielen zu dürfen; da haben sie vielleicht Geld mitgebracht.
Landschaftlich sehr schön gelegen, aber weil die Wolken so tief hingen, war die Mauer von Badaling nur einmal kurz bei der Anfahrt zu sehen gewesen.
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Macht nix, die Musik entschädigte voll dafür.
Die anderen Bands kannten wir allesamt nicht, aber gefallen haben sie uns alle.
Außer den Toten Hosen (D) spielten Tortoise (USA), Mouse on the Keys (JP), The Notwist(D), ReTros (CN).
Bevor die Hosen an die Reihe kamen, waren hauptsächlich Chinesen auf dem Gelände. Alle mit guter Laune.
Das Gelände war voll mit Sicherheitskräften, die den Sicherheitsgraben vom VIP-Bereich zur „normalen“ Wiese absperrten. Aber selbst die genossen, dort sein zu dürfen.
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Es hatte sogar jemand ein Regencape aus Wacken dabei!
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Nach und nach wurde alles durchnässter, aber die Laune sank nicht.
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Manch einer schaffte es, nicht vermatscht zu sein.
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Und mit der Dunkelheit kam der vermeintliche Hauptact. Der Sound war besser als in Hamburg und besser gesehen haben wir auch dank VIP-Bereich.
Die Toten Hosen in China
Es war wirklich schön.
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Der Schluss war so, wie Konzerte in China immer ablaufen. Zur festgesetzten Zeit werden alle höflich gebeten, zu gehen, wir setzten uns in den Bus und fuhren in die Stadt zurück. Kein Stress, aber auch kein Zögern. Organisieren können die Chinesen.

 2. Mai 2018  1 Response »
Apr 092018
 

Eine der schönsten, wenn nicht die schönste Ausstellung (O-Ton Steffi), die wir jemals gesehen haben, ist die seit Ende März bis August zu sehende Ausstellung von Werken Olafur Eliassons im Red Brick Museum. 2 der Exponate hatte ich vor etwa 2 Jahren schon mal gesehen, aber jetzt sind noch mal einige Kunstwerke dazugekommen. Und die Location ist wie gemacht, seine Installationen in rechtem Licht zu zeigen. Das ist nicht ganz richtig formuliert, denn das richtige Licht bringt Eliasson meistens gleich mit. Die Werke spielen mit Wasser, Licht und Farbe auf eine Art, wie man sie selten zu sehen bekommt. Alles ist relativ technisch, aber geheimnisvoll zugleich und die Elemente, die man auf Island zu sehen erwartet, sind hier bestens präsentiert und verwandelt. Die einfache und effektvolle Architektur des Museums komplettiert den Eindruck.
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Eliasson in Beijing
Gleich im ersten Raum ist ein ca. 10 Meter messender Halbkreis, der unter einem Spiegel in 7 Metern Höhe hängt. Von innen strahlt ein Lichtband und taucht den ganzen Raum in ein schwer zu ertragendes oranges Licht. Mein etwas ungenaues Panorama des Raums gibt den Eindruck nur schlecht wider.
Eliasson in Beijing
Kugeln, die teilweise überkopf spiegeln, Wände aus Regen, der so fein ist, dass man glaubt, so etwas noch nie erlebt zu haben (selbst in Norddeutschland nicht), Schattentheater in einem runden Riesenraum und mehr. Ich kann es nur empfehlen. Bis 25. August 2018. Leider ist es relativ teuer: 160 RMB für Erwachsene und 120 RMB für Schüler. Auch am ersten Donnerstag im Monat ist nicht wie üblich freier Eintritt.
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Eliasson in Beijing
Eliasson in Beijing
Eliasson in Beijing
Eliasson in Beijing
Eliasson in Beijing

