Schlagwort-Archiv: China

7 Tage Beijing #4, Unterhose

Am Mittwoch fragte ich Steffi, was ich mal machen soll und sie sagte mir, ich solle mal zur großen Unterhose (Dà kùchǎ) gehen. Das ist das Gebäude des staatlichen Fernsehens CCTV. Rem Koolhaas war der Architekt, den ich schon lange prima finde, weil seine Entwürfe immer quergedacht sind. (Ich stell ja auch gern immer alles in Frage) Aber auch wenn die Chinesen das Gebäude bespötteln und vielleicht nicht mögen, ist es doch ein Landmark, an dem man sich orientieren kann. Steffi fragt. „Ist James Bond da schon mal durchgeflogen?“ Aber ich glaube, das ist nicht gefährlich genug, denn das Ding ist riesig. Inzwischen gibt es allerdings viele Hochhäuser von noch größerem Ausmaß in der Nähe.

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Ich ahne, weshalb es Unterhose heißt.

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Später hatten wir bei noch diesigerem Wetter eine Stadtrundfahrt, bei der die obere Plattform gar nicht zu sehen war. Das Gebäude links daneben würden die Beijinger gerne abreißen, denn es hat mal ein größeres Feuer darin gegeben, aber da die U-Bahn darunter fährt, ist das nicht möglich.

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7 Tage Beijing #3, abgezockt

China ist ja per se eines der sichersten Länder der Welt, wenn man von so einfachen Gefahren wie Typhus, Hepatitis A und Hühnergrippe mal absieht. Eine Diktatur eben mit entsprechend viel Kontrolle durch Polizei und Militär.
Trotzdem kommen angeschlossene und nicht angeschlossene Fahrräder abhanden, und im Gedränge soll man seine Taschen dicht am Körper im Blickfeld halten (Rucksack albern vor dem Körper statt auf dem Rücken tragen z. B.). Mach ich ja auch ganz brav, aber damit hatte ich, von Deutschland und Iran verwöhnt, nicht gerechnet:

Beim Schlendern durch die alten Viertel in der Nähe des Zentrums (mir war gar nicht klar, wie nah ich der Verbotenen Stadt war) spricht mich ein junges Mädchen auf passablem Englisch an und wir kommen ins Plaudern. Sie war mit zwei Freundinnen unterwegs. Was ich denn vorhätte? – Nichts im Besonderen, aber ich würde bald was zu Essen besorgen wollen. – Sie sagten, sie würden in eine Teehaus gehen wollen, ob ich schon mal in einem war und nicht mitkommen würde. Essen könnte man dort auch etwas. Man lernt ja nie aus… Schon bald stehen wir vor einem solchen – Etablissement. Nicht was einem jetzt sofort durch den Kopf schießt. Trotzdem bin ich irritiert, dass es nur ein paar Zimmer gibt, die mit Chaiselongue und Karaoke-Anlage ausgestattet sind. Wir stolpern in eines hinein und bald wird Tee, Cola, Kürbiskerne und Gebäck gebracht und – die Tür geschlossen.

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Ich denke nur, das bringst du jetzt hinter dich und hoffentlich fängt nicht eine an, zu schreien und dich wegen Belästigung hinter Gitter zu bringen. Aber eigentlich hab ich es auch wieder nicht gedacht, denn es bleibt eine nette Plauderei. Nach 10 Minuten hab ich aber die Nase voll von dem unerwarteten Sprachkurs und will meinen Anteil zahlen. Oder meinetwegen auch die ganze Rechnung, denn teurer als 10 Euro kann es ja wohl nicht werden.
Denkste! Die Rechnungen im Businesshotel sind auch nicht detaillierter und schöner geschrieben als was ich vor die Nase gehalten bekomme: 750 RMB, das sind gut 90 Euro. Ich hatte schon umgerechnet 13 Euro gezückt, und ärgere mich schon, obwohl ich noch nicht weiß, was aus der Angelegenheit wird. Nach einigem Hin und Her einigen wir uns auf die Hälfte. Wenn ich damit gerechnet hätte, hätte ich gar nichts bezahlt – schließlich haben sie mich doch eingeladen, oder?
Als wir wieder draußen sind, verabschieden sich die Mädels schnell in die nächste Seitenstraße und lassen mich mit Wut auf mich selber und alle Chinesen meinen Weg fortsetzen. Als ich von einem weiteren Chinesen angesprochen werde: „Hello, how are you?“, belfere ich zurück: „Piss off!“. Nur im Augenwinkel sehe ich ihn kopfschüttelnd auch noch die Schultern zucken. Dabei wollte ich den 1,3 Milliarden doch eine Chance geben, sie nett zu finden!

