Sep 052016
 

Nachdem ich in den letzten 2 Monaten nur 2 kleine Beiträge geschrieben habe, fällt es mir schwer, wieder was Bedeutungsschweres zu zeigen oder zu beschreiben.
Es ist in den ersten Wochen seit Mitte August in Beijing verdammt heiß gewesen und selbst in der Nacht ist es selbst ganz ohne Decke im Bett schwer auszuhalten.
Auf der Straße geht es auch nur im Schatten:
Shadow
Ich glaube, dies ist der langweiligste Job in ganz Beijing:
waiting
Wohingegen dies so gar nicht langweilig ist:
Love in private space
Als wir noch in Deutschland waren, soll es in BJ so viel geregnet haben, dass jemand sogar seinen Jetski aus der Garage geholt haben soll, um auf den Straßen damit herumzufahren. Auf Youtube ist ein kurzes Video davon zu sehen.
Wir dachten, jetzt noch mal schnell die frische Luft in Deutschland einatmen und ein knappes Jahr davon leben.
Wolken_D
Die Befürchtungen waren gar nicht berechtigt: Wir haben kaum Smog gehabt, fast jeden Tag war blauer Himmel zu sehen und es gab spektakuläre Sonnenauf- und untergänge.
Wolken_CN
In den letzten Tagen waren wir viel in Museen und Galerien und haben vor, das auch noch öfter zu machen. Die staatlichen Museen sind ja sowieso unentgeltlich zu besichtigen. Man muss allerdings seinen Pass dabeihaben. Aber auch in die Galerien kann man in der Regel einfach so hineinspazieren.
National Art Museum

Von Kleinausstellungen bis zu berühmten Künstlern ist alles dabei. Zuletzt war ich in der Ausstellung von Andy Warhol im 798-Gelände. Die ist zwar nicht superspektakulär, aber wenn ich mal die Original-Polaroids von Sylvester Stallone, Mick Jagger, Keith Haring oder Pele sehen kann, freut es mich.

Mein derzeitiges Fotoprojekt ist, dass ich Familien, die neu in Peking angekommen sind, ablichte und dann im Jahresrhythmus wieder, was wohl besonders interessant wird, wenn die Kinder zur Zeit noch klein sind. Hätten wir das mal, als unsere Familie noch jung war, mal machen lassen. Ich mein, man macht ja immer mal wieder Bilder von sich und sammelt diese, aber wenn man das als bewusste Aktion angeht, werden die Bilder doch was Besonderes.
Da mir noch nicht genügend Familien vor die Linse gelaufen sind, möge, wer grad in BJ angekommen ist und das liest, mal Kontakt mit mir aufnehmen. Ob und in welcher Form die Bilder gezeigt werden, weiß ich noch nicht, aber ich würde mir eine kleine Ausstellung wünschen.
Die Ausstellung der Doppelhauthälfte ist über die Ferien übrigens dank Herrn Ernst und Beijing Winkels zur Dauerausstellung geworden. Die Bilder sind allesamt auf anständige Rahmen laminiert und zieren jetzt die Mensa wenigstens das nächste Schuljahr hindurch.
Gestern waren wir bei der Ausstellung meines Freundes HeYou, der in einem Fußgängertunnel in der Nähe der Nationalbibliothek Bilder von Leuten auf dem Weg von der Arbeit nach Hause gemacht hat. Die Bilder hat er am Abend vor der „Vernissage“ an genau der Stelle an die Wände geklebt. Leider wurden sie in der Nacht von den Ordnungshütern zum größten Teil wieder abgerissen. Manche Fotos bekamen dadurch das gewisse Etwas.
Heyou_Exhibition
Heyou_Exhibition
Seine Kollegen, die zwei Drittel der „Ausstellung“ bestreiten, waren nicht so schnell mit aufhängen, weswegen deren Bilder den Tag über komplett gezeigt werden konnten.
Heyou_Exhibition
Heyou_Exhibition
Heyou_Exhibition
Am Ende kann man von Kunst ganz schön müde sein.
National Art Museum_Kunst ist anstrengend