 9. April 2018  No Responses »
Apr 072018
 

Wer weiß schon, wo ZhangJiaJie ist? Der Ort in Hunan gibt dem Park, dessen Landschaft dem Avatar-Film als Inspiration diente, seinen Namen. Der Park an sich heißt WuLingYuan. Im Ort gleichen Namens hatten wir uns eingemietet.
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Für 4 Tage bezahlt man ein relativ hohes Eintrittsgeld (etwa 40 €), darf dafür aber auch die Busse im Park benutzen.
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Was man hauptsächlich sehen möchte, sind die spektakulären Ausblicke von oben. Dort muss man erstmal hinkommen, wofür es verschiedene Möglichkeiten gibt: per Kabinenseilbahn, per Aufzug oder man wandert stundenlang bergauf. Die strombetriebenen Wege sind natürlich extra zu bezahlen und mit 10 € pro Richtung auch nicht ganz billig.
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Ach ja, man kann sich auch von 2 Trägern wie ein Kaiser in Bambusstühlen hochbringen lassen:
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Wir hatten super Wetter, nicht zu kalt, nicht zu warm, die Sicht war ganz ok.
Martje hatte uns zu der Reise geraten; sie war auf der Klassenfahrt schon hier gewesen und hatte die gegenüberliegenden Berge vor lauter Nebel nicht sehen können.
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Im Fahrstuhl, der einen in einer Minute die knapp 300 m nach oben bringt:
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Der Fahrstuhl in der APP:
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Der Ausblick von oben, wenn man ein so hübsches Mädchen dabei hat.
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Damit die Berge nicht zusammenbrechen, haben die Chinesen an den entsprechenden Stellen kleine Stöcke zur Abstützung angebracht. Ganz schön schlau!
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Rat befolgen: Do watch! Da wang!
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Wenn man genug von der Natur an sich gesehen hat, kann man das auch auf im Park verteilten Bildschirmen tun ;-))
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 7. April 2018  Kommentare deaktiviert für ZhangJiaJie oder so – Avatarberge
Feb 272018
 

während des chinesischem Neujahr sind wir noch nie woanders als in Beijing geblieben. Es ist ruhig, fast gespenstisch, aber dort, wo Touristen normalerweise hingehen, sind noch mal mehr Chinesen als während der Wochenenden.
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Auf den Märkten wurde vorher noch mal eingekauft, was das Zeugs hält. Schließlich will niemand darben müssen, wenn die meisten Geschäfte geschlossen haben, weil alle in ihre Heimat fahren, um die Familien zu besuchen. Leider schließt auch unser Obst- und Gemüsemarkt für mehr als eine Woche.
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Manche Sachen gibt es nur in dieser Jahreszeit wie dieses Gebäck.
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Auch Glückssymbole bekommt man nicht das ganze Jahr über.
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Bevor man für einen Monat sich nicht mehr die Haare schneiden lassen soll, geht man auf dem Rückweg noch schnell beim Putzer vorbei.
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Und in den Hutongs ist es ganz normal, sich noch mal schnell die Zähne auf der Straße zu putzen.
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Neue Autos und Möbel werden besonders häufig zum Neujahr angeschafft.
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Und die Kinder bekommen alle reichlich Geschenke. Normalerweise Geld. Aber auch die Erwachsenen gehen nicht leer aus. Es ist ein bisschen wie ein 13. Monatsgehalt. Jeder Angestellte bekommt von seiner Firma einen Hongbao = Rotes Paket, ein Umschlag mit Geld. Wir haben den Guards an der Haustür und unserer Putzhilfe ebenfalls etwas zugesteckt. Jetzt sind alle noch zuvorkommender, hab ich das Gefühl.
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Dann hängt der Himmel voller Lampions.
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lampions

 27. Februar 2018  Kommentare deaktiviert für Chinese New Year 2018 revisited
Feb 232018
 

In den Chinese-New-Year-(CNY)-Ferien in China unterwegs zu sein, heißt was zu erleben.
Man trifft lauter andere Touristen mit asiatischen Gesichtszügen, die ihr Leben bereichert sehen, wenn sie abends ihren Freunden einen Ausländer, den sie getroffen haben, zeigen können. Da spiele ich gerne mit, weil ich ja auch gerne Freunden die Menschen zeige, die ich getroffen habe.
Dies ist einer der Straßenkehrer vor dem Tor der Verbotenen Stadt.
Der Straßenfeger und ich
Der Musicman.
Music
Typische chinesische Familie.
Ausflugsbekanntschaft
Was gibt es dorthin zu winken?
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Die beiden sind ihrer Mama beim Verkaufen behilflich.
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Die Wache der Verbotenen Stadt lüftet ihre Stiefel.
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Der Sohn vom Offizier der Garde der Verbotenen Stadt fährt auf dem Trainingsplatz mit seinem offenen Porsche Streife. (Mama hat die Fernbedienung.)
KLEINER PRINZ
Manchmal hat man ein Bedürfnis. Kinder dürfen dann.
Männeken Pis
Für die meisten Menschen ist es etwas ganz Besonderes, Peking zu sehen.
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Im Jahr des Hundes kann man auch im Winterschlafanzug gehen.
Schlafanzug vor der Verbotenen Stadt
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HCNY
Kind im Fahrradkorb.
im-Fahrradkorb
Gut Nacht!