Am Abend finde ich in unserem Reiseführer in ein graues Kästchen gesetzt genau das beschrieben, was ich heute erlebt habe. Ob es mich vor dem Fehler bewahrt hätte, wenn ich vorher darüber gelesen hätte? Ich glaube nicht, denn als „böse Kriminelle“ hätte ich immer mit männlichen Abzockern gerechnet. Als Mann will ich unbewusst Frauen wohl einen Sympathievorschuss geben. Immerhin habe ich jetzt gelernt, dass sie ihn nicht verdient haben.
Alles Schweine, außer Mutti! Denkt dran, wenn ihr in einer ähnlichen Stuation seid!

7 Tage Beijing #2, Essen

Am zweiten Abend geht es ins Pekingenten-Restaurant, von dem wir in Finnland schon gehört haben. Auf dem runden Tisch, an dem 14 Stühle dicht an dicht stehen, findet sich eine Glasplatte auf Kugellagern, so dass jeder sich die nach und nach kommenden Beilagenteller zu sich drehen kann. Kein Vergleich mit einem chinesischen Restaurant in Deutschland sei erlaubt. Auch nicht, was die Lautstärke angeht. Denn Chinesen lieben Lärm. Neben unserem Tisch schreit eine Kellnerin der anderen quer durch den Raum etwas zu, mit kreissägenheller Stimme. Die Ente wird aber nicht von den Kellnerinnnen gebracht, dafür ist einer der Köchen zuständig. Auf einem kleinen Wagen liegt sie bereit, um in feine Scheibchen zerteilt zu werden. Auch der Kopf wird in der Mitte durchgeschnitten und hübsch drapiert. Es wird eben alles verwertet, was das Tier zu bieten hat. Gedämpfte Brotfladen werden dann mit Beilagen, Entenstreifen und fermentierter, eingedickter Weizensoße gefüllt .

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Die Ente und der Koch

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Frittierte feinstgeschnittene Kartoffeln, chinesische Pommes eben

Der Weg zurück ins Botschaftsviertel, in dem unser Hotel und die Schule liegen, führt an einem Kanal entlang, in dem geangelt wird, und an dessen Ufer Chinesen laut klatschend ihre Fitnessübungen abwalken oder ihr Tai Qi Programm absolvieren.

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Gibt´s heut Fisch?

Essen ist gemessen an Deutschen Preisen günstig: für das Sattwerden in einer kleinen Garküche in einer Seitenstraße wird man etwa 2-3 Euro los, ein Getränk kostet noch mal 60 ct.

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Im Pekingentenrestaurant war es bestimmt teurer, aber mehr als 20 € muss man für die Delikatesse dort kaum zahlen. Und das ist weltberühmt!

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Straßengemüse

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Obst

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Teigtaschen

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Warum zu Hause kochen?