 5. September 2016  No Responses »
Jun 132016
 

Während Steffi sich bei Frau Merkel auf dem Empfang in der Botschaft befindet, schreibe ich mal, was ich in der letzten Zeit so gemacht habe.
Da das Sommerfest der DSP anstand, wollte ich unbedingt die Bilder, die ich mit der Foto-AG erstellt habe, dort zeigen, denn dann kommen bestimmt 1000 Personen zum Reden, Zuhören, Schauen und eine gute Zeit haben in der Schule zusammen.
Plakat Doppelhauthälfte
Es handelt sich um 18 Bilder. Auf jedem ist eine Mitarbeiter (ich gehe damit mal diesem unsäglichen MannFrauInnen-Geschreibe aus dem Weg) zu sehen, links im Dienst, rechts in Freizeitkleidung.
Hier kommt ein Teil des Textes zur Ausstellung:
Wir haben 18 “Models” aus dem Mitarbeiterstab der Deutschen Botschaftsschule Peking gefunden, die bereitwillig vor der Kamera gestanden haben und Einblick in ihr Privatleben erteilt haben. Der Gedanke zu diesem Projekt kam nach der letzten Mitarbeiter-Weihnachtsfeier, auf der nicht nur von den Reinigungskräften Tänze vorgeführt wurden, sondern auch der Gärtner ein selbst komponiertes Loblied auf die Schule sang. Das zeigt uns, dass die Schule ein lebendiger Ort ist, in dem nicht nur Schüler, Lehrer und Eltern sich wohlfühlen können. Trotz allem nehmen viele von uns die emsigen Helfer kaum wahr.

Unsere Absicht war, die Menschen, die unsere Schule in einem gepflegten Zustand halten und das mit der kleinstmöglichen Störung des laufenden Betriebes tun, allen Anderen ins Bewusstsein zu bringen.

Jeder von uns hat eine private Seite, Wünsche, Träume, Familie, Sorgen.
Dies zu zeigen und den Blick auf den Menschen, der unseren Müll aufhebt, abwäscht, das Essen zubereitet oder die Schulveranstaltung vorbereitet, ist uns hoffentlich gelungen.

Manche der Leute, die die Bilder im Voraus gesehen haben, konnten kaum glauben, dass einige Personen auf einem Foto die selben waren. Und tatsächlich verändert die Uniform oder ein geringfügig geänderter Haarschnitt einen Menschen um ein Beträchtliches. Auch wenn der Unterschied bei Manchem nicht groß ist, kommen einem “Des Kaisers neue Kleider” in den Sinn.

Ein Fragebogen, der von allen Fotografierten beantwortet wurde, lässt weitere Rückschlüsse auf die Person zu. Dabei fällt auf, dass die meisten ähnlich antworten. Kaum einer ist einer Religion angehörig. Das ist den Chinesen in den Jahren unter Mao weitgehend abgewöhnt worden. Und das in einer Stadt, die noch immer zahlreiche Tempel hat, die das Stadtbild prägen.

“Ein gutes Leben”, “eine Wohnung oder Zuhause in Beijing” sind die Wünsche, die immer wieder genannt werden, und auf vielen Quadratmetern wohnt eigentlich keiner. Natürlich handelt es sich um eine andere gesellschaftliche Schicht als die, aus der die meisten Betrachter kommen. Uns allen gemein wird vermutlich das Wichtigste im Leben sein: Familie, Kinder und die Eltern. Und so kann jeder für sich beantworten, wovon Glück abhängig ist – dem Bankkonto oder den Menschen um uns herum.

Wir mussten die Ausstellung in zwei Teilen zeigen:
1. Tag
Als ersten Ausstellungsraum konnten wir die Aula der DSP nutzen. Auch wenn während des Sommerfestes die Aula von Veranstaltungen begleitet wurde, kamen die Bilder an den Wänden gut zur Geltung. Zuerst bekam ich einen kleinen Schreck, denn die immerhin 1,10 x 1,35m großen Fotos wirkten etwas verloren.
DoppelHautHälfte
Das Aufhängen dauerte trotz Steffis und Hannahs Hilfe eigentlich einen halben Arbeitstag. Angefangen haben wir etwa um 10:30, um 14:30 waren wir fertig.
DoppelHautHälfte
Aber das sah dann wieder besser aus, als alle hingen und von einem Rundgang aus betrachtet werden konnten.
DoppelHautHälfte
Von oben konnte man bereits im Überblick sehen, was einen erwartet, so dass auch Leute, die nur mal hineinlugten, sich die Ausstellung ansahen. Am schönsten war, zu sehen, wie die Fotografierten selber sich freuten, dass die Bilder ausgestellt wurden.
DoppelHautHälfte