 23. Februar 2018  1 Response »
Feb 212018
 

Nun, da Steffi während der Chinesischen Neujahrsferien in Deutschland ist und die Kinder nicht den ganzen Tag vor den amerikanischen Serien hängen oder über den Schulbüchern zusammenbrechen sollen, entschließen wir uns zu einem Ausflug nach TianJin. Dort hat u. a. das weltberühmte niederländische Architekturbüro MRDRV in einer Rekordzeit von 3 Jahren eine öffentliche Bücherei gebaut, die ihresgleichen sucht. Die Bilder im Internet sind spektakulär und wir erwarten ein eiförmiges Raumschiff, das in der nur etwa 120 km entfernten 12Millionenstadt Tianjin gelandet ist. Weit gefehlt.
Aber der Reihe nach.
Um 6 Uhr stehen wir auf, um rechtzeitig an der U-Bahn zu sein.
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In etwa einer halben Stunde sind wir dann am Südbahnhof, wo wir Karten für den nächsten Zug kaufen. Hier waren wir schon einmal nach Qingdao losgefahren.
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Normalerweise muss man immer lange im Voraus buchen und bekommt oft trotzdem nur schwer Fahrkarten, aber nach TianJin ist es einfach. Die Züge fahren im Halb- bis Viertelstundentakt. Eine Karte einfache Fahrt kostet 55 RMB.
Bis wir im Zug sitzen, ist es trotzdem nach Neun Uhr, denn wir müssen wie immer auf Bahnhöfen durch die Große Sicherheitskontrolle. Eine halbe Stunde später haben wir die 120 km bereits hinter uns gebracht. Es ist schon toll, mit 300 Stundenkilometern durch die Landschaft zu rasen.
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TianJin ist ein aufstrebendes Millionenstädtchen, angeblich nach nach BJ, Shanghai und GuangZhou (schon mal gehört?) die viertgrößte Stadt Chinas, was die Stadtbewohnerzahl betrifft. Etwas mehr als 12 Mio. Wir streifen erst durch die Innenstadt, die noch aus der Zeit um 1900 einige europäische Bauten aufweist Niederländer, Engländer, Franzosen, Deutsche, Österreich-Ungarn haben hier ihre Konzessionen gehabt und ganze Viertel aufgebaut.
Das Touristeninformationszentrum lassen wir aus.
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Andere Touristen genießen die kulinarischen Spezialitäten TianJins. Pfannkuchen.
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Oder gedämpften Nachtisch.
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TianJin hat einen Fluss und ist unweit des Meeres. Eine Bootsfahrt findet aus Klimagründen nicht statt.
Wir haben im Internet natürlich vorab recherchiert, wie man zu der im November 2017 eröffneten Bibliothek kommt, fanden aber nur lapidar die Ortsangabe „in Tianjin“.
Taxifahrer winken ab – zu weit. Passanten helfen, schließlich fahren wir mit DiDi, dem Ruftaxidienst für 100 RMB die 45 km nach Binhai. In dieser zu TJ gehörenden Trabantenstadt liegt etwas abseits das TianJin BeiHai New Area Cultural Center.
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Unter einem gemeinsamen Dach sind 5 Häuser in ebensolcher Geschwindigkeit errichtet worden wie unser Anziehungspunkt. Häuser ist ein schwaches Wort für die gewaltigen Hallen, in denen Kunstmuseen, Veranstaltungszentren und Kinos untergebracht sind.
So sieht es von der Nicht-Eingangsseite aus.
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10.000 Besucher sollen pro Tag kommen und einen Blick werfen. Die Schlange am Eingang bestätigt diese Zahl.
Nach 20 Minuten sind wir auch am Eingang und werden aufgefordert, erstmal unsere Kameras wegzuschließen. Fotografieren nicht erlaubt. Außer mit Handys natürlich.
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Die Bücher an den Stellen, wo man offensichtlich nicht hinkommt, sind auf Alu gedruckte Attrappen. Die Architekkten hatten vorgesehen, dass man von hinten an die Objekte der Begierde gelangt, aber irgendwelche (Sicherheits-)Bedenken haben wohl verhindert, dass man so Zugriff erlangt.
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Tianjin binhai library by MVRDV
Die Leseräume und angrenzenden Bücherregalräume sind noch etwas leer.
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Aber überall sieht man vor allem Familien, die ihren Kindern den Wert des gedruckten Buchs zeigen.
Die Zeit schreitet nunmal voran und so findet man solche und andere Medienkonsumenten.
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 21. Februar 2018  Kommentare deaktiviert für Bücherei von TianJin
Feb 172018
 