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Himmel

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Hölle – Please enjoy shopping

7 Tage Beijing #1

Steffi hat einen Antrittsbesuch in Peking und hat mich eingeladen, mitzukommen. Die Anreise findet mit Zwischenstop statt, den wir so lang zogen, dass wir fast einen ganzen Tag bei meinem Bruder in Helsinki bleiben konnten. Schwager Mikko war schon mindestens 12-mal in Peking und bietet uns haufenweise Visitenkarten an. „Hier müsst ihr als erstes hin, nach dem Flug lasst ihr euch mal so richtig massieren, das ist nicht teuer. Und Essen müsst ihr unbedingt da, dort gibt es die beste Pekingente überhaupt. Nein, da gehen wir am besten zusammen hin, wenn wir kommen. Denn wir kommen garantiert, sobald ihr eine Wohnung habt und der erste Stress vorbei ist.“ Steffi sagt: „Lass mich mal kucken; der Name kommt mir bekannt vor, vielleicht ist es dasselbe.“ Tatsächlich ist es dasselbe Restaurant, das auf dem Plan von Steffi´s Arbeitswoche steht.

Bei herrlichem Wetter machten wir nächsten Mittag im Park Picknick, gingen für eine gute Stunde in den Marimekko-Fabrikladen und ließen unseren Weiterflug bestätigen. Marimekko hat gerade ein Problem mit einem Design, das die Chefdesignerin damals fast eins zu eins von einer ungarischen Künstlerin abgemalt hat. Und gerade vor ein paar Monaten ist die sündhaft teure Bemalung mit genau diesem Design auf einem der FinnAir-Flugzeuge fertig geworden. Das wird wohl umgespritzt werden müssen. Vorher bekamen wir den Airbus noch einmal zu sehen.

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Eine Freundin von Mikko, die Reisebürotante ist, besorgte uns irgendwie Plätze in der Businessklasse, so dass wir auf dem anschließenden langen Flug die Beine nicht nur ausstrecken konnten, sondern wie in einem Bett flach unter der Konsole des Vordermannes halb verschwanden. So kamen wir auf dem acht Stunden dauernden Flug für wenigstens drei Stunden zu einer Mütze Schlaf.

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Der Flughafen ist von Steffi ja bereits als groß angekündigt worden. Er ist eine gigantische  Einstimmung auf Beijing, und wird doch schon als zu klein erachtet.

Nach der Ankunft aus dem Flugzeug und der Passkontrolle setzen wir uns in eine Bahn und rauschen zum nächsten, übernächsten, nein wieder nächsten Gebäudeklotz, in dem unser Gepäck abholbereit Kreise ziehen wird.

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Ein Taxifahrer hält ein Schild mit dem Logo der Deutschen Schule Peking hoch und nimmt uns den Trolley ab. Etwa 30 Minuten später sitzen wir vor einem Panoramafenster in der 13. Etage des Landmark-Hotels und blicken über eine graue obere Horizonthälfte, aus der einzelne Häuser mit 30 und mehr Geschossen hervorlugen.

Davor ist alles Grün. Der Chaoyang-Park ist einer von vielen großen Grünflächen, die Peking zu bieten hat. Schade, dass wir nur einmal die Sonne durch die immer neblig verhangene Dunstglocke hindurchblitzen sehen werden. Wer die Truman-Show mit Jim Carrey gesehen hat, bekommt eine Ahnung von dem Gefühl, das uns beschleicht.smoglandmark

Ein paar Stunden später stürzen wir uns in den Trubel, gehen zur nah gelegenen Metrostation und kaufen uns eine 10er-Karte. Die U-Bahnen in Teheran sind glaube ich vom selben Hersteller, jedenfalls könnte man auch hier durch den gesamten Zug schauen, wenn es keine Chinesen gäbe. Ich bin mit meinen 1,86 auch nicht so groß, dass ich über die kleinen Chinesen hinwegsehen könnte, denn viele sind mindestens ebenso hoch gewachsen. Unser Ziel für diesen Tag ist die Verbotene Stadt, vielleicht weil unser China-Bild doch nicht unwesentlich durch Jim Knopf und Lukas geprägt wurde.
Wir steigen an einer der beiden Haltestellen des größten Platzes der Welt, dem Tiananmen-Platz, aus und werden im Schlendern dauernd angesprochen und mit Visitenkarten versorgt: „You need guide? I am official guide, I show you everything. You don´t know where to go, Fortbidden City has 180 buildings.“