2. Tag
Jetzt hängen die Bilder in der Mensa und dort, (der Raum, in dem ich sie zuerst zu hängen geplant hatte), sehen sie richtig gut aus.
Das neuerliche Aufhängen dauerte noch mal länger. Zu zweit waren wir von 10 bis 18:00 beschäftigt, bis wir zufrieden und glücklich sein konnten. Und kein Bild mehr schief hing.
DoppelHautHälfte

pano doppelhauthälfte_Mensa3
pano doppelhauthälfte_Mensa2
Am meisten freut mich immer, wenn das Projekt von den Schülern angenommen wird, denn für die ist es eigentlich am meisten gemacht. Die Fragebögen werden gelesen, es wird mit den eigenen Lebensumständen verglichen und beurteilt.
Doppelhauthälfte

Und hier sind wir von der Foto-AG noch mal:
FotoAG

 13. Juni 2016  2 Responses »
Okt 052014
 

Das Museum für Zeitgenössische Kunst etwas südlich vom CCTV-Bügel hab ich mal zufällig bei einer Fahrradtour gefunden und geh immer wieder gerne hin. Steffi kommt zum ersten Mal mit. Die Kinder sind müde und haben noch für die Schule zu tun.
Today´s Art Museum
Wir haben aber auch Glück: Heute ist eine Vernissage UND wir haben freien Eintritt! Eine norwegische Künstlerin hat mit einem Chinesen zusammen Scherenschnitte gemacht, die heute der Öffentlichkeit vorgeführt werden.
Today´s Art Museum
Today´s Art Museum
Kinder können im Workshop nebenan selber schnippeln und werden dann vom Fernsehen interviewt, bevor die Künstlerin dran ist.
Today´s Art Museum
Auf Sekt und Stullen warten wir nicht, es gibt ja noch mehr zu sehen.
Today´s Art Museum
Today´s Art Museum
Today´s Art Museum
Today´s Art Museum
Today´s Art Museum
 
Übrigens wird es jetzt kühler und wir müssen uns bald auf eine kalte Bude einstellen.
Diese Art Kleider sind kaum noch warm genug.
Today´s Art Museum
Macht nichts. Unsere Toiletten werden aber schön warm bleiben. Nächste Woche kauf ich Klobrillenteppiche.
Plüsch-Klositz

 5. Oktober 2014  No Responses »
Mrz 162014
 

Bei bestem Wetter ohne Kenntnis der Feinstaubwerte fahren wir mit dem Fahrrad zum Künstlerreservat 798, wo immer wieder neue Ausstellungen gezeigt werden. Die Kinder sind diesmal mit, damit sie mal sehen, dass es außer Schule und Shoppingcentern noch andere Dinge in ihrer Wohnstadt zu besichtigen gibt.

Ich finde am interessantesten, wie die Chinesen selber ihre Stadt entdecken. Mit großen Augen und noch größeren Kameras wird das Viertel aufgesaugt. Martje hat die ersten drei Foto´s beigesteuert. Sie hat wohl wenigstens den Blick des Vaters geerbt…;-))

Die Leute sitzen gar nicht in einem Gefängnis. Der Riesen-Käfig ist eine Spiegelung von der Galerie gegenüber.D7K_9024

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Dieser Künstler malt mit Lötkolben auf Holztafeln. Ja, kennen wir vom Weihnachsmarkt. Aber so fein, als wäre es eine Lithografie. Sehr beeindruckend.L1058352

Wer es kann, verdient sich mit dem Zeichnen von Portraits oder Karikaturen von Passanten etwas Geld. Die Preise reichen von 20 bis 200 Kuai (25 €) pro Zeichnung. Menschentrauben kündigen etwas Interessantes wie dieses schon von weitem an. L1058371

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Und überall werden Photos zur Erinnerung geschossen. L1058357