Endlich wieder Ferien! Fast alle, die nicht offiziell in Peking wohnen, verlassen die Stadt und besuchen ihre Verwandten. Der Jahresurlaub wird dafür genommen und daher ist die Stadt so leer wie noch nie. Diesmal vielleicht noch leerer als sonst, denn die Wanderarbeiter sind auch alle nicht mehr in Beijing.
Am heutigen Tag ist der erste Tag mach CNY, an dem, übrigens wie im letzten Jahr schon, innerhalb des 3. Rings nicht mehr geballert werden durfte.
Daher hatten wir ein superruhiges „Silvester“ vor dem Jahr des Hundes.
Wenn man es belebt braucht, ist auch das kein Problem. Chinesen lieben ja ReNao – Hitze und Lärm. In einigen Parks und Tempeln gibt es Verkaufsmessen, sog. Temple-Fair, wo man hauptsächlich rote Dinge kaufen kann, die für das neue Jahr Glück bringen sollen. Und wenn man nichts kaufen möchte, ist wenigstens die Umgebung schön geschmückt.
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Viele Bäume hängen voller roter Laternen und ehrlich gesagt möchte ich mal wissen, wie viele Arbeiter das ganze Jahr über damit beschäftigt sind, Lampions herzustellen.
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Die Sage vom Affenkönig Sun Wukong wird immer wieder in animierten Filmen unter die Leute gebracht. Die Krone des Affen hat zwei Fasanenfedern, die auf den verkauften Kronen in Plastik nachgebildet wird. Nicht nur Kinder sind damit zu sehen. Ein bisschen erinnert es an Fasching, was grade ein paar Tage her ist. Da fragte ich mich, was die Chinesen wohl über die Deutschen denken, die sich verrückt anziehen. Jetzt ist es umgekehrt.
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Affenkönig
Affenkönig
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Affenkönig
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Prinz
Alles, was rot ist, bringt Glück und so isst man gerne kandierte Mehlbeeren oder neuerdings auch Erdbeeren am Spieß.
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Auch wenn der Houhai-See noch etwas vereist ist, sind die Temperaturen schon häufig über Null. Die ersten zarten Blätter kommen bereits an die Luft.
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 17. Februar 2018  Kommentare deaktiviert für Chinese New Year 2018
Jan 232018
 

Wer sich in Beijing bewegt, sieht überall neben den Straßen Bemühungen, das Straßenbild schön oder wenigstens interessant zu machen. Manchmal auch einfach nur bequem.
Stuhl2
Sessel2
Stuhl
Manche Möbel sind zugleich Skulpturen. Womit ich beim beabsichtigten Thema bin.
Sessel
Kunst entsteht durchaus auch zufällig. Dies ist allerdings erstmal nur eine Parkplatzabsperrung.
Schaufensterpuppe
Seit wir in Peking sind, begegnete ich immer wieder dem Michelinmännchen, nein Michelinmann. Mit fast 2 Metern Größe stand er am Straßenrand, immer mal wieder an einer anderen Stelle. Wer ihn da hin gestellt hat und ihn immer wieder umstellte, kann ich nicht sagen. Aber als Werbeträger hatte er sein Rentenalter bereits erreicht gehabt.
Michelinmann
Michelinmann
Aber jemand muss ihn gern gehabt haben, denn er war immer angekettet. Jetzt ist er wohl einem schweren Unfall oder gar Verbrechen zum Opfer gefallen. Denn beim letzten Vorbeifahren lag er im Straßengraben, kopflos und seiner Extremitäten beraubt. Weh geschrieen! Wer tut so etwas? Ob er die Beijing-Beautification nicht überstanden hat? Hatte er kein HuKou, die Aufenthaltsgenehmigung für Beijing, die auch die zahlreichen Wanderarbeiter nicht bekommen, leistete Widerstand und wurde von seinem Platz geprügelt?
Michelinmann
Michelinmann
Seine letzte verbliebene Hand habe ich dann aufgesammelt und auf unseren Wohnzimmerschrank gestellt, wo dem Michelinmann wenigstens noch ein halbwegs würdiges Andenken bewahrt wird.
Michelinhand