Im Reiseführer lese ich später, dass es sogar 800 Gebäude sind mit mehr als 1000 Räumen auf 1.000.000 Quadratmetern, die Normalsterbliche 500 Jahre nicht zu Gesicht bekamen, wenn ihnen der Kopf auf ihrem Hals lieb geworden war.
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Die Größe des Geländes lässt unsere Augen staunen, denn Palast reiht sich an Palast, der gegenüberliegende Ausgang in der Stadtmauer ist mehrere Kilometer entfernt. Wir schlagen den Führer aus, denn Daten aufnehmen können wir nicht, schon gar nicht, wenn sie in einem Englisch kommen, an das wir noch nicht gewohnt sind. Denn die Worte purzeln nicht gerade in Oxford-Englisch auf uns herab, es klingt irgendwie Chinesisch.

Ich will nicht glauben, dass ich unter Jetlag leiden werde, aber um 21:00 ha es uns beide dahingerafft, nur um nachts um 3 hellwach zu sein, irgendwann wieder einzunicken und beinahe das Hotelfrühstück zu verschlafen. Das entschädigt für die Hektik, denn es gibt reichhaltig sowohl europäische als auch chinesische Küche.

Bevor Steffi und ihre Kollegen sich in die Arbeit stürzen, darf ich an der Schulbesichtigung teilnehmen. Die Schule ist beeindruckend groß und trotzdem nicht groß genug. Die Turnhalle lässt sich in zwei Teile aufteilen und eine Stirnfläche lässt sich komplett entfernen, so dass die Aula sich noch einmal um 50 m verlängert.

Steffi muss die Woche über arbeiten, während ich mich mit Maklern herumschlage, die allesamt ihre chinesischen Vornamen gegen englische getauscht haben. Der erste, den ich treffe, heißt Jason, ist in samtenen Anzug mit weißem Keder gehüllt und fährt mich in einem Porsche Boxter herum. Dagegen bin ich ja allergisch, vor allem da seine Angebote nicht unser Budget treffen und er immer von Bathroom redet, wenn er Bedroom meint. So komme ich nach dem ersten Tag völlig gefrustet in der Schule an und alle, mit denen ich spreche, muntern mich auf: „Das ging uns auch so! Keine Angst, ihr findet schon was. Man mietet eben hier von einem Tag auf den anderen, und man muss etwa 10 Wohnungen gesehen haben, bevor die Makler wissen, wie sie euren Geschmack bedienen können.“

Also telefoniere ich herum  und stelle fest, dass ich ohne Sim-Karte hier nichts bin. Ein Kollege Steffis drückt mir eine Visitenkarte in die Hand, die außer den Worten Apple und iPhone keine europäischen Buchstaben zeigt und weist mich ein: „Du gehst erst links, an der Kreuzung rechts und dann geradeaus, bis auf der linken Seite ein Elektronikmarkt kommt, wo 258 dransteht. Ist ´ne LED-Laufschrift dran. Erster Stock. Da kann übrigens keiner Englisch. Leg einfach meine Karte auf den Tisch, sag Sim-Ka und ob du 3G oder nicht willst. 3 heißt San, also san-ji.“

Ich bin direkt stolz, als ich nach 2 Kilometer Fußmarsch und etlichen Nachfragen bei Leuten auf der Straße, die auch kein Englisch können, fündig geworden bin, schweißgebadet, denn es ist auch noch 30 Grad und mehr. Ich habe mein Handy nicht dabei und kaufe nur die Sim-Karte, die sich als nicht mehr gültig heraus stellt. Als ich dem Kollegen mein Problem schildere, nimmt er mir Handy und Karte ab und regelt die Angelegenheit ohne mich.

In dieser Woche ist Steffi jeden Abend zum Essen eingeladen, und als ihr mitreisender Mann darf ich stets mit. Am ersten Abend hat der Schulvorstand zum Büffet geladen. Das ganze Kollegium ist geladen. Zum Glück sind Steffis Kollegen nicht nur Tröster, sondern auch noch total hilfsbereit und wenn man nur das Wort Wohnung fallen lässt, ist bestimmt jemand im Raum, der uns Internetseiten zeigt oder vertrauenswürdige Real Estate Agents empfiehlt. Alle sind mal in einer ähnlichen Situation gewesen.