Viele Fotosessions behandeln Braut und Bräutigam – oder jemanden, der von sich mal Bilder in einer anderen Identität möchte.L1058380

Immer mal wieder steht jemand (natürlich ein Mann) an einer Mauer oder einem Baum und pinkelt dagegen, aber nötig ist das selten. In Beijing braucht keiner Angst haben, keine Toilette zu finden. Auch wenn es in einfachen Restaurants selten Ruheräume gibt, wie der Engländer zu sagen pflegt, ist ein Scheißhaus nie weit entfernt. Darin sind meistens Kloschüsseln á la Südfrankreich und den arabischen Ländern zu finden. Also Stehklos. Da man darauf hockt, ist die Schamwand zwischen den Örtlichkeiten manchmal nur hüfthoch, so dass man beim Aufstehen sehen kann, was der Nachbar produziert. In den Hutongs gibt es auch in den Häusern meist keine Toilette, so dass unter Nykturie Leidende im Schlafanzug raus müssen. Aber ich hab es schon mal geschrieben: Das Wohnzimmer des Chinesen ist draußen.L1058398

Diese Jungs drehten einen Film und waren eigentlich gar nicht scharf drauf, fotografiert zu werden. Es könnte Ärger mit den authorities geben.L1058405

 

 16. März 2014  No Responses »
Dez 112013
 

Seit einiger Zeit treffe ich mich weitgehend regelmäßig mit einem Chinesen, den ich über das Internet kennengelernt habe. Zhiyi ist 29, hat in Deutschland 7 Jahre studiert, ist seit 3 Jahren wieder in China und macht gerade Führerschein, um seine Jobchancen zu verbessern. Leider wohnt er zwei U-Bahn-Stunden entfernt von unserem Zuhause.

Heute hat er unser Ziel ausgesucht: das Nationalmuseum für Chinesische Kunst an der U-Bahn-Station Dongsi. Die staatlichen Museen kosten in der Regel nichts, man muss aber eine chin. Identity-Card oder einen Pass vorzeigen, um eine Eintrittskarte zu bekommen. Es ist nicht gerade die Hamburger Kunsthalle, aber die Gemälde sind irgendwie anders. Die gezeigten Werke sind kaum älter als von 1943, aber es sind wunderschöne Riesenaquarelle und Federzeichnungen zu sehen. Natürlich gibt es eine ausgewählte Masse an Propaganda-Kunst zu sehen. Die Sonderausstellung Go to the West zeigt nicht amerikanisierte Kunst, sondern Bilder von Tibet und Kasachstan. Die siegreiche Rote Armee mit offenen Armen vom Rinpoche aufgenommen und dergleichen. Aber schön in Szene gesetzt… 1-L1057459_1

Ein Ölbild von einer Bergkette hat mich besonders beeindruckt. Die Farbe ist 10 cm dick aufgetragen – ein Berg von Farbe!1-L1057461

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Die Verbotene Stadt:5-4-L1057453

Die Beijinger sind ein faszinierendes Völkchen, ein Volk von Jan Hinnerk´s aus der Lammer-Lammerstraat: jeder kann machen was er will.

Dieser Herr hat sich diesen Parkplatz fürs Kreiselschlagen ausgesucht. Ein Surren und Peitscheknallen ließ mich neugierig nachschauen, was hier passiert. Wie schon mal geschrieben, man kann seine Zeit der Rente sinnfreier verbringen als mit solchem Tun.2-3-L1057437

Die Luft war super, nur kalt ist es geworden, denn ein trockener Wind weht über Beijing. Der Gesichtsschutz hält natürlich die Nase etwas wärmer. Sicher hat diese Frau keine Krankenkasse, die einen Rollator bezahlt. 3-2-L1057446

Ohne Worte1-1-L1057423

 11. Dezember 2013  No Responses »
Nov 262013
 

Gleich hinter IKEA liegt ein Viertel, in dem die Hochschule für bildende Künste sitzt und im Anschluss ist das Museum, das zuletzt Joseph Beuys und Andy Warhol zeigte. Momentan werden zeitgenössische Künstler ausgestellt. Das Gebäude an sich ist nicht mehr jung, was man an den Rostspuren sehen kann, und hat eine fast abweisende Fassade. Im Inneren wird man von Rampen bis unter die lichtspendende Dachöffnung geleitet, wo die größten „Schinken“ hängen. Die staatlichen Museen kann man nur besichtigen, wenn man einen Ausweis vorzeigt, sie kosten allerdings auch nichts. Im CAFA bezahlt man günstige 15 ¥ pro Person.L1057171_CF