 23. Januar 2018  No Responses »
Jan 192018
 

Normalerweise frage ich mich bei Neuanschaffungen immer: Brauche ich das wirklich?
Und wenn ich mir überlege, wie lange ein neues Ding den Gebrauch voraussichtlich durchhält und wie oft ich es benutzen werde, stelle ich zumindest meistens fest: Brauch ich nicht.
Dazu gibt es ein wunderbares Video, in dem erklärt wird, was mit den Dingen passiert, bevor und nachdem sie hergestellt werden.
20 Minuten, die zum Nachdenken Anregen. Leider nur auf Englisch, aber man kann Untertitel einschalten.

Ich habe daraus gelernt, dass zumindest in den USA so viel Unnötiges gekauft wird, dass 6 Monate nach dem Kauf nur noch ein Prozent der Dinge in Benutzung ist.

Davon abgesehen bin ich ja meistens sparsam, manchmal auch geizig, aber wenn etwas so richtig Spaß macht, lasse ich auch schon mal mehr Geld den Besitzer wechseln. Man bringt teuren Dingen ja auch mehr Wertschätzung entgegen.

Vor ein paar Jahren schon hatte ich die Unvernünftigkeit besessen, mir eine gebrauchte Kamera zu kaufen, die ich gar nicht benötige. Es war eine Leica M8, die zweite digitale Messsucherkamera weltweit. Total viele Bilder, die mir was bedeuten, hatte ich damit gemacht.
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Forbidden City

Da sie mir für viele Fotogelegenheiten zu unflexibel war, habe ich sie nach eineinhalb Jahren wieder verkauft.
Immerhin war sie wertstabil. Der Verkaufserlös war nahezu genauso hoch wie der Kaufpreis, den ich bezahlt hatte.

Objektive dafür hatte ich behalten.

In all der seitdem vergangenen Zeit dachte ich oft, ach hättest du das doch nicht gemacht. Das war Fotografieren pur.
War aber für mich gut gewesen, denn 2 Monate nach dem Verkauf ging der Verschluss in den Händen des neuen Besitzers kaputt.

Letztes Jahr wollte ich mir dann wieder eine M kaufen. Hab ich aber nicht gemacht, weil das aktuelle Modell auch gebraucht noch zu teuer war.

In der Zwischenzeit hab ich mir zumindest eine Film-Leica von 1969 zugelegt.

Es ist die M4. Hier hab ich sie mal gemalt:
Leica M4

Natürlich fotografiere ich damit. Hier hatte ich aus Versehen eine Doppelbelichtung gemacht. Find ich aber gut.
Doppelbelichtung aus Versehen

Freunde Jan Ingmars:
Kumpel meines Sohnes

Im Red Brick Museum.
Red Brick Museum

Aber zurück zu meiner Nerdiness:
Dies Jahr sah ich im Netz eine digitale Gebrauchte, die etwa zum halben Preis verhökert werden sollte. Eine M240, wie sie etwas sperrig heißt. Sie ist eben nicht mehr das neueste Modell, wird aber immer noch bei Leicahändlern für 6500€ neu verkauft. Das neueste Modell (M10) ist noch mal 350 € teurer.

Also fragte ich meine Frau, was sie denn davon halten würde, wenn ich…

Die Antwort war, wenn du dann eine deiner anderen Kameras verkaufst…

Ich hab immer noch keine Fuji verkauft, aber es war ja nicht die Rede davon, dass ich das sofort machen soll, oder?

Was ist denn jetzt das Tolle an den Messsucherkameras von Leica?
1. Das Haptische.
Es ist, wie wenn man eine schöne Uhr oder ein gut gearbeitetes Schmuckstück sein eigen nennt. Man (ich) möchte sie immer in die Hand nehmen, einfach nur so. Sie ist mit 940g inkl. Objektiv schwer, jedenfalls schwerer als die Kameras, die ich bisher hatte.