Der nächste Tag wird besser, denn ich bekomme einen Anruf auf meine neue Sim-Karte von einem anderen Makler, mit dem ich mich auf Anhieb verstehe. David ist gebürtiger Mongole und lebt erst seit 8 Jahren in Peking. Ich frage ihn nach seinem vollständigen Namen, aber er bedauert: „Hab ich nicht, ich heiße Shuche. Nachnamen haben wir nicht.  Für den chinesischen Ausweis habe ich natürlich einen chinesischen Namen, aber den hat sich irgendein Standesbeamter ausgedacht.“ Seine Verwandten wohnen zwei Flugstunden in Richtung Norden, aber er lebt inzwischen mit einer Italienerin zusammen. Die Wohnungen, die er mir zeigt, kommen schon eher in unsere Preisklasse. Teuer sind sie noch immer. Ich verbringe den Nachmittag mit ihm, bis Steffi Feierabend hat.

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Freizeit hinter Gittern

 

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Wir malen eine Buslinienwartespur

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Tibetischer Lama Temple

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bewachte Müllhalde

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Chinesen fahren Fahrrad und essen Hunde

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Hier gibt´s zu essen

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Oma muss mit

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Bauarbeiterwohnung (vorne)

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Die Pause der Müllmänner unter dem Platz des Himmlischen Friedens

Luftverschmutzung

Gerade habe ich im Internet eine interessante Nachricht über die Luftverschmutzung in Peking gefunden.

Danach soll eine australische Firma ein Abkommen mit der chinesischen Regierung anstreben, um die Schürfrechte an der Luft Pekings zu erlangen. Diese beinhalte zwischenzeitlich wirtschaftlich lohnende Mengen an Kohlenstoff, Blei und Quecksilber. Das taoistische Prinzip, dass in jedem Guten etwas Böses liegt und umgekehrt, bewahrheite sich hier wieder einmal. Die Lunge eines Menschen, der etwa ein Jahr in Peking gelebt hat, habe auf dem Markt für seltene Metalle einen Wert von 150 Australischen Dollar.

Ich glaube nicht daran, dass ich meine mal verkaufen werde.

Auf der gleichen Seite wird auch ein Problem für die Haiangriffe vor australischen Küsten als gelöst betrachtet: Ein Fischgroßhändler will die Killerhaifischflossen auf dem asiatischen Markt verkaufen. Das Stück Rückenflosse bringe 2 Mio. Dollar. Das Entsorgen des Restes, den niemand kaufen würde allerdings koste die Firma Geld. Das Überbordwerfen würde seinen Profit um 50ct verringern.

Es gibt kein Bier auf Hawaii…

Weil es in China doch kein facebook gibt und auch so manche andere Internetseiten wie WordPress und Blogger gesperrt sind und damit nur durch einen Tunnel zu erreichen sind, habe ich die letzten beiden Tage wie ein Nerd hinter dem Monitor gesessen und eine eigene Domain besorgt und mit Leben gefüllt. Wenn Steffi und ich in etwa einer Woche nach Peking fliegen, wollen wir doch mal ausprobieren, ob der Blog ohne Tunnel lesbar ist.

Ansonsten ist das Leben angefüllt mit Zettelwirtschaft. Arzt-Rechnungen wollen eingereicht werden, wir brauchen noch eine Krankenkassenversicherung, die Einkommensteuer ruft und wir müssen überlegen, welche Dinge denn im August mit uns umziehen sollen.

Steffi war auf einem Kursus, der sie auf den Auslandseinsatz vorbereiten sollte. Da haben sie ihr erzählt, es würde von ihr erwartet, die Landessprache innerhalb eines halben Jahres zu  lernen. Haha! Als sie auch lachte, wurde gesagt: Naja, die asiatischen Sprachen sind ja etwas schwerer; Sie bekommen ein Jahr Zeit.