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Pano CAFA

Etwas verstörend waren die Skulpturen, die den auf der Straße liegenden Müllsäcken gleichen, nur dass hierin menschliche Körper erahnbar sind. Ob ein staatliches Museum diese Installation durchgehen lassen hätte?L1057187_CF

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Eigentlich wollten Steffi und ich nur nach Klebestiften und Papier im benachbarten Künstlerbedarfsmarkt schauen. Hier verloren wir uns trotz beginnendem Hunger ebenfalls, so dass wir schnell fünf Stunden hinter uns gebracht hatten. So viel Papier, Pinsel, Schreibutensilien, Tinten, Farbtuben! Und alles in Gängen, die so eng sind, dass nicht 2 Personen aneinander vorbei kommen und ich mit meinem Rucksack ständig hängenbleibe.L1057199_CF

 26. November 2013  No Responses »
Nov 182013
 

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Sonntag und so ein Wetter schon morgens um halb sieben! Es bleibt uns nicht anderes übrig, als unsere Kinder mit einem Ausflug zu quälen. Am Tag vorher habe ich bereits den der Sonne gewidmeten Ritan-Park gesehen und trotz der Lautstärke der Sänger und des üblichen Durcheinanders als sehr beruhigend empfunden. Die Kinder können auch etwas für ihre Interessen finden und so gehen wir nach eineinhalb Stunden trotz der Kälte gutgelaunt zum Einkaufsmall-Bummeln.DSCF3301

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Ihr habt keine Ahnung, wie schlimm die Früchte des Gingko-Baumes stinken können, wenn man drauftritt. Kotze ist dagegen ein Wohlgeruch.DSCF3325

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Gibt es einen schöneren Platz, um die Welt an seinem Klavierspiel teilhaben zu lassen?L1057102

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Die Bodenmosaiken sind toll. Alte Dachziegel im Kreis sortiert umringen die Bäume vor dem Steinschiff-Café und auch woanders haben die Steinsetzer nicht mit Fantasie gespart. Aus hellen und dunklen Kieseln erstellte Wege sieht man in der ganzen Stadt verteilt.L1057107

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 18. November 2013  No Responses »

798

Okt 072013
 

Auf vielfachen Wunsch bringe ich jetzt noch ein paar Bilder von unserem Ausflug am vergangenen Montag zum 798 Art District. Der komische Name rührt von der Nummer der Munitionsfabrik her, die, seitdem sie ihre „Lebens“-aufgabe erfüllt hatte, verfallen gehend von Künstlern als billiger Atelierraum genutzt wird. Es handelt sich nicht um ein einziges Gebäude, sondern einen ganzen Komplex aus Hallen, Häusern, flüssigkeits-, gas- und dampfführenden Rohren und Gleisen, Schornsteinen, Rampen und Förderbändern.

Seit etwas mehr als 10 Jahren wird die Nutzung immer kommerzieller, es gibt unzählige Galerien, die natürlich auch verkaufen wollen, ebenso wie die ganzen Touristennepp- und Dinge,-die-kein-Mensch-je-braucht-Läden und fliegende Händler mit Selbstgemachtem oder Trödel. Die ersten Besetzer-Künstler sind kaum noch in den Ateliers zu finden.

Trotzdem ist es interessant und wird es auch nach mehreren Besuchen noch sein, weil die Ausstellungen ständig wechseln. Und man kann stundenlang einfach nur da sitzen und die Massen an sich vorüberziehen lassen, wenn man den Blick in fremde Gesichter mag.

Die Zukunft der Straßenkarikaturisten ist auch schon digital:L1056264_1

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Hochzeits- oder Modelfotografie an jedem Ding mit Patina oder Rost:L1056318

Unsere Fotografin war nicht so professionell ausgestattet.L1056313

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 7. Oktober 2013  No Responses »