2. Das Design.
Die Form existiert seit den 50er Jahren, als mit der M3 deren erste Kamera mit Bajonettverschluss auf den Markt kam.
Alle Objektive, die seit den 1950er Jahren von Leica gebaut wurden, können an der Kamera benutzt werden. Mit Adapter auch die von 1913.
Zum Glück gibt es auch noch Hersteller, die nicht ein Vermögen verlangen und trotzdem gute Objektive machen. Billig sind auch diese nicht, aber es gibt ja den Gebrauchtmarkt.(Zeiss, Voigtländer)
Also, ich kucke mir die Kamera einfach gerne an.
Leica m240_Vorderseite
Leica m240_Rückseite

3. kein Autofokus
Was mich an den anderen Kameras mit ihrem Autofokus nervt, ist, dass die Kamera sich zu oft falsch entscheidet, auf was sie scharfstellen soll. Ja, es gibt von Sony und Olympus und auch Fujifilm Modelle, die das ganz toll machen, aber was man da alles einstellen kann oder muss, bis man zu einem gutem Ergebnis kommt, hält einen fast vom Fotografieren ab. Und die Automatik ist auch unsportlich;-))
hurry

Jetzt habe ich die M240 seit fast 2 Wochen und ich habe ganz viele unscharfe Bilder gemacht, weil ich noch manchmal vergesse, die Schärfe einzustellen oder einfach zu ungeübt bin.
Die zeige ich natürlich nicht. Was sich nicht bewegt, kann natürlich leichter fotografiert werden.
blaues auto
abriss

4. Bildqualität.
Wenn ich es mit meiner Fujifilm XPro-2 vergleiche, stelle ich fest, dass die Bildqualität genauso gut ist. Bei sorgfältiger Aufnahme auch durchaus besser. Der Engländer würde sagen: Better be! Denn bei dem Preisnachteil sollte das wohl doch der Fall sein.
angebunden an Mama

Ein paar Bilder sind mir inzwischen schon gelungen und ich werde in Zukunft mehr davon zeigen.
Schlüpfer

Jan Ingmar war so freundlich mir für ein paar Fotos zur Verfügung zu stehen.
JIQ
Für seine Model-Tätigkeit musste er sich die Haare schneiden lassen. Steht ihm aber gut, finde ich.
JIQ Fotoshoot

JIQ Fotoshoot

Ich benutze im Wesentlichen zwei Objektive an der Leica, die beide nicht von Leica sind. Das eine ist ein Zeiss Planar mit 50 mm Brennweite. Das andere ist ein Minolta-M-Rokkor 28mm/2.8, das ich schon an der M8 benutzt hatte.

Alles in Allem hat mich das Setup 4000 EURO gekostet. Das Geld verdiene ich mit den paar Bildern, die ich verkaufe, nicht wieder rein. Aber vielleicht werden meine Bilder ja eines Tages so gut, dass ich damit reich werden kann. Selbstverständlich ist es mir peinlich, dass ich in meiner Tasche den Gegenwert fast eines Taxifahrer-Jahresverdienstes in Beijing herumtrage.

Die Art, damit zu fotografieren ist eine andere. Ich stelle die Kamera auf einen der Lichtmenge angepassten Wert an und variiere dann je nach Situation. Ich muss natürlich den Fokus anpassen. Es ist eindeutig keine Point-and-Shoot-Kamera. Aber wer hat gesagt, dass das Leben einfach sein muss, um schön zu sein?

PS: Ich habe mich entschieden, die Fujifilm X-Pro1 mit 18mm-Objektiv Blende f/2 und komfortablem Handgriff zu verkaufen. Gut geeignet für Streetfotografie.
Oder mit 18-55mm/2.8-4-Zoom statt des 18mm.
(Bei der Kamera ist der Blitzschuh nicht nutzbar, aber über den integrierten PC-Anschluss kann man mit Kabel einen Blitz anschließen.)
VB 500EUR komplett mit Objektiv, 2 Batterien und 3rd-Party-Ladegerät.
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PPS: Ich bin zur Zeit in Peking, daher würde ich das Set lieber hier verkaufen.

 19. Januar 2018  Kommentare deaktiviert für L E I C A M240 – Bin ich eigentlich doch verrückt?